Pressemitteilung
16.12.2011

Berlin/Essen, 16. Dezember 2011. Eine klare Mehrheit der europäischen und deutschen Bevölkerung befürwortet den Euro auch in Zeiten der Krise. Dies ist das zentrale Ergebnis eines von der Stiftung Mercator geförderten Forschungsprojekts am Brüsseler Centre for European Policy Studies (CEPS). 

Ein internationales Forscherteam des CEPS unter Leitung von Dr. Daniel Gros und Dr. Felix Roth zeigt auf Grundlage der Daten des Eurobarometers am Fallbeispiel Deutschland, dass die deutsche Bevölkerung dem Euro zwar ursprünglich skeptisch gegenüber stand, seit der Einführung des Eurobargelds Anfang 2002 sich aber eine klare Mehrheit der Deutschen für den Euro ausspricht. Dieses Ergebnis gilt auch in Zeiten der Finanz- und Staatsschuldenkrise, für die eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zu dem Schluss kommt, dass eine überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung dem Euro nicht mehr vertraue. Ungeachtet des Unterschieds der Parameter „Unterstützung“ (Eurobarometer) und „Vertrauen“ (Allensbach), zeigen die Studienergebnisse des CEPS einen grundsätzlichen Rückhalt für die gemeinsame Währung in der deutschen Bevölkerung.

„Die Studienergebnisse sind essentiell für eine sachliche Fundierung der Debatte, denn sie zeigen, dass es nicht nur dramatische Abwärtstrends im krisengeschüttelten Europa gibt. Hier kann die Politik ansetzen, um mit mutigen Schritten aus der Krise zu führen“, so Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. 

Dementsprechend können die Forschungsergebnisse des CEPS auch eine langfristig angelegte Politik zur Erhaltung der gemeinsamen Währung unterstützen. Die Studie zeigt anhand einer detaillierten Analyse am Fallbeispiel Deutschland, dass

  • sich seit der Einführung des Eurobargelds im Jahr 2002 eine überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung für den Euro ausspricht;

  • die Geschehnisse um die Finanz- und Staatsschuldenkrise seit 2008 zu keinen starken Verlusten in der Befürwortung des Euro geführt haben;

  • im Mai 2011 sich immer noch die überwiegende Mehrheit von 63% der deutschen Bevölkerung für den Euro ausspricht und nur 32% ihn ablehnen;

  • diese Ergebnisse wesentlich optimistischer sind als die des Instituts für Demoskopie Allensbach, welches das Bevölkerungsmisstrauen in den Euro im Januar 2011 mit 68%, im Juni 2011 mit 71% und im August 2011 mit 76% gemessen hat.

Die Studie können Sie herunterladen unter: 
http://www.ceps.eu/book/enduring-popularity-euro-throughout-crisiswww.stiftung-mercator.de

Kontakt:
Dr. Felix Roth
Research Fellow & Editor of Intereconomics
Centre for European Policy Studies (CEPS)
Tel.: 0032-2-229-3943
felix.roth@ceps.eu

Nora Neuwinger        
Kommunikationsmanagerin        
Stiftung Mercator                
Tel.: 0201-24522-840                
nora.neuwinger@stiftung-mercator.de  

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
+49 201 24522-841
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