Pressemitteilung
07.11.2011

Die bundesweite Initiative schule@museum ist eine Gemeinschaftsaktion des BDK – Fachverband für Kunstpädagogik, des Bundesverbands Museumspädagogik, der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, des Deutschen Museumsbundes und der Stiftung Mercator. Ziel war es, langfristige und dauerhafte Kooperationen von Schulen und Museen zu initiieren und zu fördern. In der nun zum Abschluss gebrachten, letzten Projektrunde „schule@museum – Bildungspartnerschaften gestalten 2009-2011“ wurden 15 Modellprojekte im gesamten Bundesgebiet begleitet. Tandems aus Schulen und Museen haben über zwei Schuljahre hinweg modellhaft Strukturen für eine langfristige Zusammenarbeit erprobt und werden ihre Erfahrungen nun anderen Schulen und Museen zur Verfügung stellen. 

Eine Handreichung fasst die Erfahrungen aus acht Jahren schule@museum zusammen. Notwendige Rahmenbedingungen für Kooperationen werden ebenso aufgezeigt wie Erfolgsfaktoren, einzelne Projektschritte und Methoden. Ein eigenes Kapitel ist den Qualitätsmerkmalen von Kooperationsprojekten gewidmet. In der Handreichung werden Anregungen und Lösungsvorschläge gegeben. 

Auf der Grundlage der positiven Erfahrungen von acht Jahren schule@museum fordern die beteiligten Fachverbände, der BDK – Fachverband für Kunstpädagogik, der Bundesverband Museumspädagogik sowie der Deutsche Museumsbund:

Jeder Jugendliche bis zur 9. Klasse muss in seiner Schulzeit ein Projekt in Kooperation mit einem Museum erlebt haben. Denn die Auseinandersetzung mit den originalen Objekten und authentischen Zeugnissen im Museum ermöglicht den Jugendlichen, die Vergangenheit zu reflektieren, die Gegenwart zu begreifen sowie Bezüge zur eigenen Lebenswelt herzustellen und der eigenen Identität nachzuspüren. In kreativen Lernprozessen erwerben sie Wissen und Kompetenzen, die sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärken und die sie für ihr künftiges Leben besser qualifizieren.

Acht Forderungen an Kultur, Politik und Gesellschaft, die die dazu notwendigen Rahmenbedingungen betreffen, sind die Konsequenz aus den Erfahrungen aus schule@museum. Sie müssen umgesetzt werden, damit langfristige und nachhaltige Kooperationen zwischen den Institutionen Schule und Museum überhaupt möglich werden und regelmäßig stattfinden können. (Die Forderungen finden Sie unter www.schule-museum.de/aktuelles/)

Die Handreichung und die Forderungen wurden anlässlich der Abschlussveranstaltung von schule@museum im Deutschen Historischen Museum in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert. Die 15 für schule@museum – Bildungspartnerschaften gestalten 2009-2011 ausgewählten Schule-Museum-Tandems präsentierten dort die Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit. Die Palette der Projektergebnisse reichte von Kurzfilmen über Museumsobjekte, Audioguide-Führungen von Schülern für Schüler, und selbst erarbeitete Comics zu Ausstellungsobjekten bis hin zum Planspiel „Nachhaltige Mode“. Eine nähere Beschreibung der einzelnen Projekte finden Sie in der Handreichung oder unter www.schule-museum.deinfo@schule-museum.de

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
+49 201 24522-841
@