Pressemitteilung
19.09.2012

Derzeit treffen sich 40 herausragende Studierende aus 17 Nationen an norddeutschen Institutionen, um sich in einer von der Stiftung Mercator geförderten internationalen Sommerschule intensiv mit dem Klimawandel in der Meeresumwelt auseinanderzusetzen. Die jungen Nachwuchswissenschaftler studieren in Europa Meeresbiologie, Ozeanographie, Geo-, Klima- oder Umweltwissenschaften und bringen somit unterschiedliches Wissen und Fragen in die Sommerschule ein. Die verschiedenen fachlichen wie kulturellen Hintergründe stimulieren anregende Diskussionen um Ursachen und Auswirkungen von Klimawandel im Meer und helfen den jungen Menschen, ein Netzwerk zu bilden, das sich auch weit über Europa hinaus entwickeln soll. Der Vernetzungsgedanke ist ein ausdrückliches Ziel des European Campus of Excellence in dessen Rahmen die Sommerschule stattfindet. Die Sommerschule soll den Studierenden eine Plattform für kreative disziplinäre und interdisziplinäre Projekte bieten, die für zukünftige Entwicklungen und Forschungskooperationen nützlich sein können.

In der ersten Woche an der Wattenmeerstation Sylt des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung haben sich die Studierenden intensiv mit dem Klimawandel in marinen Ökosystemen und an Küsten auseinander gesetzt. Beispielsweise fanden sie in Experimenten heraus, ob mit Hilfe der Verwitterung des Minerals Olivin der Atmosphäre CO2 entzogen werden kann oder wie Mikroalgen die Meerwasserchemie verändern und wie sich sinkender pH Wert des Meerwasser auf die Entwicklung von Seeigeleiern auswirkt.

Rosie Sheward, Studentin der Ozeanographie an der University of East Anglia, aus Großbritannien beschreibt ihre Eindrücke nach der ersten Woche: „ Die erste Woche der Sommerschule war sehr abwechslungsreich, eine gute Mischung aus Vorlesung, praktischen Übungen, Experimenten und Diskussion. Vor allem aber ermöglicht mir die Sommerschule, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern außerhalb von Großbritannien, in Europa und darüber hinaus und aus den verschiedensten Disziplinen kennenzulernen. Ohne die finanzielle Unterstützung hätte ich mir das nicht leisten können“.

In der zweiten Woche am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen stehen die Themen „Der Ozean im Klimasystem“ und „Ozeanbeobachtung“ auf dem Programm. Renommierte internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gestalten die vom Alfred-Wegener-Institut organisierte Sommerschule mit einem abwechslungsreichen Programm, bestehend aus Vorlesungen, Praktika und Freilandbeobachtung. Bei Wattwanderung und Strandspaziergang können die Auswirkungen von Klimawandel auf die Küstenmeere direkt aufgezeigt werden. Im größten Archiv von Meeressedimenten am MARUM dürfen die Studierenden die Geheimnisse des Klimas der Vergangenheit entschlüsseln.

Homepage des Alfred-Wegener-Instituts

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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