Pressemitteilung
25.01.2011

Essen, 25.01.2011 – Kindern und Jugendlichen im virtuellen Zeitalter Freude am Besuch des Museums zu vermitteln, ist ein schwieriges Geschäft, wissen die Pädagogen und Museumsleute des bundesweiten Netzwerks „schule@museum – Bildungs-partnerschaften gestalten 2009-2011“. Am 21. und 22. Januar 2011 haben sie nach einem Jahr Projektarbeit bei einem Workshop in Fuldatal eine erste Zwischenbilanz gezogen. 

„Wir haben viel darüber diskutiert, wie man die beiden so unterschiedlich funktionierenden Bildungsinstitutionen Schule und Museum am besten zusammenbringen kann, wie man die Partizipation der Schüler fördert und wo die Stolpersteine bei Schulprojekten liegen. Für mich sind diese Punkte die Erfolgsfaktoren für Bildungspartnerschaften“, berichtet Projektkoordinatorin Monika Dreykorn von dem Treffen. 

Nach der Halbzeit stehen die Übertragbarkeit der Modelle und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen im Fokus, damit in Zukunft auch andere Museen und Schulen von der Arbeit des Netzwerkes schule@museum profitieren können. In allen Projekten lernen die Schüler die oft noch unbekannte Institution Museum kennen, schauen hinter die Kulissen der Museumsarbeit und beschäftigen sich intensiv mit den jeweiligen Themen und Aufgabenstellungen. Den Schlusspunkt setzt dann eine eigene künstlerisch-produktive Arbeit. 

In Berlin beispielsweise entwickeln und zeichnen 16 Schüler Comics über fränkische Krieger, portugiesische Entdecker und preußische Könige, deren Geschichten sie im Deutschen Historischen Museum kennengelernt haben. In Soltau baut eine Klasse einen eigenen Flipper, nachdem sie sich mit den Themen Spielen, Spielzeug und Kindheit auseinandergesetzt hat. Im saarländischen Völklingen lernen Schüler Grundlagen der Fotografie und der Reportagetechnik, um selbst auf Fotosafari in der eigenen Umgebung zu gehen. In Frankfurt hat eine Klasse Bambus im Palmengarten geschnitten, der im Frühjahr zu einem Schulpavillon verarbeitet wird.

Bundesweit waren 15 Bildungspartnerschaften im Januar 2010 als Tandems für schule@museum ausgewählt worden. Bis zum Herbst 2011 sollen sie modellhaft Strukturen für eine langfristige Kooperation der Institutionen Schule und Museum entwickeln und erproben. Momentan setzen die Tandems die Projekte um. Die Ergebnisse der Partnerschaften werden in den einzelnen Bundesländern bis zum Sommer 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt und sollen am Ende des Projekts anderen Schulen und Museen in einer Handreichung und im Internet für künftige Kooperationen zur Verfügung stehen. 

Eine Auflistung nach Bundesländern für die anstehenden Presse- und Präsentationstermine der einzelnen Tandems finden Sie hier: 
http://www.schule-museum.de/index.php?id=102
www.stiftung-mercartor.dewww.facebook.com/StiftungMercator

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