Pressemitteilung
08.06.2010

Essen, 9. Juni 2010 – Die Stiftung Mercator hat im vergangenen Jahr 80 neue Projekte mit einem Volumen von insgesamt 33,8 Mio. Euro bewilligt. Damit konnte sie ihr Fördervolumen im Vergleich zu 2008 um 60 Prozent steigern. Im laufenden Jahr wird sich die Förderung neuer Projekte weiter um 50 Prozent auf rund 50 Mio. Euro erhöhen. Damit steht der Stiftung Mercator ein Gesamtbudget von 56 Mio. Euro zur Verfügung. Insgesamt hat die Stiftung Mercator seit Beginn ihrer Tätigkeit ca. 112,5 Mio. Euro für mehr als 480 Projekte bereitgestellt.
„Die Stiftung Mercator konnte 2009 ihren Weg planvollen Wachstums weitergehen. Wir haben das Jahr genutzt, um unsere Strategie ‚Mercator 2013 – Ideen beflügeln, Ziele erreichen‘ zu konkretisieren und klare Ziele für unsere drei Themencluster Integration, Klimawandel und Kulturelle Bildung zu definieren“, sagte Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator, heute bei der Vorstellung des neuen Jahresberichts. „Wir engagieren uns dafür, gefährlichen Klimawandel zu verhindern, die Einwanderungsgesellschaft zu gestalten und den Stellenwert von kultureller Bildung in Deutschland zu erhöhen.“

Dem Thema Klimawandel ist auch der Schwerpunkt des neuen Jahresberichts gewidmet. „Wir Stiftungen sollten uns beim Klimawandel stärker als bisher einbringen. Mit unseren spezifischen Stärken können wir dafür sorgen, dass Lösungsstrategien für dieses dringende Problem erarbeitet werden“, begründet Dr. Bernhard Lorentz das Engagement der Stiftung Mercator. Sie hat in den vergangenen Monaten bereits neun Klimaprojekte mit einer Gesamtsumme von rund 5,5 Millionen Euro bewilligt und wird diesen Themencluster weiter ausbauen. So fördert sie etwa das Forschungsprojekt Roadmaps towards Sustainable Energy Futures (Wege zu nachhaltigen Energiesystemen), bei dem Wissenschaftler aus Deutschland, Italien, den USA und China unter der Leitung von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) verschiedene Modelle für die Entwicklung kohlenstoffarmer Energiesysteme erarbeiten. Im Projekt Klima-Macher! – Wir sind die Zukunft setzen 16 ausgewählte Schulen im Ruhrgebiet individuelle Klimaprojekte mit Schülern um, um insbesondere sozial benachteiligte Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund an das Thema heranzuführen.

Als Stiftung mit Sitz in der Metropole Ruhr unterstützt die Stiftung Mercator auch die zahlreichen kreativen und innovativen Aktivitäten im Jahr der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. „Unsere Ziele, die Kooperation im Ruhrgebiet zu stärken und exzellente Wissenschaft zu fördern, verbinden uns mit RUHR.2010“, so Dr. Bernhard Lorentz. „Dabei ist uns Nachhaltigkeit auch über 2010 hinaus wichtig.“ Die Stiftung Mercator ist der größte private nicht kommerzielle Partner von RUHR.2010 und unterstützt im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres sieben Projekte mit rund 3 Millionen Euro.

Dr. h.c. Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH, sagte: „Ich freue mich, dass wir mit der Stiftung Mercator einen Partner haben, der sich gemeinsam mit uns dafür einsetzt, den Zusammenhalt der Region im Jahr der Kulturhauptstadt und darüber hinaus zu stärken. Die Global Young Faculty ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Impulse von RUHR.2010 langfristig wirken können.“

Die Stiftung Mercator fördert im Rahmen von RUHR.2010 die Projekte pottfiction – Theater, Kunst und Camps für Jugendliche der Metropole Ruhr, das internationale Symposium zur Kulturellen Bildung Arts for Education! im September 2010 mit dem Jugendsymposium Arts for Education!, die Global Young Faculty, ein Netzwerk von rund 100 Nachwuchswissenschaftlern aus der Region, und als wissenschaftlichen Abschluss des Kulturhauptstadtjahres den Kongress Our Common Future im November 2010, das MELEZ-Projekt sowie die Ringveranstaltung „Die alternde Gesellschaft – Herausforderungen und Chancen“ des Wissenschaftsforums Ruhr.

Über die Stiftung Mercator:

Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Den Jahresbericht 2009 können Sie über die Stiftung Mercator beziehen oder hier herunterladen. Dort stehen auch Grafiken zu den Bewilligungen der Stiftung Mercator zum Download bereit.

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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