Pressemitteilung
21.02.2011

Essen, 21.02.2011 – Bei einer Auftaktveranstaltung in der Philharmonie Essen kamen heute erstmals die Verantwortlichen für Bildungsfragen aus den Städten und Kreisen der Metropole Ruhr zusammen, um den „Bildungsbericht Ruhr“ zu diskutieren und zu gestalten. Die Projektpartner Regionalverband Ruhr (RVR), das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund und die Stiftung Mercator haben mit den Vorarbeiten für den „Bildungsbericht Ruhr“ bereits im Dezember 2010 begonnen. Der Bericht wird von einem Konsortium unter Führung des IFS erstellt. Erste Ergebnisse werden im Juni 2011 erwartet. Die Metropole Ruhr ist der erste Ballungsraum Deutschlands, der einen regionalen Bildungsbericht in Auftrag gegeben hat. Untersucht werden alle Stationen der Bildungsbiografie – von der frühkindlichen Bildung über das Schulwesen und die berufliche Bildung bis hin zu den Hochschulen und der Erwachsenenbildung. Dabei wird der Bildungsbericht nicht allein datengestützte Analysen bieten, sondern auch praxis- und handlungsorientierte Empfehlungen bieten.

„Bildung und Wissen sind zentrale Bausteine für die Zukunftsfähigkeit der Metropole Ruhr“, sagte Heinz-Dieter Klink, Direktor des Regionalverbandes Ruhr, in seiner Begrüßung. „Mit dem ‚Bildungsbericht Ruhr‘ wird die Grundlage geschaffen, um die Bildungslandschaft der Region zu stärken. Und wir verbessern mit diesem regionalen Kooperationsprojekt die Zukunftschancen unserer Kinder und Jugendlichen.“

Winfried Kneip, Leiter des Kompetenzzentrums Bildung der Stiftung Mercator, ergänzt: „Der ‚Bildungsbericht Ruhr‘ ist ein zukunftsweisendes Instrument für die Entwicklung der Region und wird wichtige Impulse für neue Bildungsinitiativen setzen – sowohl in den einzelnen Kommunen als auch in ihrer übergreifenden Zusammenarbeit.“

Prof. Dr. Wilfried Bos, Leiter des Instituts für Schulentwicklungsforschung in Dortmund, fügt hinzu: „Mit dem ‚Bildungsbericht Ruhr‘ entsteht die Möglichkeit, wissenschaftlich fundiert im Dialog Handlungsfelder zu definieren und gemeinsam Bildungsprogramme zu gestalten. So kann das Thema ‚Bildung‘ zu einem Fundament für die nächste Phase des Strukturwandels in der Metropole Ruhr werden.“

Die Erarbeitung des Berichtes wird begleitet von zwei ständigen Arbeitskreisen, denen Mitglieder der RVR-Verbandsversammlung, kommunale Bildungsexperten und Experten der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) angehören. Der „Bildungsbericht Ruhr“ wird im Sommer 2011 als Entwurf vorliegen und bis November 2011 abgeschlossen sein.

Alle Stationen der Bildungsbiografie werden analysiert

Wirkungen und Erträge von Bildung bestimmen die wirtschaftliche Dynamik und Innovationsfähigkeit von Regionen. Vielfältige, kreativ orientierte Bildungslandschaften schaffen das notwendige Potenzial an Fachkräften und ermöglichen gesellschaftliche Integration. Hier haben die Kommunen eine zentrale Bedeutung. Von der Kinderbetreuung über Schulträgerschaften bis hin zu zentralen Angeboten der Erwachsenenbildung haben sie vielfältige Zuständigkeiten.

Der Bildungsbericht Ruhr wird im Rahmen einer umfassenden Analyse und in einem öffentlich nachvollziehbaren, kooperativen Prozess integrierte Handlungsempfehlungen formulieren, die netzwerkartig  
•    auf der Ebene jeder Kommune
•    übergreifend von allen Kommunen
•    im Zusammenwirken von Land, Kommunen, Institutionen und Unternehmen

umgesetzt werden können.

Der Bildungsbericht wird erstellt vom Konsortium unter Führung des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund. Dem Konsortium gehören insgesamt 21 Wissenschaftler der Hochschulen in Bochum, Duisburg-Essen und Dortmund sowie ein unabhängiges Forschungsinstitut an. Grundlage der Arbeit ist eine Vorstudie, die im Frühjahr 2010 vorgelegt wurde. Die Mitglieder des Bildungskonsortiums beraten bundesweit Landesregierungen und kommunale Gebietskörperschaften und sind an zahlreichen Bildungsstudien beteiligt. Mehr unter: www.bildungsbericht-ruhr.de

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Jens Hapke
Pressesprecher
Regionalverband Ruhr (RVR)
Telefon: +49 (0)201 2069 495
E-Mail: hapke@rvr-online.de

Anja Adler
Kommunikationsmanagerin
Stiftung Mercator
Telefon: + 49 (0) 201 245 22 702
E-Mail:anja.adler@stiftung-mercator.de

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
+49 201 24522-841
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