Pressemitteilung
Duisburg/Essen, 11.06.2013

Der Deutsche Diversity-Preis wurde von der WirtschaftsWoche und der McKinsey&Company ausgelobt und nun in Berlin verliehen. Schirmherrin ist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder. Eine prominent besetzte Jury zeichnete Arbeitgeber, Einzelpersonen und innovative Projekte aus, die sich um Diversität verdient gemacht haben und damit eine Arbeitskultur der Vielfalt in Deutschland fördern.

ProSALAMANDER ist deshalb für den Preis ausgewählt worden, weil es der großen Gruppe der zugewanderten Akademiker/innen eine geregelte Nachqualifizierung eröffnet. Der Bedarf ist immens, denn Personen, die im Ausland einen Hochschulabschluss erworben haben, müssen in Deutschland häufig mit einer Beschäftigung vorlieb nehmen, die weit unter ihrem Qualifikationsniveau liegt. ProSALAMANDER bietet eine individuelle Nachqualifizierung in den Bereichen Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik, Informations- und Medienwissenschaften, Medieninformatik sowie Sprach- und Kulturwissenschaften.

Zunächst wird individuell geprüft, welche Vorleistungen anerkannt werden können. Die fachliche, sprachliche und methodische Qualifizierung deckt den identifizierten Nachholbedarf passgenau ab. Intensive Beratung und Betreuung sind weitere Programmelemente. Insgesamt 64 Teilnehmer können mithilfe von Stipendien, die die Stiftung Mercator zur Verfügung stellt, in 12 bis 18 Monaten einen regulären deutschen Hochschulabschluss erwerben.

Bundesweit Vorreiter

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Denn ProSALAMANDER ist ein Modellprojekt für eine bessere Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund an zentralen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens: Der Abschluss an einer deutschen Hochschule und damit die Möglichkeit, einer der Qualifikation entsprechenden Arbeit nachzugehen, ist chancengleiche Teilhabe am Arbeitsmarkt, für die wir als Stiftung eintreten“, so Professor Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator.

„Mit ProSALAMANDER können wir ein bundesweit ausstrahlendes Projekt für eine wichtige, bisher aber vernachlässigte Gruppe entwickeln und damit einen weiteren Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und zur Öffnung der Hochschule für neue Zielgruppen leisten“, freut sich Professor Dr. Ute Klammer, Prorektorin für Diversity Management an der Universität Duisburg-Essen. UDE-Projektleiterin Dr. Katharina Jacob: „Angebote wie ProSALAMANDER sind ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung einer Willkommenskultur von Hochqualifizierten. Es geht nicht nur darum, ausländische Studienleistungen anzurechnen, sondern auch um die gesellschaftliche Anerkennung vorhandener Fähigkeiten und Kenntnisse."

Prof. Dr. Rupert Hochholzer, Projektleiter in Regensburg, ergänzt: „Nicht nur im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist das Projekt von großer Bedeutung. Es bietet den zugewanderten Akademikern außerdem die Chance, ihr Potenzial auszubauen und in die Gesellschaft einzubringen.“

Das Gemeinschaftsprojekt geht aber auch neue Wege innerhalb des deutschen Hochschulsystems: Bei zugewanderten Akademikern wird bisher meist nur der Einzelfall geprüft. Künftig sollen Anerkennungspfade als Standardprozesse definiert werden, die beispielhaft für das deutsche Hochschulsystem sein sollen.

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Jochen Heimberg
Pressesprecher
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