Pressemitteilung
21.06.2011

Die Stiftung Mercator hat im vergangenen Jahr 84 Projekte mit einem Volumen von insgesamt 50,9 Mio. Euro bewilligt. Damit konnte sie ihr Fördervolumen im Vergleich zu 2009 um rund 50 Prozent steigern. Insgesamt hat die Stiftung Mercator seit Beginn ihrer Tätigkeit ca. 161,8 Mio. Euro für mehr als 564 Projekte bereitgestellt. In diesem Jahr wird sich die Fördersumme weiter planmäßig auf etwa 60 Mio. Euro erhöhen.

„2010 war für uns ein Jahr mit sehr hoher Dynamik und großem Wachstum“, so Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. „Wir haben inhaltlich viel bewegen können und wie geplant Projekte gestartet, die wir im Rahmen unserer Strategie ‚Mercator 2013 – Ideen beflügeln, Ziele erreichen` entwickelt haben. Dadurch haben wir deutliche Akzente in unseren drei Themenclustern Integration, Klimawandel und Kulturelle Bildung gesetzt.“

Dem Thema kulturelle Bildung ist auch der Schwerpunkt des eben erschienenen Jahresberichts der Stiftung Mercator gewidmet. „Kulturelle Bildung ist heute wichtiger denn je“, erklärt Lorentz. „Sie spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, unsere Gesellschaft auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Wir haben uns daher das Ziel gesetzt, kulturelle Bildung als festen Bestandteil des formellen Bildungssystems bis 2015 in Nordrhein-Westfalen und drei weiteren und bis 2025 in allen Bundesländern zu verankern.“ Insgesamt hat die Stiftung Mercator 2010 elf Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 12,8 Mio. Euro allein im Bereich kulturelle Bildung bewilligt. So fördert sie unter anderem das Modellprogramm Kulturagenten für kreative Schulen, bei dem sogenannte Kulturagenten ab dem Schuljahr 2011/2012 in fünf Bundesländern gemeinsam mit Schülern, Lehrern, Schulleitung, Künstlern und Kulturinstitutionen ein umfassendes und fächerübergreifendes Angebot der kulturellen Bildung entwickeln. Mit der Gründung der Zukunftsakademie NRW hat die Stiftung Mercator außerdem in Bochum eine Forschungsstätte für zukunftsrelevante Themen geschaffen, die als landesweites Laboratorium für Kunst- Kultur-und Praxisprojekte sowie als Ort für Austausch und Diskussionen und als Qualifizierungseinrichtung für Fachkräfte dienen wird.

In Zukunft wird die Stiftung Mercator zudem ihr internationales Engagement weiter ausbauen. Bereits im April 2011 startete im National Museum of China in Peking die Veranstaltungsreihe Aufklärung im Dialog. Sie begleitet die Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“. Die Reihe besteht aus mehreren Dialogblöcken mit Foren und Salons und umfasst die gesamte Ausstellungsdauer bis zum Frühjahr 2012. Zeitgleich mit dem Start von Aufklärung im Dialog eröffnete die Stiftung Mercator zudem ihr neues Projektbüro in Peking. Neben China, als einem von zwei Regionalschwerpunkten, werden sich die internationalen Aktivitäten der Stiftung Mercator in Zukunft vor allem auf die Türkei richten.

Am 15. Juni eröffnete die Stiftung Mercator zudem in Anwesenheit von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ihr neues ProjektZentrum Berlin (PZB) im ehemaligen Gebäude des Aufbau-Verlags am Hackeschen Markt. Ab Juli werden dort 80 Mitarbeiter in elf Partnerorganisationen sowie Projektgesellschaften der Stiftung arbeiten. „Das ProjektZentrum Berlin ist eine Arbeitsgemeinschaft der Stiftung mit unseren Partnern, ein ‚creative pool‘. Das Haus bietet ein gemeinsames Dach und einen Campus für die Projekte und Partner der Stiftung, die sich mit unseren Themen Integration, Klimawandel und Kulturelle Bildung beschäftigen“, so Lorentz. Unter anderem werden die European Climate Foundation, der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration sowie die Universitätsallianz Metropole Ruhr in das PZB mit einziehen. Ziel ist es, eine Plattform für neue Ideen sowie Synergien zu schaffen und zugleich bessere Zugangsmöglichkeiten zur Bundespolitik zu haben, um so eine größere gesellschaftspolitische Wirkung zu entfalten.

Über die Stiftung Mercator:

Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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