Pressemitteilung
10.12.2012

61 % der Teilnehmenden waren der Meinung, die EU habe den Preis verdient. Eine ebenso große Mehrheit ist der Ansicht, die EU solle zu einer echten
Föderation heranwachsen. Als besonders europafreundlich zeigten sich in der Umfrage Jugendliche aus Belgien (86%), Italien (77%), Deutschland (65%) und Frankreich (70%). Norweger (38%), Tschechen (43%) und Schweden (35%) sind dagegen skeptischer, was ein föderales Europa angeht.
An der Umfrage, die vom Europäischen Jugendparlament, gefördert von der Stiftung Mercator, zusammen mit weiteren Partnern durchgeführt wurde, nahmen zwischen dem 22. November und 3. Dezember 3.189 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren aus 42 europäischen Ländern teil.
Obwohl die Umfrageteilnehmer eher europafreundlich abstimmten, sparten sie auch nicht mit Kritik: Fast 70 % waren der Ansicht, dass die EU in ihrer derzeitigen Form nicht ausreichend demokratisch legitimiert sei. Eine knappe Mehrheit ist auch dafür, die Europäische Kommission von EU-Parlament wählen zu lassen und dann mit größeren Befugnissen auszustatten. Was die Steuern angeht, sind die jungen Europäer eher zurückhaltend: Nur 48 % meinen, dass die EU selbst Steuern erheben solle, um finanziell unabhängig zu sein.
Das European Youth Parliament (EYP) ist als unabhängige Organisation in der Jugendbildung seit 1987 tätig. Es ist eins der größten europäischen Foren für politische Debatten, internationale Begegnungen, politische Bildungsarbeit und den Austausch von Ideen zwischen Jugendlichen in Europa. Das EYP besteht aus Organisationen in 36 Ländern, in denen tausende junger Menschen unterschiedlichster Herkunft ehrenamtlich aktiv sind. Das EYP führt die European Youth Polls viermal jährlich durch. Sie sind offen für alle jungen Menschen in Europa. Die Mehrheit der Teilnehmenden sind in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen aktiv. Die internationale Dachorganisation des EYP ist die Schwarzkopf-Stiftung.
Alle Ergebnisse und weitere Informationen unter: www.eyp.org/youthpolls

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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