Pressemitteilung
12.09.2011

Peking/Berlin/Essen, 12. September 2011 – 14 ausgewählte Nachwuchsführungskräfte aus verschiedenen Kultureinrichtungen Chinas besuchen im Rahmen des Qualifizierungsprogramms „Kulturmanagement in China“ vom 15. September bis 15. Oktober 2011 Deutschland. Die jungen Kulturmanager kommen hauptsächlich aus dem Kunstmuseumsbereich der Hauptstadt Peking und den Ballungszentren Wuhan, Xi’an und Shenzhen/ Guangdong. Sie sind an renommierten Einrichtungen wie dem National Art Museum of China, dem Xi’an Center for Conservation and Restoration of Cultural Heritage und der Jingju (Peking Oper) Theater Company of Beijing tätig. Während des vierwöchigen Programms erwerben die Kulturschaffenden, die durch eine landesweite Ausschreibung in China ausgewählt wurden, in Seminaren und Hospitationen Kenntnisse über Inhalte und Strukturen des deutschen und europäischen Kulturmanagements.

Organisiert und durchgeführt wird das diesjährige Programm vom Goethe-Institut China, dem Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin (IKM) und der Stiftung Mercator in Kooperation mit dem chinesischen Verband der Kunstmuseen und dem National Art Museum of China (NAMOC) sowie mit Unterstützung des chinesischen Kulturministeriums. Der Schwerpunkt des Programms 2011 liegt in den Bereichen bildende Kunst, Kunstmuseen und Kunstmarkt.

Die Kulturmanager erhielten zunächst in einem zweiwöchigen Intensivkurs in Peking mit Prof. Dr. Klaus Siebenhaar, Direktor des Instituts für Kultur- und Medienmanagement an der Freien Universität Berlin, einen umfassenden Einblick in die europäische Theorie der Moderne sowie die Grundlagen eines werteorientierten Kulturmanagements. Danach lernen sie in Deutschland in vier Wochen die kulturelle Praxis von rund 65 deutschen privaten und öffentlichen Kulturbetrieben kennen. Seminare, Workshops, Gesprächsrunden sowie Hospitationen ermöglichen den Teilnehmern Diskussionen und den fachlichen Austausch mit deutschen Kunst- und Kulturmanagern.

„Nur eine fundierte ebenso theoretische wie anwendungsorientierte universitäre Ausbildung ermöglicht ein Wissen und Verstehen, das kulturelle Zusammenarbeit erst möglich macht. „Kulturmanagement in China“ schafft dafür die Voraussetzungen – in China wie in Deutschland“, konstatiert der Leiter des Qualifizierungsprogramms Prof. Dr. Klaus Siebenhaar von der Freien Universität Berlin. In den vergangenen zwei Jahren haben bereits 40 junge chinesische Nachwuchsführungskräfte aus den Bereichen Kultur- und Medienmanagement das KUMA-Programm erfolgreich absolviert.

„Das Programm ist geeignet, langfristige Kontakte zwischen jungen Kulturmanagern aus China und deutschen Kulturinstitutionen zu initiieren. Deren Intensität wird sich hoffentlich in zukünftig gemeinsam zu erarbeitenden Projekten noch verstärken. Das Goethe-Institut vor Ort wird daher regelmäßig die chinesischen Beteiligten zum Gespräch und zum gemeinsamen Brainstorming bitten. Es ist gut, dass dieses Programm eine Basis für eine gemeinsame Sprache über professionelles Arbeiten im Kulturbereich legt“, betont Peter Anders, Institutsleiter des Goethe-Instituts China.

„Der Kulturmanageraustausch vernetzt junge, aufstrebende chinesische Nachwuchsführungskräfte mit deutschen Institutionen und eröffnet ihnen einen nachhaltigen Einblick in ein werteorientiertes Kulturmanagement“, hebt Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator hervor. „So fördert die Stiftung Mercator den Austausch von Menschen und Ideen, die zukünftig die deutsch-chinesische Zusammenarbeit prägen werden.“
„Kulturmanagement in China“ ist Teil der Initiative „Kultur und Entwicklung“ des Goethe-Instituts, das durch spezifische Beratungs- und Bildungsprogramme Institutionen und Akteure aus Kultur, Medien und Gesellschaft vor allem in Ländern der Entwicklungszusammenarbeit fördert.
Auf Wunsch vermitteln wir gerne Interviews mit den Kulturmanagerinnen und -managern.
Links zum Thema:
Kulturmanagement Goethe-Institut China www.stiftung-mercator.de

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
+49 201 24522-841
@