Pressemitteilung
04.12.2009

Essen, 04.12.2009 –  Um wirklich Lernen zu können, bedarf es glaubwürdiger Vorbilder, Lerngemeinschaften und erfolgversprechender Aufgaben. Beim zweiten Abend der Veranstaltungsreihe „Mercator Bildungsdiskurs“ sprach der deutsche Neurobiologe und Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther über grundlegende Voraussetzungen erfolgreicher Lernprozesse. Gestern Abend diskutierte er in der Stiftung Mercator gemeinsam mit dem Journalisten Reinhard Kahl und dem Publikum über das Thema „Lernen mit Begeisterung“.

„Ohne Gefühl“, so Hüther, „geht gar nichts“. Da sich Bedeutungen erst über Emotionen entwickeln und festigen, hänge der Erfolg von Lernprozessen und Persönlich-keitsentwicklung von einer inspirierenden Atmosphäre ab. Gerald Hüther plädierte daher dafür, Geist, Haltung und Atmosphäre in der Bildung zu erneuern.

Hüther zählt zu den bekanntesten und meist zitierten Hirnforschern im deutschsprachigen Raum. Er ist Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen und des Instituts für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg. In Sachbüchern, Artikeln und Vorträgen engagiert er sich dafür, die Erkenntnisse aus dem Bereich der Hirnforschung mit Ansätzen der Geistes- und Naturwissenschaften zu verbinden.

Mit der Veranstaltungsreihe „Mercator Bildungsdiskurs“ möchte die Stiftung Mercator hochkarätige Gäste sowie intellektuell und kulturell interessierte Menschen aus Essen und dem Ruhrgebiet zusammenbringen, um das Thema „Bildung“ aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Disziplinen und Perspektiven gemeinsam zu beleuchten. Der Journalist und Autor, Produzent und Regisseur Reinhard Kahl führt als Gesprächsleiter durch die verschiedenen Themenabende.

Über die Stiftung Mercator

Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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