Pressemitteilung
26.03.2012

Peking/Essen, März 2012. Am Sonntag, 25. März wurde in Peking die Veranstaltungsreihe  „Aufklärung im Dialog“ der Stiftung Mercator beendet. Seit der Eröffnung im April 2011 durch Bundesaußenminister Guido Westerwelle, den chinesischen Kulturminister Cai Wu sowie hochrangige Vertreter aus China und Deutschland haben mehr als 3.000 Gäste aus zahlreichen Ländern an den Foren und Salons zu historischen und künstlerischen Themen der Aufklärung teilgenommen. Veranstalter und Teilnehmer zogen eine positive Bilanz. Die Stiftung Mercator wird weiter nachhaltig in die Förderung von Dialog und Austausch mit China investieren.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe markierten ein Salon unter dem Titel „Die Großen Kunstsammler“ sowie ein Dialogforum im Nationalmuseum zum Thema „Aufklärung und Wissenskulturen“. Dabei konnte die Stiftung Mercator hochrangige Experten und Wissenschaftler wie den chinesischen Physik-Nobelpreisträger Yang Zhenning auf dem Podium begrüßen. Als wissenschaftliches Begleitprogramm zur Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ hat die Stiftung von April 2011 bis März 2012 fünf Foren und neun Salons in Peking durchgeführt, in denen unter anderem künstlerische und historische Aspekte einer zeitgenössischen Auseinandersetzung mit dem Thema Aufklärung thematisiert und erörtert wurden. Die Salonveranstaltungen waren dem klassischen Salon der Aufklärung nachempfunden und sollten, den heutigen Rahmenbedingungen angepasst, Orte für offene Gespräche über Kunst, Kultur und Gesellschaft sein. 

Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, zog ein positives Fazit: „Die Veranstaltungsreihe wurde in der Überzeugung durchgeführt, dass der Dialog zwischen China und Deutschland notwendig und wertvoll ist. Uns als Stiftung war es wichtig, eine Plattform zu bieten, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der europäischen und chinesischen Aufklärung hinsichtlich philosophischer, gesellschaftlicher und künstlerischer Aspekte zu diskutieren, um gegenseitiges Verständnis zu fördern. Dies ist uns gelungen.“ Dafür spreche zum einen die rege Beteiligung des Publikums, zum anderen die hohe Zahl wiederkehrender Besucher und nicht zuletzt auch die Resonanz in Besucherbefragungen und den Medien. „Wir haben gesehen, dass Dialog nicht nur möglich, sondern auch gewünscht ist. Deshalb werden wir das Format der Salonreihe ab Sommer 2012 fortführen, mit dem Ziel, sie als Dialogforum zu etablieren“, so Lorentz weiter. Die Fortführung des Salonformats soll eine Kontinuität für Interessierte und Gäste bieten und vielseitige Themen erschließen. Dafür stellt die Stiftung rund 450.000 Euro zur Verfügung.     

In den künftigen Salons werden die Erfahrungen der zu Ende gegangenen Veranstaltungsreihe genutzt: „Durch den Dialog haben wir während der vergangenen Monate viel gelernt. Wichtig ist für uns vor allem, mit unserem Engagement in China nachhaltige und langfristige Wirkung zu erzielen“, erklärte Lorentz. Ein deutsch-chinesisches Expertenteam wird nun die abgeschlossene Veranstaltungsreihe evaluieren und die Fortsetzung der Salons begleiten. „Die von der Stiftung Mercator gewählte Form des öffentlichen Diskurses ist im chinesischen Kontext in mehrfacher Hinsicht wirkungsvoll“, meinte Michael Kahn-Ackermann, langjähriger Leiter des Goethe-Instituts China und Mitglied des Expertenteams. „Sie ermöglicht eine intensive und facettenreiche Auseinandersetzung mit den gewählten Themen und vermittelt dabei interkulturell und intellektuell differenzierte Positionen. In China hat die Entwicklung einer vielseitigen Salonkultur gerade in den letzten Jahren eine zunehmende Dynamik erfahren; selten aber fand eine Plattform, die hohe inhaltliche Ansprüche mit simultaner Übersetzung in einem internationalen und diskursiven Format vereint, so viele Besucher.“ 

Über „Aufklärung im Dialog“
Die Stiftung Mercator führte die Veranstaltungsreihe „Aufklärung im Dialog“ mit Unterstützung des Deutschen Botschafters Michael Schäfer als wissenschaftliches Begleitprogramm zur Ausstellung „Die Kunst der Aufklärung“ in Peking durch. Die offiziellen Foren der Reihe veranstaltete die Stiftung in Partnerschaft mit dem National Museum of China. Davon unabhängig hat sie in eigener Verantwortung eine Reihe von Salons zum Thema initiiert, in denen sich deutsche und chinesische Intellektuelle in den vergangenen Monaten über philosophische, gesellschaftliche und künstlerische Aspekte der Aufklärung ausgetauscht haben. Die Stiftung Mercator stellte dafür insgesamt rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm bestand aus fünf Dialogblöcken und umfasste die gesamte Dauer – April 2011 bis März 2012 – von „Die Kunst der Aufklärung“, einer Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München in Zusammenarbeit mit dem National Museum of China. 
www.aufklaerung-im-dialog.dechristine.ehrig@stiftung-mercator.de

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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