Pressemitteilung
13.10.2008

Wissen anwenden, Kontakte knüpfen, andere Länder kennen lernen… Es gibt gute Gründe für einen Auslandsaufenthalt. Menschen zu helfen, war für drei angehende Ingenieure der Universität Duisburg-Essen (UDE) eine weitere Motivation, im August die Koffer zu packen und gemeinsam mit Kommilitonen des Massachusetts Institute of Technology (MIT), USA, ehrenamtlich zu arbeiten. Während sich die Maschinenbau-Studierenden Lars Meyer und Dennis Krebs in einem Rollstuhlprojekt in Vietnam engagierten, half Stephan Schweig, Student des Maschinen- und Anlagenbaus, in einem Umweltprojekt für ein amerikanisches Indianerreservat.

„Auch wenn wir uns manchmal mit Händen und Füßen verständlich machen mussten, hat es riesig Spaß gemacht, in dieser ungewöhnlichen Umgebung eigenverantwortlich ein Projekt zu gestalten, zumal, wenn es Menschen hilft, ihren Alltag zu meistern“, blicken Dennis Krebs und Lars Meyer auf ihren ungewöhnlichen Sommer in Hoh-Chi-Minh-Stadt zurück. „Wir haben Vorrichtungen entwickelt und konstruiert, mit denen sich Rollstühle ohne viel Aufwand in handbetriebene Dreiräder umbauen lassen. Bei den schlechten Straßenverhältnissen wären Rollstuhlfahrer dann wesentlich mobiler. Der Prototyp wird hoffentlich bald in Serie gehen.“

Auch Stephan Schweig konnte seine Fachwissen anwenden. Im Pine Ridge Indianerreservat bei den Oglala-Sioux-Indianern im US-Bundesstaates South Dakota hat er mit zwei amerikanischen Kommilitoninnen ein Labor zur Grundwasseranalyse eingerichtet und eine Wirtschaftlichkeitsanalyse für die Nutzung von Windenergie im Reservat durchgeführt. „Wenn sich in Zukunft dort die Lebensbedingungen verbessern würden, wäre das ein toller Erfolg“, hofft Schweig, der auch sagt: „Die Zusammenarbeit im Team war einfach super!“

Die Auslandsprojekte ermöglicht hat UNIAKTIV. Die Initiative an der UDE, die von der Stiftung Mercator gefördert wird, vermittelt Studierende in ehrenamtliche Tätigkeiten und bietet gemeinnützige Praxisseminare für die Hochschullehre an. Erstmals hatte UNIAKTIV nun Aktivitäten im Ausland arrangieren und dank finanzieller Unterstützung durch die Fakultät für Ingenieurwissenschaften und die Stiftung Mercator die drei Projektplätze anbieten können. Die Internationalisierung seines Programms will UNIAKTIV fortführen. „Unser Ziel ist, Fachpraxis, Einblick in fremde Kulturen und globalgesellschaftliche Verantwortung miteinander zu verknüpfen“, so Mitarbeiter Karsten Altenschmidt. Er hatte mit seinem Kollegen Jörg Miller die Kooperation mit der amerikanischen Elite-Uni MIT angebahnt. Fortsetzung folgt: Auch im nächsten Jahr wollen beide Hochschulen gemeinsam Studierende in Hilfsprojekte vermitteln.

Kontakt:
Karsten Altenschmidt
UNIAKTIV
Tel.: 49 201 183 22 20
E-Mail: http://www.uni-due.de/de/presse/pi_fotos.php stellen wir Ihnen 3 Fotos zur Verfügung.

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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