Pressemitteilung
Essen, 05.08.2021

Die Stiftung hat im Jahr 2020 123 neue Projekte bewilligt und den Projektpartnern und Partnergesellschaften dafür rund 64,2 Mio. Euro zugesagt. Die in der Regel auf mehrere Jahre angelegte Förderung kommt Projekten und Partnergesellschaften in den Bereichen Klimaschutz, internationale Verständigung, Europa, Integration sowie kultureller Bildung und Wissenschaft zugute. Somit ist es der Stiftung gelungen, trotz coronabedingter Widrigkeiten ihr Engagement im Hinblick auf die Bewilligungssumme 2020 auf etwa gleichem Niveau wie in den Vorjahren zu halten. Darüber informierte die Stiftung heute bei der Vorstellung des Jahresberichts 2020 am Stiftungssitz in Essen.

 

Die insgesamt 339 laufenden Projekte wurden 2020 durch die zwölf Partnergesellschaften der Stiftung oder durch Projektpartner wie Vereine, Stiftungen, Ministerien, Hochschulen, NGOs und zivilgesellschaftliche Initiativen und Organisationen umgesetzt. An sie kamen 2020 rund 54 Mio Euro zur Auszahlung.

 

Im Themencluster Europa wurden für 28 neue Projekte insgesamt rund 14,8 Mio Euro bewilligt. Die größte Bewilligung (5,6 Mio Euro) kommt bis 2025 einem Projekt zu, in dem junge Menschen aus der EU durch Jugendarbeit und politische Bildung Kompetenzen erwerben, die ihnen eine aktive Teilhabe an Gesellschaft und Demokratie ermöglichen.

 

Im Themencluster Integration konnten für 30 neue Projekte 10,9 Mio Euro bewilligt werden. Die größte Bewilligung in diesem Cluster stellt die Fortsetzung des Mercator Forums Migration und Demokratie (MIDEM) dar, das bis 2024 4,5 Mio Euro erhält. Im Rahmen des Projekts der Technischen Universität Dresden in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen wird untersucht, wie Migration demokratische Politiken, Institutionen und Kulturen prägt und wie in demokratischen Ländern Europas Migration politisch verarbeitet wird.

 

Im Themencluster Klimawandel konnten 2020 für 21 neue Projekte 15,3 Mio Euro bewilligt werden. Die größte Bewilligung in diesem Cluster stellt die Folgebewilligung zur Förderung der Partnergesellschaft Agora Energiewende für den Zeitraum 2022 bis 2026 dar. Als Think Tank und Politiklabor entwickelt Agora Energiewende faktenbasierte Strategien zur Dekarbonisierung der Energieversorgung.

 

In der Kulturellen Bildung ist es der Stiftung Mercator 2020 gelungen, ihre langfristigen Ziele zu erreichen, so dass das Clusterthema in den kommenden zwei Jahren vollständig abgeschlossen wird. Mit ihren Projektpartnern ist es der Stiftung gelungen, die Kulturelle Bildung als Teil der allgemeinen Bildung in den Strukturen und Qualitätsvorgaben aller Bundesländer nachhaltig zu verankern. Damit hat die Stiftung Mercator viel für die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen erreicht, die aus sozialen und ökonomischen Gründen zuvor weniger Zugänge zu künstlerischen Aktivitäten erhielten. Acht Projekte erhielten in diesem Cluster 2020 noch einmal insgesamt 5,8 Mio Euro, um den nachhaltigen Erfolg der Arbeit sicherzustellen.

 

Für die Arbeit im Bereich der Internationalen Verständigung stellte die Stiftung 2020 für 19 neue Projekte 10,1 Mio Euro zur Verfügung. Die größte Bewilligung stellt mit 4,9 Mio Euro für den Zeitraum 2021 bis 2026 das Projekt MercatorGo! dar, in dessen Rahmen die Stiftung Schüler*innen einen Langzeitaustausch ermöglicht, bei dem sie in Gastfamilien leben und die Schule in Deutschland, China oder der Türkei besuchen.

 

Für zehn neue Projekte im Bereich Wissenschaft wurden 2020 rund 4 Mio Euro zur Verfügung gestellt. Die größte Bewilligung war dabei der Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz, der den Stand der öffentlichen Meinung und des öffentlichen Diskurses zum Thema Künstliche Intelligenz in Deutschland erfassen und publizieren wird. Hierfür erhält die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Zeitraum 2021 bis 2024 eine Förderung von rund 1,1 Mio Euro.

 

Die Stiftung Mercator ist im Ruhrgebiet ansässig und fühlt sich dieser Region in besonderer Weise verbunden. So sagte die Stiftung Mercator 2020 den drei großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen 960.000 Euro für die Fortsetzung der Ruhr Master School of Engineering zu. Dadurch wird es möglich, Ingenieurwissenschaften und Informatik standortübergreifend, vernetzt und praxisnah auf höchstem Niveau zu studieren. Insgesamt bewilligte die Stiftung 2020 rund 2 Mio Euro an Projekte mit dem Förderschwerpunkt Ruhrgebiet.

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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