Aktuelle Veranstaltungen

02 Feb. 2023
Vortrag, Podiumsdiskussion | Berlin | 18:00 | öffentlich

Mercator Talk mit Dr. Mehmet Daimagüler: Auf dem Weg zu einer offenen Gesellschaft - wo liegen Deutschlands blinde Flecken? mit Finissage der Ausstellung „Ankommen – Bilder einer Pioniergeneration“ von DOMiD e.V.

Die Ampel hat sich einer progressiven Migrationspolitik verschrieben. Erste Gesetze zur Reform des Staatsangehörigkeitsrechts und zur Fachkräfteeinwanderung werden erarbeitet. Was nach politischem Aufbruch aussieht, wird durch die jüngste Silvester-Debatte überschattet. Der fragile Diskurs verfällt schnell in polarisierte, reflexhafte Debatten über „uns“ und „die anderen“. Was darin häufig fehlt: die Stimmen der betroffenen, vulnerablen Gruppen.

Eine Person, die die Perspektive dieser Gruppen auf Deutschland sowohl aus biografischer als auch professioneller Erfahrung kennt, ist Dr. Mehmet Daimagüler. Als Vertreter der Nebenklage im Münchner NSU-Prozess und Autor, ist der aktuelle Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung ein gefragter Ansprechpartner für Politik und Öffentlichkeit. Er weist dabei immer wieder auf die blinden Flecken der vermeintlich offenen deutschen Gesellschaft hin.

Was heißt es im Jahr 2023 Deutsch zu sein? Wie blicken die Generation der Gastarbeiter*innen und jüngere Personen mit Migrationsgeschichte auf die aktuellen Debatten einer progressiven Migrationspolitik? Wie schaffen wir es in Deutschland ausgewogenere Debatten über Themen wie Identität und Integration zu führen? Diese und weitere Fragen möchten wir mit Mehmet Daimagüler in unserem Mercator Talk besprechen.

Im Anschluss laden wir Sie vor Ort herzlich zur Finissage der Ausstellung „Ankommen – Bilder einer Pioniergeneration“ von DOMiD e.V. ein. Die Ausstellung öffnet den Blick für bislang Ungesehenes. Private und professionelle Schwarzweiß-Fotografien aus der direkten Arbeits- und Lebenswelt der ersten Gastarbeiter*innengeneration machen die Erfahrungen dieser Menschen sichtbar.

Der Mercator Talk wird moderiert von der Journalistin Vivian Perkovic. Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend mit Ihnen!

PROGRAMM

18.00 – 19.30 Uhr
Moderiertes Gespräch mit anschließender Diskussion

19.30 – 20.30 Uhr
Finissage der Ausstellung

20.30 – 21.00 Uhr
Ausklang bei Snacks und Getränken

ANMELDUNG

Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Bitte bestätigen Sie uns hier Ihre Teilnahme bis spätestens 31.01.2023. 

VERANSTALTUNGSORT

ProjektZentrum Berlin
Stiftung Mercator GmbH
Neue Promenade 6 (Am Hackeschen Markt)
10178 Berlin

06 Feb. 2023
Vortrag, Podiumsdiskussion | Berlin | 17:30 | öffentlich

Mercator Talk: Brandbeschleuniger Digitalisierung? Weichen für eine klimagerechte Digitalisierung stellen

Wäre das Internet ein Land, hätte es Schätzungen zufolge den dritthöchsten Stromverbrauch der Erde. Wir hören oft, dass digitale Technologien vor allem einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten, wie zum Beispiel mithilfe vernetzter und intelligenter Lösungen für die Energiewende. Gleichzeitig zeichnet sich jedoch ab, dass eine umfassende Digitalisierung mit einem erhöhten Energie- und Ressourcenverbrauch einhergeht.

Ist die Digitalisierung tatsächlich ein Brandbeschleuniger des Klimawandels? Haben Politik, Wirtschaft und Gesellschaft das Problem bereits erkannt? Wie verändert der digitale Wandel unser Verständnis von Nachhaltigkeit? Welche Weichen müssten dringend gestellt werden, um die Digitalisierung nachhaltig und klimafreundlich zu gestalten?

Diese Fragen diskutieren Dr. Christiane Rohleder, Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Robin Mesarosch, Mitglied des Deutschen Bundestages für die SPD-Fraktion, Friederike Rohde, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (iöw), und Kai Dittmann, Leiter Politik, Gesellschaft für Freiheitsrechte.

ABLAUF
17:30 Uhr Einlass und Ankommen
18:00-18:05 Uhr
 Begrüßung
18:05-19:00 Uhr Moderierte Panel-Diskussion und Fragerunde
19:00-20:00 Uhr Ausklang bei Getränken und Snacks

ANMELDUNG
Bitte senden Sie uns hierzu bis zum 01.02.2023 eine E-Mail
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Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Vergangene Veranstaltungen

26 Jan. 2023
Vortrag, Podiumsdiskussion | Berlin | 18:30 | öffentlich

Mercator Talk: Buchvorstellung "Tainted Democracy" von Zsuzsanna Szelényi (Veranstaltungssprache Englisch)

Während der vergangenen Jahre wurde in Brüssel viel über den richtigen Kurs mit der Orbán-Regierung gerungen. Sei es beim Thema Korruption, Rechtsstaatlichkeit oder einer gemeinsamen Linie im Umgang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Was in den Debatten häufig unterbelichtet bleibt: Der kritische Blick auf den Demokratieverfall aus der ungarischen Binnenperspektive.

Die ehemalige Fidesz-Abgeordnete Zsuzsanna Szelényi hat in ihrem kürzlich erschienenen Buch „Tainted Democracy – Viktor Orbán and the Subversion of Hungary“ genau diesen kritischen Blick gewagt. Szelényi gehörte zur Gründer*innengeneration der Fidesz, wurde in den ersten freien Wahlen ins Parlament gewählt und war einst Unterstützerin Orbáns. Sie liefert mit ihrem Buch eine persönliche, erzählerische Analyse über den Verfall einer Partei und einer ganzen Demokratie mitten in Europa.

Wir laden herzlich zu unserem Mercator Talk am 26. Januar 2023 im ProjektZentrum Berlin ein, im Zuge dessen „Tainted Democracy“ das erste Mal der deutschen Öffentlichkeit präsentiert wird. Zsuzsanna Szelényi diskutiert gemeinsam mit Philipp Fritz, Korrespondent für DIE WELT in Warschau, über die Innen- und Außenperspektive auf die ungarische Demokratie. Im Anschluss wird es in einer offenen Diskussion Möglichkeiten für Fragen geben.

Das Gesprächsformat wird moderiert von Michael Meyer-Resende, Geschäftsführer, Democracy Reporting International. 

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Programm:

18.30 – 20.00 Uhr
Moderiertes Gespräch

20.00 – 21.00 Uhr
Ausklang bei Snacks und Getränken

ANMELDUNG:
Bitte senden Sie uns hierzu eine E-Mail
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Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Stiftung Mercator dabei entstandene Aufnahmen von Ihnen zum Zwecke der Außendarstellung unentgeltlich und unbeschränkt nutzen darf, dies schließt auch die Weitergabe an Dritte wie Social-Media-Plattformen und die Presse ein. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, steht Ihnen ein Widerspruchsrecht zu.

Veranstaltungsort:
ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator
Neue Promenade 6
10178 Berlin

Zur Anfahrtsbeschreibung klicken Sie bitte hier.

05 Jan. 2023
Workshop, Seminar | Münchenwiler, Schweiz | 08:30 | nicht öffentlich

Winterseminar 14. Jahrgang Mercator Kolleg

Für die Kollegiat*innen des 14. Jahrgangs des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben - nicht öffentlich

Während des zehntägigen Seminars in der Schweiz geht es um die Entwicklung von Führungs- und Schlüsselkompetenzen des 14. Jahrgangs des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben. Die Kollegiatinnen und Kollegiaten werden in internationaler Verhandlungsführung und Rhetorik geschult. Gespräche mit internationalen Expert*innen runden das Programm ab.

Die aktuelle Bewerbungsphase für den 15. Jahrgang läuft bis zum 15. Dezember 2022.

Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben ist ein Projekt der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Stiftung Mercator in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt sowie der Schweizerischen Studienstiftung und der Stiftung Mercator Schweiz in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten. Alle Informationen zum Programm und den Kollegiatinnen und Kollegiaten finden sich hier: www.mercator-kolleg.de

09 Dez. 2022
Sonstige Veranstaltung | Essen | 15:00 | nicht öffentlich

meet! Alumni*ae Wintertreffen

Für Alumni*ae der meet!-Mercator Europa Tour

Am 9. Dezember laden wir Alumni und Alumnae der meet!-Tour für einen gemeinsamen Abschluss des Jahres in die Stiftung Mercator nach Essen ein. Gemeinsam wollen wir auf das Jahr zurückblicken und uns über Zukunftspläne austauschen.

Anmeldungen bitte bis zum 06. Dezember an meet@stiftung-europa.de

Die neue Ausschreibung für die meet!-Tour 2024 startet ab März 2024. Alle Infos zum Programm finden sich hier.

16 Nov. 2022
Vortrag, Podiumsdiskussion | Berlin | 18:00 | öffentlich

Mercator Impuls: Mobilitätswende gerecht gestalten

Dr. Nari Kahle
Autorin & Mobilitätsexpertin

Dr. Maike Niedbal
Staatssekretärin, Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz des Landes Berlin

Astrid Schaffert
Deutscher Caritasverband

Moderation:

Sven Egenter
Clean Energy Wire

Das derzeitige Verkehrssystem hat nicht nur ein Klima-, sondern auch ein Gerechtigkeitsproblem. Denn die Zugänge zu unterschiedlichen Mobilitätsoptionen sowie die Lasten und Opportunitäten im Verkehrssektor sind sozial wie räumlich ungleich verteilt. 

Menschen mit einem höheren Einkommen legen rund doppelt so viel Personenkilometer zurück wie diejenigen in prekären Einkommenssituationen. Menschen mit niedrigem Einkommen besitzen oftmals kein Auto, wohnen aber häufiger an vielbefahrenen Straßen, müssen längere Strecken pendeln und leiden stärker unter den negativen Folgen einer hohen Verkehrsbelastung. Für Menschen mit Behinderungen und Ältere beginnt der eingeschränkte Zugang zur Mobilität oftmals schon am Ticketschalter.

Auch gibt es Unterschiede im Mobilitätsbedarf und Verkehrsverhalten zwischen den Geschlechtern: Frauen nutzen im Durchschnitt seltener das Auto und legen Wege häufiger zu Fuß und mit dem öffentlichen Verkehr zurück als Männer. Die Attraktivität, Sicherheit und Barrierefreiheit der Verkehrsinfrastruktur berücksichtigt die Bedarfe unterschiedlicher Nutzer*innengruppen allerdings nur unzureichend.

Der Anspruch einer erfolgreichen Mobilitätswende muss es daher sein, dass entsprechende Maßnahmen zum klimafreundlichen Umbau des Verkehrssektors sozial gerecht gestaltet werden und möglichst vielen Menschen eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Nur dann besteht die Chance, dass diese Transformation von einer breiten gesellschaftlichen Mehrheit mitgetragen wird.

 Aber wo steht die Mobilitätswende in punkto Gerechtigkeit? Wenngleich das 9-Euro-Ticket die Fahrt mit Bus und Bahn erschwinglicher und einfacher gemacht hat, stockt der notwendige Ausbau und die Verfügbarkeit des ÖPNV vor allem in ländlichen Räumen weiterhin. Am Hochlauf der Elektromobilität partizipiert bislang nur ein kleiner Ausschnitt der Bevölkerung, mit einem überdurchschnittlichen hohen Anteil von jungen, einkommensstarken und gut ausgebildeten Männern, die v.a. in strukturstarken ländlichen Gebieten im Westen der Bundesrepublik wohnen. Und auch diejenigen, die neue, klimafreundliche Sharing-Angebote im urbanen Raum nutzen, sind überdurchschnittlich häufig junge Männer.

Im Rahmen unserer Mercator Impuls-Veranstaltung möchten wir daher mit herausragenden Mobilitätsexpert*innen diskutieren, was eigentlich Gerechtigkeit im Kontext der Mobilitätswende-Debatte bedeutet, welche Gerechtigkeitsdimensionen von Politik und Gesellschaft noch zu wenig gesehen und adressiert werden - und was man eigentlich tun kann, damit man möglichst vielen Menschen die Teilhabe an einer gerechten und klimafreundlichen Mobilität ermöglicht.

Anmeldung

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme. Bitte senden Sie uns hierzu bis zum 11.11.2022 eine E-Mail.

Bitte ändern Sie die generierte Betreffzeile nicht ab, damit Ihre Antwort automatisch zugeordnet werden kann.

Die Veranstaltung findet unter 3G-Regeln statt. Sollte eine Veränderung des Pandemiegeschehens Planänderungen erfordern, geben wir Ihnen selbstverständlich rechtzeitig Bescheid. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Stiftung Mercator dabei entstandene Aufnahmen von Ihnen zum Zwecke der Außendarstellung unentgeltlich und unbeschränkt nutzen darf, dies schließt auch die Weitergabe an Dritte wie Social-Media-Plattformen und die Presse ein. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, steht Ihnen ein Widerspruchsrecht zu.

14 Nov. 2022
Vortrag, Podiumsdiskussion | Essen | 17:30 | nicht öffentlich

Mercator Lecture mit Miriam Meckel: Von der Demokratie zur Algokratie? Wählt Künstliche Intelligenz in Zukunft für uns?

Mercator Lecture 2022 mit der Publizistin, Unternehmerin und Professorin Miriam Meckel

Mit algorithmischen Systemen und der Sammlung von großen Datenmengen können schon heute menschliche Gewohnheiten, Einstellungen, Interessen und Stimmungen sehr präzise analysiert werden. Dies führt dazu, dass Menschen immer mehr Entscheidungen an algorithmische Systeme abgeben, sei es bei der Navigation im Verkehr, der Musikauswahl oder der Empfehlung neuer Bücher.

International setzen auch Regierungen immer häufiger Datenanalysen und algorithmische Systeme für politische und gesellschaftliche Entscheidungen in Bereichen wie der Strafverfolgung, der öffentlichen Gesundheit oder der Wohlfahrtspflege ein.

Der zentrale Anspruch ist es dabei mit eindeutigen und präzisen Entscheidungen staatliche Institutionen und die Regierungsführung zu verbessern und so das Vertrauen in diese zu stärken. Solche Entwicklungen bieten Anlass, unser Verständnis von Demokratie und unserem Zusammenleben neu zu diskutieren:

Wie verändern neue Technologien das Verhältnis von Bürger*innen und Staat? Werden wir zu gläsernen Bürger*innen oder ergeben sich neue Chancen für eine wahrhaftig repräsentative Demokratie, bei der Interessen und Bedarfe umfassender und zeitnaher denn je erfasst werden können? Wie verändert sich dadurch die Aufgabe von Regierungen und was bedeuten die Veränderungen für die individuelle Souveränität von uns Menschen?

In ihrer Mercator Lecture geht Prof. Miriam Meckel anhand internationaler Beispiele auf die Potenziale und Risiken beim Einsatz datenbasierter Technologien für die Demokratie ein.

Inspiriert und informiert durch ihre eigene Forschung, ihre internationalen Erfahrungen und Austausch mit politischen Entscheidungsträger*innen zeigt sie, wie stark der Blick auf die Entwicklung in verschiedenen Kulturen und Ländern variiert.

PROGRAMM

17:30 Uhr Einlass und Empfang
18:00-18:40 Uhr Lecture, Prof. Miriam Meckel
18:40-19:00 Uhr Fragen aus dem Bereich Digitalisierte Gesellschaft, Carla Hustedt
19:00 Uhr Umtrunk und Flying Buffet

ANMELDUNG

Bei Interesse senden Sie uns bis zum 7.11.2022, 15 Uhr eine E-Mail an: lecture@stiftung-mercator.de mit dem Betreff: Mercator Lecture mit Miriam Meckel am 14.11.2022 in Essen

Die Plätze sind begrenzt. Eine Bestätigung, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen können, senden wir Ihnen per Mail zu.

Die Veranstaltung findet unter 3G-Regeln statt. Sollte eine Veränderung des Pandemiegeschehens Planänderungen erfordern, geben wir Ihnen selbstverständlich rechtzeitig Bescheid.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Stiftung Mercator dabei entstandene Aufnahmen von Ihnen zum Zwecke der Außendarstellung unentgeltlich und unbeschränkt nutzen darf, dies schließt auch die Weitergabe an Dritte wie Social-Media-Plattformen und die Presse ein. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, steht Ihnen ein Widerspruchsrecht zu.