Pressemitteilung
28.09.2011

Duisburg, 28. September 2011 – Die Suche nach dem Schwarzen Schaf 2012 ist eröffnet: Vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2011 ruft der renommierte niederrheinische Kabarettpreis „Das Schwarze Schaf“ aufstrebende Künstlerinnen und Künstler der deutschsprachigen Kabarettszene zur Teilnahme auf. Bewerben können sich Einzelpersonen und Gruppen, die nicht länger als fünf Jahre professionell arbeiten, nur eigene Texte verwenden und politisch-gesellschaftskritisches Wortkabarett anbieten. Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb 1999 vom „Meister des Wortkabaretts“ Hanns Dieter Hüsch, der sich selbst gern als „Schwarzes Schaf vom Niederrhein“ bezeichnete.

Auch Schauspieler, Autor und Moderator Dieter Moor begibt sich in diesem Jahr auf die Schafsjagd. Als neues Mitglied der Wettbewerbsjury unterstützt er die Stärkung der hiesigen Kabarettwelt: „Ich bin seit Jahren großer Fan des deutschsprachigen Kabaretts und beobachte aufmerksam die aktuelle Szene – das bringt allein mein Beruf mit sich. Es gibt so viele Talente, die es noch zu entdecken gibt. Ich freue mich auf meine Arbeit als Jurymitglied und Jäger des Schwarzen Schafs 2012“, so Moor.

Auch das Votum des Publikums spielt eine wichtige Rolle bei der Bewertung der neuen Talente am Kabaretthimmel: In den Vorrunden in Emmerich, Krefeld, Moers und Wesel entscheidet das Votum der Zuschauerinnen und Zuschauer, welcher der zwölf Nominierten es ins große Finale nach Duisburg schafft. Dort müssen die sechs Finalisten ihr Können mit Witz und Wortgewalt am 5. Mai 2012 im Theater Duisburg unter Beweis stellen und sich dem Urteil der Wettbewerbsjury stellen.

Ziel des Preises ist, junge Kabaretttalente zu fördern, die noch am Beginn ihrer Karriere stehen. Auch für Nils Heinrich, Preisträger 2010, war die Auszeichnung eine wichtige Unterstützung: „Das Schwarze Schaf hat mir jede Menge Aufmerksamkeit und Auftrittsmöglichkeiten verschafft – insbesondere am Niederrhein, aber auch bundesweit.“ Sein Tipp für eine erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme: „Pointen, Pointen, Pointen! Aber mit Relevanz. Überrascht das Publikum – und langsam sprechen nicht vergessen!“
2012 wird der Preis, der seit 2001 von der Stiftung Mercator gefördert wird, bereits zum 7. Mal verliehen. „Mit der Förderung des Kabarettpreises verleihen wir anlässlich des 500. Geburtstags Gerhard Mercators im Jahr 2012 unserer Verbundenheit zu Duisburg und dem Ruhrgebiet, aber auch zur Kulturregion des Niederrheins und natürlich zum Erbe von Hanns Dieter Hüsch Ausdruck“, so Rüdiger Frohn, Vorsitzender des Beirats der Stiftung Mercator.

Der Wettbewerb

Hanns Dieter Hüsch zählt auch heute, sechs Jahre nach seinem Tod in 2005, zu den  beliebtesten deutschen Kabarettisten. Mit seinem feinsinnigen und nachdenklichen Humor bot er über 50 Jahre lang politisches und gesellschaftskritisches Wortkabarett auf höchstem Niveau. Eine Leistung, mit der er auch die folgenden Künstlergenerationen maßgeblich geprägt hat. Sein Erbe wird vom Förderverein Niederrheinischer Kabarettpreis „Das Schwarze Schaf“ e.V. durch den Wettbewerb gepflegt.

Im Mittelpunkt der Vorauswahl stehen die niederrheinischen Städte Emmerich, Wesel, Moers und Krefeld. In den Vorrunden müssen sich hier die zwölf Nominierten dem kritischen Votum des Publikums stellen: mit Witz, Scharfsinnigkeit und jeder Menge Lust am Kabarett, ganz im Sinne des Wettbewerbsgründers Hüsch. Pro Abend treten sechs Künstlerinnen und Künstler auf und stellen jeweils einen 15-minütigen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm vor. Die besten sechs treten dann am 5. Mai 2012 im Theater Duisburg gegeneinander an.

Der Preis und die Jury

Der Gewinner erhält 6.000 Euro und eine Gewinnertour durch mindestens drei Städte, und wird sein komplettes Programm einen Tag nach der Siegerehrung (am Sonntag, 6. Mai 2011) im Schlosstheater Moers vortragen. Die Plätze zwei und drei sind mit 4.000 und 2.000 Euro dotiert.
In der Jury sitzen neben Dieter Moor der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, Dr. Hajo Steinert, Leiter der Kulturabteilung beim Deutschlandfunk, Nils Heinrich, Kabarettist und Preisträger des Schwarzen Schafes 2010, sowie Prof. Dr. Waltraud ‚Wara’ Wende, Präsidentin der Universität Flensburg.

Die Stiftung Mercator

Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Der Kabarettwettbewerb „Das Schwarze Schaf“ im Internet: www.dasschwarzeschaf.com
Druckfähige Pressefotos stehen zum Download bereit (Rubrik „Presse“).
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