Pressemitteilung
23.09.2011

Essen und Duisburg, 23. September 2011 – Eine vernetzte Welt zu schaffen war schon im 16. Jahrhundert das Ziel von Gerhard Mercator. Wie das im 21. Jahrhundert aussehen kann, zeigen Duisburger Schüler nun bei Crossroutes 51°. In dem Projekt der Stiftung Mercator unter der Schirmherrschaft der WDR-Journalistin Asli Sevindim vernetzen sich die Duisburger Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren zunächst in den sozialen Medien und vom 6. Juli 2012 bis zum 22. Juli 2012 dann in einem Jugendkulturcamp persönlich mit den Teilnehmer aus Duisburgs Partnerstädten Portsmouth (Großbritannien), Calais (Frankreich), Vilnius (Litauen), Gaziantep (Türkei) und Perm (Russland).

„Mit dem Projekt Crossroutes 51° möchte die Stiftung Mercator den Duisburger Jugendlichen im Gerhard Mercator-Jahr 2012 die Möglichkeit geben, den Gedanken von Vernetzung und Völkerverständigung auch weit über Duisburgs Grenzen hinaus zu tragen“, so Rüdiger Frohn, Vorsitzender des Beirats der Stiftung Mercator. „Ich freue mich dabei ganz besonders über das große Interesse der Schüler an der Idee, über gewohnte Grenzen hinweg und zusammen mit Jugendlichen aus anderen Ländern und Kulturen an einem gemeinsamen Ziel, einem Kunstwerk, zu arbeiten.“
 
Zehn Monaten lang werden die Teilnehmer in ihren Heimatstädten gemeinsam mit lokalen Künstlern eine Theatervorstellung mit dem Thema „Wenn sich unsere Wege kreuzen“ erarbeiten. Als Tochter türkischer Eltern ist der Schirmherrin des Projekts, Asli Sevindim, besonders der Gedanke der Völkerverständigung wichtig: „Durch meine Tätigkeit in der interkulturellen Kulturarbeit erfahre ich jeden Tag, wie wichtig der Austausch von Ideen und Gedanken, insbesondere für Kinder und Jugendliche, für Verständnis und Toleranz ist“, so Asli Sevindim. „Durch die Kombination eines lokalen Kulturereignisses und der Vernetzung mit neuen Medien lernen die Schüler nicht nur eine noch fremde Kultur kennen, sondern erfahren auch Gemeinsamkeiten über alle Grenzen hinweg.“

In Duisburg startet Crossroutes 51° mit einer Auftaktveranstaltung am 07. Oktober 2011, auf der Rüdiger Frohn gemeinsam mit Asli Sevindim den ersten Workshop mit allen Duisburger Teilnehmern feierlich eröffnet. Die Duisburger Schüler arbeiten hier erstmals mit der Künstlerin Lidy Mouw zusammen. Unter ihrer künstlerischen Leitung wird auch das Jugendkulturcamp stehen, welches vom 6. Juli 2012 bis zum 22. Juli 2012 in Duisburg-Ruhrort stattfinden wird. Dabei werden die Duisburger Schüler als Gastgeber die Gelegenheit haben, Teilnehmer und Künstler aus allen Partnerstädten persönlich kennenzulernen und mit ihnen zusammen ein Gesamtkunstwerk unter dem Motto „Kreuzung – Begegnung – Vernetzung“ zu erarbeiten und der Öffentlichkeit vorzustellen.

Über Asli Sevindim:
Asli Sevindim, geboren 1973 in Duisburg, ist WDR-Journalistin und ehemalige künstlerische Direktorin von RUHR.2010. Sie studierte Politikwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen und engagiert sich für die interkulturelle Kulturarbeit. Asli Sevindim ist ebenfalls Mitglied im Kuratorium des Zentrums für Türkeistudien und im Integrationsbeirat des Landes NRW vertreten. Als Autorin veröffentlichte sie unter anderem das Buch „Candlelight Döner: Geschichten über meine deutsch-türkische Familie“.

Über Rüdiger Frohn:
Rüdiger Frohn, geboren 1950 in Gevelsberg, war nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Bochum als Richter in der Verwaltungsgerichtsbarkeit des Landes Nordrhein-Westfalen tätig. 1980 folgte die Abordnung in das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1985 der Wechsel in die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. 1995 wurde Rüdiger Frohn zum Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen ernannt. In den Jahren 1999-2004 war er als Staatssekretär Chef des Bundespräsidialamtes für Bundespräsident Johannes Rau. Seit 2004 nimmt er verschiedene ehrenamtliche und gemeinnützige Aufgaben wahr. Seit April 2005 ist Rüdiger Frohn Beiratsvorsitzender der Stiftung Mercator in Essen. 2011 erhielt er die Auszeichnung als Bürger des Ruhrgebiets.

Über Lidy Mouw:
Lidy Mouw, geboren 1963, ist ausgebildete Tänzerin, Choreografin, Regisseurin und Tanzpädagogin. Sie lebt und arbeitet in Mülheim an der Ruhr und in Amsterdam. Als vielseitige Künstlerin verkörpert Lidy Mouw eine Schnittmenge zwischen Regie, Choreografie, Film und Social Media im Bereich der Performance Arts. Die Künstlerin verfügt über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit internationalen Künstlern sowie mit Amateurgruppen als künstlerische Leiterin bzw. Kuratorin sowie als Projektentwicklerin und -managerin. Ihre Schwerpunkte sind: Tanztheater, Performance sowie „Artist Coaching.

Weitere Informationen:
www.stiftung-mercator.dewww.facebook.com/StiftungMercator
Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:
Anja Adler
Kommunikationsmanagerin
Stiftung Mercator
Tel.: 0201-24522-702
anja.adler@stiftung-mercator.de

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Jochen Heimberg
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