Pressemitteilung
11.03.2011

Essen, 11.03.2011. – „Schulen im Team – Übergänge gemeinsam gestalten“ startete im Februar 2011 und macht den Übergang von der Grund- zur weiterführenden Schule zum Thema von kommunaler Bildungsgestaltung und deren Schulnetzwerken. Im ersten Halbjahr 2011 werden deshalb acht Kommunen in Nordrhein-Westfalen ausgewählt, die Interesse haben, die Übergangspraxis von der Grund- zur Sekundarstufe I in ihren Schulen zu verändern. „Schulen im Team – Übergänge gemeinsam gestalten“ ist ein Projekt der Stiftung Mercator und des Instituts für Schulentwicklungsforschung an der Technischen Universität Dortmund.

„Mit diesem Schritt machen wir ‚Schulen im Team‘ zu einem der ganz großen Schulentwicklungsprojekte unseres Landes und setzen ein deutliches Zeichen für mehr soziale Bildungsgerechtigkeit und bessere Entscheidungen für jedes einzelne Kind“, so Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. Zu den bereits bestehenden 18 Netzwerken in Dortmund, Duisburg und Essen mit ihren rund 75 Schulen kommen in den acht Kommunen von „Schulen im Team – Übergänge gemeinsam gestalten“ mehr als 24 neue Netzwerke und rund 100 Schulen dazu.

Prof. Dr. Wilfried Bos, Direktor des Instituts für Schulentwicklungsforschung an der Technischen Universität Dortmund, stellt heraus, dass der Übergang von der Grund- zur weiterführenden Schule für jedes Kind ein entscheidender Punkt in seiner Bildungsbiografie sei, denn die Entscheidung für den Wechsel auf eine spezifische Schulform bestimme maßgeblich mit über den Bildungsabschluss und damit über die berufliche Zukunft jedes einzelnen Kindes:„Viele Studien weisen auf deutliche Unterschiede in der Chance auf eine Gymnasialempfehlung bei Kindern aus unterschiedlichen sozialen Schichten – selbst bei vergleichbarer Schulleistung! Deshalb muss es oberstes Ziel sein, eine sozial gerechte, für jedes Kind bestmögliche Übergangsentscheidung zu erreichen, um optimale Bildungs- und damit auch Lebenschancen zu gewährleisten. Hierzu kann der neue ‚Schulen im Team‘-Ansatz meiner Ansicht nach einen ganz entscheidenden Beitrag leisten.“
Auch Schulministerin Sylvia Löhrmann macht deutlich, wie „Schulen im Team – Übergänge gemeinsam gestalten“ zur Chancengerechtigkeit beiträgt: „Gemeinsames Anliegen aller Beteiligten muss es sein, die Qualität von Unterricht weiter zu verbessern und die Abhängigkeit des Schulerfolgs von der sozialen Herkunft zu entkoppeln. Das Projekt ‚Schulen im Team’ konnte bislang nachweisen, dass Erfolge planbar und auch messbar sind. Ich möchte den neu teilnehmenden Schulen, ihren Lehrkräften und ihren Schulleitungen Mut machen, sich im Folgeprojekt zu engagieren und so für ihre Schülerinnen und Schüler für mehr Chancengerechtigkeit zu sorgen“. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung ist auch weiterhin engagiert und beteiligt.

Bereits seit 2007 steht „Schulen im Team – Unterricht gemeinsam entwickeln“ mit 40 Schulen in Duisburg und Essen für den Erfolg von Schulnetzwerken: Wenn Schulen in lokalen Netzwerken zusammenarbeiten, um von- und miteinander zu lernen, lernen auch die Schülerinnen und Schüler mehr, so die Auswertungen der letzten vier Jahre der wissenschaftlichen Begleitforschung durch das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der Technischen Universität Dortmund. Die Erfahrung aus der Projekterweiterung im Jahr 2009 mit 35 Schulen in Dortmund zeigen darüber hinaus, dass die Zusammenarbeit auch nachhaltig angelegt ist, wenn die Netzwerke von ihrem jeweiligen Schulträger begleitet und in der kommunalen Bildungslandschaft verankert werden.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unterwww.stiftung-mercator.de/kompetenzzentren/bildung/schulen-im-team.html
Aktuelle Hintergründe und Geschichten aus den Netzwerken berichten wir im neuen teamletter.officebos@ifs.tu-dortmund.de

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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