Pressemitteilung
03.05.2011

Das ist das achte „Ehrenbürger-Doppel, das pro Ruhrgebiet in seiner 30-jährigen Geschichte ehrt: Rüdiger Frohn ist der Kandidat des pro Ruhrgebiet-Vorstandes, Irene Jung wurde nach öffentlicher Ausschreibung durch eine prominent besetzte Jury unter dem Vorsitz von Guntram Schneider, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales, bestimmt. Die „Insignien“ der Ehrenbürger – das in Stahl stilisierte „R“ und die Urkunde – nehmen die beiden in einer Festveranstaltung am 20. Mai im SANAA-Gebäude auf dem Weltkulturerbe Zollverein entgegen.
„Mit Rüdiger Frohn und Irene Jung ehren wir zwei bekennende Ruhrgebietler, die die Region mit Herz und Sachverstand vertreten“, begründet pro Ruhrgebiet-Vorsitzender Helmut an de Meulen die Wahl. „Beide verkörpern die Rückrat und das Engagement, die die Menschen hier ausmachen.“
Der Vorstand des Vereins pro Ruhrgebiet hatte sich in seiner letzten Sitzung einstimmig für den  Beiratsvorsitzenden der Stiftung Mercator Rüdiger Frohn entschieden. Während seiner Tätigkeit als Staatssekretär in der Staatskanzlei NRW, aber auch anschließend als Chef des Bundespräsidialamts unter dem damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau, hat er die Belange des Ruhrgebiets nach Kräften unterstützt und die Entwicklung des komplexen Strukturwandels begleitet.
Als Beiratsvorsitzender der Stiftung Mercator hat er deren Strukturen ausgebaut, professionalisiert und für klare Leitlinien der Förderung gesorgt. Das Ruhrgebiet war dabei immer mit im Focus der Überlegungen. Eine wichtige Aufgabe der Stiftung ist es, einen Beitrag dafür zu leisten, dass das Ruhrgebiet den Wandel zur Wissensgesellschaft schafft. In den nächsten zehn Jahren will die Stiftung Mercator mehr als 20 Prozent des Jahresbudgets zu den Themen Klimawandel, Migration und Bildung ins Ruhrgebiet investieren.
Unter den 20 Vorschlägen aus der Öffentlichkeit entschied sich die Jury einstimmig für die Gründerin des Bergkamener Vereins „Die kleine Nana e.V.“  der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder im Alter von 0-8 Jahren, die durch Armut benachteiligt sind, Ergänzungen der Grundversorgung und Förderung im Bereich notwendiger kindlicher Entwicklung, zu ermöglichen. Dabei steht der Name Irene Jung vor allem für soziale Kompetenz und Verantwortung. Schon als Mädchen engagierte sich die in 1949 in Dortmund geborene gelernte Arzthelferin durch vielfaches Einbringen bei sozialer Not von Nachbarn oder zugereisten Flüchtlingen im Lager Unna –Massen.
Mit der diesjährigen Themenwahl der Ausschreibung „Bürgerschaftliches  Engagement im sozialen Bereich für Menschen, die es am Nötigsten haben“ rückt pro Ruhrgebiet ins Bewusstsein, dass Armut, Vereinsamung, Bildungsnotstand und Verzweiflung weder aus der Welt noch aus unserer Region verschwunden sind. Viele Menschen lässt dies nicht ruhen. Sie helfen, wo sie nur können, mit Empathie, Fantasie und großem Engagement, um die Lebenssituation von Menschen in Not zu verbessern. Diese Leistung wird in diesem Jahr öffentlich gewürdigt, auch in der  Hoffnung auf viele Nachahmer.
Der durch das CentrO Management vergebene Förderpreis von Euro 4.000, sprach die  Jury der Mülheimerin Margret Illigens für die Selbsthilfegruppe Alzheimererkrankungen zu. Das Geld soll helfen, die wertvolle Arbeit dieses Zusammenschlusses zu sichern und in die Realisierung neuer Projekte fließen.
Der Verein pro Ruhrgebiet verleiht den Titel „Bürger des Ruhrgebietes“ seit 1981. Zu den 50 Ehrenbürgern gehören u.a. der Unternehmer Klaus Steilmann (1989), der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau (1993), die Bochumer Schauspielerin Tana Schanzara (1999) und Schalke-Manager Rudi Assauer (2003). Seit 2004 wird jeweils ein „Tandem" geehrt: Einen Ehrenbürger wählt der Vorstand aus, ein zweiter wird in öffentlicher Ausschreibung mit wechselnden thematischen Schwerpunkten ermittelt.
HINWEIS FÜR DIE REDAKTIONEN: Sie sind zur Preisverleihung am 20. Mai, 18:00 Uhr, SANAA Gebäude, Weltkulturerbe Zollverein, Essen herzlich eingeladen.
Eine gesonderte Presseeinladung erhalten Sie im Mai. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.proruhrgebiet.de.
Kontakt:
Verein pro Ruhrgebiet
Christine Schwab
Semperstraße 51, 45138 Essen
Telefon: 0201/89415-23, Fax: 0201/89415-10 und -20
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