Pressemitteilung
22.04.2009

Schüler mit Migrationshintergrund aus Duisburg, die im Rahmen des Projekts "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund" der Stiftung Mercator sprachlich und fachlich unterstützt werden, verbessern ihre Leistungen deutlich. Dies belegt eine Studie des europäischen forums für migrationsstudien (efms), Institut an der Universität Bamberg, im Auftrag der Stiftung Mercator.

In der Studie des efms konnte Duisburg die besten Ergebnisse aller 35 untersuchten Standorte im Bundesgebiet erzielen: So haben sich im Fach Deutsch 53% der Kinder und Jugendlichen, im Fach Mathematik 46% und im Fach Englisch 45% verbessert. Schüler mit anfangs mangelhaften und ungenügenden Noten in Deutsch und Mathematik konnten sogar zu 70% ihre Note steigern. Zudem fühlen sich die Lehramtsstudierenden durch die Unterrichtspraxis besser auf ihren künftigen Beruf vorbereitet, sowohl im Bezug auf ihre didaktischen und methodischen Kompetenzen als auch im Umgang mit kultureller Vielfalt.

"Wir freuen uns, dass die Zielsetzung unseres Projekts, die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erhöhen, durch die Evaluationsergebnisse bestätigt wird und dass das Projekt in Duisburg so  erfolgreich ist", so Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. "Der Erfolg des Konzepts bestärkt uns darin, das Modell "Förderunterricht" weiterzuentwickeln, fortzuführen und die Standorte nachhaltig zu sichern." Die Stiftung Mercator stellt daher nun einen Matching Fund zur Verfügung. Im Rahmen des Matching Funds wird den Projektpartnern des Förderunterrichts eine zweijährige Anschlussfinanzierung in Aussicht gestellt, unter der Bedingung, dass ein weiterer Träger eine Gegenfinanzierung und Fortsetzung des Projekts sicherstellt.

Oberbürgermeister Adolf Sauerland freut sich über die überdurchschnittlich guten Ergebnisse der Evaluation des "Förderunterrichts" in Duisburg und sieht die Ausschreibung der Stiftung Mercator zum Matching Fund als eine große Chance, den Förderunterricht in Duisburg fortzusetzen. "Die Stadt Duisburg beabsichtigt, den gegenwärtigen Umfang der Förderung auch in den kommenden Jahren beizubehalten. Wir werden ein Konzept zur Etablierung und Fortführung des Projekts durch den Matching Fund bei der Stiftung Mercator einreichen", so Sauerland.

Seit 2001 fördert die Stiftung Mercator das Projekt "Förderunterricht" am Schulzentrum an der Kampstraße in Zusammenarbeit mit dem Referat zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien/RAA und mit Unterstützung der Universität Duisburg-Essen.

In Duisburg erhalten jährlich rund 500 Schüler der Sekundarstufe I nach dem inzwischen bundesweit etablierten Modell der Stiftung Mercator einen kostenlosen außerschulischen Förderunterricht. 35 Förderlehrer, meist Studierende des Lehramts, unterrichten in Kleingruppen jeweils zwischen drei und sieben Jugendliche. Die Förderlehrer werden von der am Modellprojekt beteiligten Universität Duisburg-Essen und dem Referat zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien/RAA speziell für diesen Zweck ausgebildet und auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Über die Stiftung Mercator:

Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen.
Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:
Dezernat des Oberbürgermeisters/
Referat zur Förderung von Kindern und Jugendlichen
aus Zuwandererfamilien/RAA
Elisabeth Pater       
Bergiusstr. 27
47119 Duisburg       
Tel.: 0203-800 95 31       
E-Mail: Mehr Informationen

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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