Pressemitteilung
06.07.2012

Jena (06.07.12) Es gibt nur wenige Orte in Jena, an denen Vergangenheit und Zukunft so deutlich aufeinandertreffen wie in der neuen „Rose“. Als eines der ältesten noch existierenden Gebäude Jenas wird das von der Universität auf-wändig sanierte Haus „Zur Rosen“ nun zur zentralen Service- und Anlaufstelle für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Dieses bundesweit einmalige Projekt wird von der Stiftung Mercator für fünf Jahre mit 1,2 Millionen Euro gefördert.
Die Friedrich-Schiller-Universität feiert am 11. Juli von 15 bis 17 Uhr die Eröffnung des Hauses und lädt alle Interessierten dazu ein. Im Anschluss an die feierliche Schlüsselübergabe werden um 16.00 und 16.30 Uhr Führungen zur Geschichte des Gebäudes angeboten. Im Innenhof wird es ein Rahmenprogramm mit Musik, Kinderecke, Essen und Getränken geben. Gleichzeitig stellen sich im Haus die Graduierten-Akademie der Universität, der Doktorandenrat sowie das Prorektorat für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung vor.
„Der wissenschaftliche Nachwuchs ist die Zukunft der Universität“, stellt Uni-Rektor Prof. Dr. Klaus Dicke klar. Und dieses Potenzial ist in Jena reich gesät: Fast 2.400 Doktoranden (ohne Medizin) sowie über 700 Postdocs, also promovierte Nachwuchswissenschaftler, gehören zur Friedrich-Schiller-Universität. Für sie wird das Haus „Zur Rosen“ nun zur zentralen Service- und Anlaufstelle. Das Haus selbst beherbergt einen Tagungsraum für bis zu 80 Personen, Arbeits- und Begegnungsräume sowie eine historische Bohlenstube. „Unter einem Dach findet der wissenschaftliche Nachwuchs nun Beratung und Unterstützung von der Registrierung und Immatrikulation über die Verwaltung von Stipendien bis zur Organisation des fachübergreifenden Studien¬pro-gramms“, sagt Prorektorin Prof. Dr. Erika Kothe. „Außerdem wird die Optimie-rung der Forschungs- und Qualifizierungsbedingungen von Postdocs als neue Aufgabe der Graduierten-Akademie in die Arbeit des Hauses aufgenommen.“ Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator: „Die Stiftung Mercator möchte mit ihrer Förderung Studium und Lehre in der Promotionsphase verbessern, einen Diskurs zu Struktur und Gestaltung der Postdoc-Phase anregen und so die Verantwortung von Hochschulen gegenüber ihren Nachwuchswissenschaftlern thematisieren und weiterentwickeln.
Für dieses Projekt stellt die Universität Jena ihr zweitältestes Haus zur Verfügung. Die bereits 1561 durch die Universität angekaufte Schenkstatt „Zur Rosen“ bestand ursprünglich aus zwei Fachwerkbauten, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts zusammengeführt wurden und den bis heute genutzten Durchgang erhielten. Das unter denkmalpflegerischen Aspekten sanierte Gebäude wird nach einer vierjährigen Umbauzeit wieder von der Universität bezogen. Das Haus wird heute durch eine offene Laube im Hof sowie einen darunterliegenden Gewölbekeller ergänzt. In der warmen Jahreszeit werden diese vom Studentenwerk bewirtschaftet und können außerdem für Veranstaltungen genutzt werden.
Gemeinsam mit dem Rosenkeller und der Cafeteria des Studentenwerks kann das Haus „Zur Rosen“ zum Treffpunkt verschiedener Generationen werden und Inspiration für Neues schaffen. Die Prorektorin für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung ist sich sicher: „Heute ist das Haus als Zentrum des wissenschaftlichen Nachwuchses ebenso traditionsreich wie zukunftsweisend.“
Kontakt:
Prof. Dr. Erika Kothe und Dr. Hanna Kauhaus
Graduierten-Akademie der Universität Jena
Tel.: 03641-9-30396
E-Mail: http://www.jga.uni-jena.de
Marisa Klasen
Stiftung Mercator
Tel.: 0201-24522-53
E-Mail: www.stiftung-mercator.de 

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
+49 201 24522-841
@