Pressemitteilung
29.09.2009

Noch grast es in einer kleinen oder großen Stadt, ist eine Frau oder ein Mann, kommt aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Am 24. April 2010 fällt die Entscheidung, welcher Wortkabarettist im Duisburger Theater am Marientor zum Sieger des Niederrheinischen Kabarettpreises "Das Schwarze Schaf" gekürt wird. Ab sofort können sich talentierte Künstler aus dem deutschsprachigen Raum bewerben und für die Vorrunden des Wettbewerbes qualifizieren; die Ausschreibung endet am 31. Dezember 2009.

Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb 1999 vom "Meister des Wortkabaretts" Hanns Dieter Hüsch und Martina Linn, künstlerische Leiterin der Duisburger Kleinkunstbühne "Die Säule". 2010 wird der Preis, der seit 2001 von der Stiftung Mercator mit insgesamt 730.000 Euro gefördert wird,  bereits zum 6. Mal verliehen. Wer es bis ins Finale schafft, muss sich kritischem Blick und scharfem Verstand unterwerfen: Harald Schmidt bewertet erstmals als Hauptjuror, wer die Auszeichnung als schwarzes Schaf verdient hat. Ich unterstütze "Das Schwarze Schaf", weil Hanns-Dieter Hüsch zu meinen ersten großen beruflichen Idolen zählte, so der Schauspieler, Entertainer und Kabarettist zu seinem Engagement in der Jury.

Mit der Förderung des Wettbewerbs möchten wir unsere Verbundenheit zu Duisburg, den Wurzeln unserer Stiftung, und zugleich der Lebensphilosophie von Hanns Dieter Hüsch zum Ausdruck bringen. Wir freuen uns auf viele anspruchsvolle Beiträge, die Politik und Gesellschaft kritisch, zugespitzt und dabei unterhaltsam unter die Lupe nehmen, so Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator.

Der Wettbewerb
Hanns Dieter Hüsch zog als selbst ernanntes "schwarzes Schaf vom Niederrhein" mit intelligentem und nachdenklichem Humor durch Deutschland und prägte Generationen von Künstlern von Dieter Nuhr bis Olli Dietrich. Sein Erbe wird vom Förderverein Niederrheinischer Kabarettpreis "Das Schwarze Schaf" e.V. durch den Wettbewerb gepflegt. Die Ausschreibung  richtet sich an alle Kabarettisten aus dem deutschsprachigen Raum, die nicht länger als fünf Jahre professionell arbeiten, so der künstlerische Leiter des Kabarettpreises Helmut Linn. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht, wichtig ist nur, dass es sich um politisches und gesellschaftskritisches Wortkabarett handelt.

Im Mittelpunkt der Vorauswahl stehen die niederrheinischen Städte Emmerich, Wesel, Moers und Krefeld. Hier dürfen sich im März 2010 die 16 vorher ausgewählten Wettbewerber um Kopf und Kragen reden, um Jury und Publikum von ihrer Wortgewalt zu überzeugen. Pro Abend treten vier Künstler auf und stellen einen 20-minütigen Ausschnitt aus ihrem aktuellen Programm vor. Die besten sechs treten dann im Finale am 24. April 2010 im Duisburger Theater am Marientor gegeneinander an.

Der Preis und die Jury
Der Gewinner erhält 6.000 Euro, und wird sein komplettes Programm einen Tag nach der Siegerehrung (am Sonntag, 25. April 2010) im Duisburger Theater "Die Säule" vortragen. Die Plätze zwei und drei sind mit 4.000 und 2.000 Euro dotiert.

In der Jury sitzen neben Harald Schmidt der Lindenstraßen-Schauspieler und Kabarettist Bill Mockridge, Dr. Hajo Steinert (Leiter der Kulturabteilung beim Deutschlandfunk), Dr. Wilhelm Krull (Generalsekretär der Volkswagenstiftung), der Kabarettist und Preisträger des Schwarzen Schafes 2008 Lothar Bölck, Prof. Dr. Waltraud Wara Wende (Universität Groningen) sowie Martina Linn, die künstlerische Leiterin des Duisburger Kleinkunsttheaters "Die Säule".

Die Stiftung Mercator
Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Der Kabarettwettbewerb "Das Schwarze Schaf" im Internet:

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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