Pressemitteilung
17.06.2009

Die Stiftung Mercator und das Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI) der Universität Heidelberg haben mit „Strategies for Impact in Education“ ein neues Forschungsprojekt gestartet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut K. Anheier, wissenschaftlicher Direktor des CSI, werden in Fallstudien schulische und außerschulische Stiftungsprojekte zu den Themen „Integration von Migranten“, „Schulentwicklung“ und „Kulturelle Bildung“ aufgearbeitet und mit Referenzprojekten aus den USA und Kanada verglichen. Ziel ist dabei besonders erfolgreiche europäische und nordamerikanische Stiftungsvorhaben im Bildungsbereich auf ihre Erfolgsfaktoren hin zu untersuchen. Die Stiftung Mercator fördert die Studie mit 300.000 Euro. Die Ergebnisse werden im Jahr 2011 vorliegen.

Das Vorhaben beruht auf dem CSI-Projekt „Strategies for Impact in Philanthropy“ (SIP) das seit 2007 Stiftungsprojekte aus den Bereichen „Gesellschaftliche Integration und Partizipation“ untersucht. Die Stiftung Mercator tritt dabei als erste deutsche Stiftung dem SIP-Förderkonsortium, bestehend aus vier großen europäischen Stiftungen, bei: Calouste Gulbenkian Stiftung (Portugal), Compagnia di San Paolo (Italien), King Baudouin Stiftung (Belgien) sowie Stiftelsen Riksbankens Jubileumsfond (Schweden). Dieses internationale Konsortium will Stiftungshandeln erstmalig überprüfbar machen und Strategien identifi-zieren, die Projekte in der Bildungslandschaft zum Erfolg führen.
Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator betont die Bedeutung der Ergebnisse für den Stiftungssektor: „Obwohl Bildungsprojekte sowohl in Deutschland als auch international zu den wichtigsten Schwerpunkten der Stiftungsarbeit gehören, wissen wir bis heute nur ganz wenig über deren Erfolgsbedingungen. Das wollen wir mit diesem Projekt ändern.“
Dr. Volker Then, Geschäftsführender Direktor des CSI, ergänzt: „Wir freuen uns sehr, mit Unterstützung der Stiftung Mercator unsere Forschung zu erfolgreichen Stiftungsstrategien mit einem neuen und ganz zentralen Thema fortsetzen zu können. Die Ergebnisse werden nicht nur von hohem wissenschaftlichen und praktischen Nutzen sein, wir werden damit auch ein Gegengewicht zur bislang fast ausschließlich US-amerikanischen Forschung auf diesem Gebiet setzen.“

Über die Stiftung Mercator:
Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und un-terstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internatio-nalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Über das CSI:
Das Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen wurde im Juli 2006 als zentrale Einrichtung der Universität Heidelberg mit dem Ziel gegründet, die Leistungsfähigkeit von Non-Profit-Organisationen und Stiftungen zu erhöhen und den Gemeinwohl- und Stif-tungsgedanken zu fördern. Es tritt als interdisziplinäres Forschungs-, Bildungs-, Beratungs- und Informationszentrum an und versteht sich als wissenschaftlicher Dienstleister für den Dritten Sektor. Das CSI hat sich zum Ziel gesetzt, das universitäre Center of Excellence für Forschung und Lehre sozialer Investitionen in Europa zu werden.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:
Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI):
Ekkehard Thümler
Projektleiter
Telefon: 49 (0) 6221 541 19 65
E-Mail: ekkehard.thuemler(at)csi.uni-heidelberg.de

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
+49 201 24522-841
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