Pressemitteilung
Berlin, 23.08.2013

Junge BerlinerInnen mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund tauschen sich ab morgen in der Jungen Islam Konferenz – Berlin über die Rolle von Islam und Muslimen in Berlin aus. Schwerpunkt der Jungen Islam Konferenz – Berlin 2013 ist das Thema „Berliner Schulen als Orte der Vielfalt“. Die Ergebnisse des Dialogforums werden die Teilnehmenden dem Berliner Senat vorstellen. Die JIK – Berlin wird auch in den kommenden drei Jahren stattfinden. Sie ist ein Projekt der Stiftung Mercator, des Mercator Program Centers und der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit der Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration.

Berlin zeichnet sich durch seine pluralen Lebensentwürfe aus. Als urbaner Raum und politisches Zentrum Deutschlands bietet das Land viel Spielraum zum Mitgestalten und zum Anders- und Neudenken. So richtet Berlin auch als erstes Bundesland die Junge Islam Konferenz auf Länderebene aus. 2011 bis 2013 hat sich die Junge Islam Konferenz bereits auf Bundesebene als Dialogplattform für Jugendliche etabliert. Nun wird das Projekt auf die Länder ausgedehnt. In der JIK – Berlin 2013 kommen junge Menschen zwischen 17 und 23 Jahren aus zehn Bezirken der Stadt zusammen, um das Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen im Hinblick auf die Perspektiven und Herausforderungen für die  Institution Schule zu reflektieren und eigene Ideen und Impulse dazu zu erarbeiten. Ihr Ziel ist es, den Diskurs in Berlin zu diesem Thema aktiv mitzugestalten.

„Ich freue mich sehr, dass Berlin als erstes Bundesland die Junge Islam Konferenz ausrichtet. Durch die JIK-Berlin wird eine Plattform für den Dialog und Austausch von jungen Berlinerinnen und Berlinern mit und ohne Einwanderungsgeschichte und mit unterschiedlichen religiösen Prägungen geschaffen. Mit ihrem ersten Schwerpunkt „Berliner Schulen als Orte der Vielfalt“ greift die JIK gleich ein Schlüsselthema auf, denn Schule ist mit die wegbereitende Instanz für das weitere Zusammenleben, erklärt Dr. Monika Lüke, Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration.

„Die Erweiterung der JIK bietet noch mehr jungen Menschen die Möglichkeit, miteinander in einen offenen Dialog über die Rolle von Islam und Muslimen in Deutschland zu treten und Politik, auch auf Länderebene, aktiv mitzugestalten. Gerade junge Menschen, für die Vielfalt in Deutschland Alltag ist, kommen bisher in der Öffentlichkeit kaum zu Wort. Mit der JIK wollen wir das ändern“, erklärt Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator.

„In Berlin leben Menschen aus über 180 Ländern zusammen, fast 25 Prozent der Einwohner haben einen Migrationshintergrund. Durch Schätzungen wissen wir, dass fast 300.000 Menschen mit muslimischer Religionszugehörigkeit in Berlin leben. Wir sind gespannt, bei der JIK Berlin zu erleben, inwiefern diese Pluralität bereits Eingang in den Alltag junger BerlinerInnen gefunden hat“, erklärt Esra Kücük, Leiterin der Jungen Islam Konferenz.

Die Junge Islam Konferenz – Berlin 2013 startet am 24. und 25 August 2013 mit dem Vorbereitungsseminar, dem ersten von drei Modulen, aus denen die JIK besteht. Das zweite der drei Module bietet in einem presseöffentlichen Part die Möglichkeit, die JIK – Berlin 2013 live zu erleben.

Modul 1: Vorbereitungsseminar am 24. und 25. August 2013
In einem zweitägigen Vorbereitungsseminar vermitteln Experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Praxis den Teilnehmenden Hintergrundwissen zu Islam und Muslimen in Deutschland sowie zum Thema interkulturelle Öffnung von Berliner Institutionen am Beispiel Schule.

Modul 2: Planspiel am 5. September 2013
In einem Planspiel wird ein Ausschnitt der Deutschen Islam Konferenz in einem fiktiven Szenario nachgestellt, das den Teilnehmenden ermöglicht, neue Perspektiven einzunehmen. Dabei verhandeln sie das Thema „Einrichtung staatlich-muslimischer Dialogformate auf Länderebene“. Das Planspiel ist von 10 Uhr bis 13 Uhr presseöffentlich. Interessierte Medienvertreter können sich jetzt schon unter julia.heer@stiftung-mercator.de

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
+49 201 24522-841
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