Pressemitteilung
07.03.2012

Berlin, 07.03.2012. Der Beirat des Modellprogramms „Kulturagenten für kreative Schulen“ hat sich auf seiner ersten Sitzung für die Förderung von insgesamt 137 künstlerischen Projekten aus fünf Bundesländern ausgesprochen. Die teilnehmenden Berliner Schulen reichten insgesamt 40 sogenannte „Kunstgeldanträge“ ein, die mit 206.000 Euro unterstützt werden. Durch das „Kunstgeld“, das die beteiligten Berliner Schulen zwei Mal im Jahr beantragen können, realisieren die Schulen gemeinsam mit „ihrem/r“ Kulturagenten/in künstlerische Projekte und initiieren damit gleichzeitig die Entwicklung eines umfassenden und passgenauen Angebots der kulturellen Bildung und langfristige Kooperationen mit Kulturinstitutionen, die in den kommenden dreieinhalb Jahren verstetigt und weiterentwickelt werden sollen.
Bei den eingereichten Berliner Projekten wird deutlich, dass der Gedanke der Partizipation von Kindern und Jugendlichen eine große Rolle spielt: So sind die Schüler/innen nicht nur Hauptakteure, sondern vielfach auch Ideengeber der Kunstprojekte. In einer Berliner Schule beispielsweise werden sich die Schüler/innen mit einem Fotokünstler und einer Architektin auf eine ästhetisch forschende Expedition begeben, um dem räumlichen und gesellschaftlichen Wandel der Schule nachzuspüren. Unterstützt von einem Soundkünstler stellen die Schüler/innen aus Interviews, Originalgeräuschen und aufgenommenen Tonspuren einen eigenen Audioguide zu einer Ausstellung über den Wandel ihrer Schule her.
Ziel des Programms „Kulturagenten für kreative Schulen“ ist es, Räume für die Kunst in den Schulen zu etablieren, die langfristige Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen, Kulturzentren und Künstler/innen zu initiieren und dadurch den Schüler/innen die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur außerhalb der Schule zu ermöglichen. Dafür bauen die Berliner Schulen Kooperationen beispielsweise mit dem Bode-Museum, der Stiftung Stadtmuseum Berlin, dem Haus der Kulturen der Welt und der Berlinischen Galerie auf. Darüber hinaus arbeiten sie mit professionellen Künstler/innen, Theaterpädagog/innen und Einrichtungen vor Ort zusammen.
Der Beirat des Modellprogramms „Kulturagenten für kreative Schulen“ kommt in der Regel zwei Mal im Jahr zusammen, um über Qualitätsfragen, die Umsetzung der Programmziele und über die Kunstgeld-Projekte zu diskutieren sowie Empfehlungen zu geben. Neben den Vertreter/innen der beteiligten Ministerien und Kooperationspartner gehören dem Beirat der Theaterregisseur Nuran David CalisProf. Dr. Peter Fauser, Professor für Schulpädagogik und Schulentwicklung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Kulturstaatssekretär a.D. Hans-Heinrich Grosse-BrockhoffProf. Dr. habil Birgit Mandel, Leiterin des Bereichs Kulturmanagement und Kulturvermittlung im Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, Barbara Mundel, Intendantin des Freiburger Theaters, Ulrike Kegler, Schulleiterin der Staatlichen Montessori-Oberschule in Potsdam, die Künstlerin Diemut Schilling sowie Albert Schmitt, Geschäftsführer der Bremer Kammerphilharmonie an.
„Kulturagenten für kreative Schulen“ ist ein Modellprogramm der gemeinnützigen Forum K&B GmbH, initiiert und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft unterstützt das Modellprogramm in Berlin durch eine erhebliche Kofinanzierung und ist eng eingebunden in die Umsetzung. Für die fachliche und organisatorische Ausgestaltung des Programms in Berlin ist die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung verantwortlich, die das Berliner Landesbüro unterhält.
Nähere Informationen zu dem Modellprogramm und den beteiligten Berliner Schulen finden Sie unter www.kulturagenten-programm.de
Pressekontakt:
Forum K&B GmbH / Geschäftsstelle "Kulturagenten für kreative Schulen"
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Fax 030 / 20 21 563 – 16
E-Mail: kristin.baessler@kulturagenten-programm.de
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinnützige GmbH (DKJS)
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