Pressemitteilung
12.05.2009

Anlässlich des Jubiläums der Humboldt-Universität zu Berlin, die ab Oktober 2009 ihr 200-jähriges Bestehen feiert, richtet die Universität gemeinsam mit der Stiftung Mercator vier Streitgespräche zum Thema Zukunft aus. Die Humboldt-Streitgespräche bilden einen der sechs Höhepunkte des Jubiläumsjahres. Die Stiftung Mercator fördert die Streitgespräche mit 180.000 Euro. Bei den Streitgesprächen diskutieren Wissenschaftler, prominente Praktiker und Experten aus der ganzen Welt an besonderen Orten der Universität über die Perspektiven von Wissenschaft und Hochschule.

„Die Stiftung investiert im Rahmen ihrer neuen Strategie gezielt in innovative Konzepte zur institutionellen Weiterentwicklung der Universitäten in Deutschland“, sagt Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. „Mit den Streitgesprächen will sie Öffentlichkeit für die drängenden Zukunftsfragen unseres Wissenschaftssystems schaffen. Das Jubiläum von Berlins ältester Universität bildet hierfür einen besonders angemessenen Rahmen, da die Ideale ihres namensgebenden Mitbegründers heute noch im Zentrum der Idee der modernen Universität stehen.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Markschies, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin: „Über den Weg deutscher Universitäten wird gegenwärtig viel gestritten. Die Humboldt-Universität führt – dank der wundervollen Unterstützung der Stiftung Mercator – die Streitenden zusammen und ist wieder wie vor 200 Jahren der Ort, an dem jenseits der traditionellen Alternativen Neues gedacht wird.“ Das erste Streitgespräch findet bereits im Dezember 2009 statt und trägt den Titel „Wo soll es hingehen?“. Die Auftaktveranstaltung widmet sich den Zukunftsthemen der Wissenschaft: Was sind die ungelösten Rätsel der Forschung? Wie bringt die Forschung die Gesellschaft voran? In drei weiteren Streitgesprächen in 2010 stehen die Zukunft der Methoden und Strukturen, die Zukunft des Studiums und die Zukunft der Institution Hochschule im Zentrum.

Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina stellt zudem ihre jährliche Preisfrage in diesem Jahr zum Thema der Humboldt-Streitgespräche. Studierende und Nachwuchswissenschaftler sind aufgerufen, ihre Ideen zur Zukunft der Wissenschaften einzubringen. Der spannendste Antwortgeber erhält ein Preisgeld von 5000 Euro und nimmt an einem der Streitgespräche teil.
Innerhalb ihrer neuen Strategie „Mercator 2013“ wird die Stiftung Mercator gezielt Projekte unterstützen, die die institutionelle Weiterentwicklung von Universitäten in Deutschland fördern. Die Stiftung Mercator hat im vergangenen Jahr 16,3 Millionen Euro in Projekte für die Wissenschaft investiert.

Über die Stiftung Mercator:
Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen.
Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Die Humboldt-Universität zu Berlin – Reformuniversität im Zeichen der Exzellenz:
Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) ist eine führende Forschungseinrichtung von Weltruf: 1810 nach dem Konzept von Wilhelm von Humboldt gegründet, gilt die Alma Mater Berolinensis als Mutter der heutigen, modernen Universität. Mit dem Zukunftskonzept „Translating Humboldt into the 21th Century“ hat sich die HU den Weg für die kommenden Jahre vorgegeben. Aus den ersten beiden Runden der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern sind vier Graduiertenschulen und drei Exzellenzcluster zur wissenschaftlichen Spitzenforschung erfolgreich hervorgegangen. 400 Professoren und Professorinnen vertreten die Einheit von Forschung und Lehre. Führend in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, steht die HU gleichermaßen für Innovation und Internationalisierung in Studium, Lehre und interdisziplinärer Wissenschaft. An elf Fakultäten können Studierende aus einem breiten Fächerspektrum von den klassischen Geistes- und Kulturwissenschaften über die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis zu den Naturwissenschaften und der Humanmedizin wählen.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:
Sabrina Schulze
Öffentlichkeitsarbeit Jubiläum 2010
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: 49 (0) 30 20 93 26 94
E-Mail: s.schulze(at)uv.hu-berlin.de

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Jochen Heimberg
Pressesprecher
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