Pressemitteilung
30.06.2010

Essen, 30.06.2010. Aus dem Projekt „Schulen im Team – Unterricht gemeinsam entwickeln“ werden heute 40 Schulen aus Duisburg und Essen für drei Jahre intensive Netzwerkarbeit in der Philharmonie Essen geehrt. Erste Auswertungen der wissenschaftlichen Begleitforschung durch das Institut für Schulentwicklungsforschung belegen den Erfolg des Projekts: Bereits jetzt zeigen sich bessere Lernleistungen der Schüler. Mit Fokus auf den Transfer der Ergebnisse hat sich die Stiftung Mercator entschieden, das Projekt um ein Jahr zu verlängern. In dieser Zeit sollen die guten Erfahrungen vielen weiteren Schulen zugänglich gemacht werden.

„Viele Reformvorhaben im Bereich schulischer Bildung scheitern, weil es an Kommunikation und Austausch unter den Schulen mangelt. Das Arbeiten in Netzwerken nimmt daher eine Schüsselrolle in den Projekten der Stiftung Mercator ein. ‚Schulen im Team‘ zeigt, dass genau diese Zusammenarbeit zu besseren Leistungen der Schüler führt“, so Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. Das Projekt der Stiftung Mercator und des Instituts für Schulentwicklungsforschung in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen startete 2007 mit dem Ziel, 40 Schulen in zehn lokalen Netzwerken zur Unterrichtsentwicklung zusammen zu bringen, um gemeinsam an verschiedenen Themen zu arbeiten sowie von- und miteinander zu lernen.

„‚Schulen im Team‘ ist erfolgreich. Der Nachweis hierfür sind die positiven Ergebnisse, die wir bei der Entwicklung der Schülerleistung feststellen konnten. Das ist bundesweit erstmalig gelungen“, so Professor Dr. Wilfried Bos, der gemeinsam mit seinem Team die wissenschaftliche Begleitforschung zum Projekt „Schulen im Team“ durchgeführt hat. Die Ergebnisse aus dem Projekt werden in einem Abschlussbericht, der im Herbst 2010 erscheint, ausführlicher behandelt.

„Unsere landesweiten regionalen Bildungsnetzwerke können an konkreten Beispielen von ‚Schulen im Team‘ lernen. Das Projekt zeigt deutlich, wie schulische, themenspezifisch aufgebaute Netzwerke erfolgreich gestaltet werden und sich auch gegenüber außerschulischen Partnern öffnen können“, so Günter Winands, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Schulen wollen die Kooperation in den Netzwerken auch nach dem Ende der Transferphase fortführen. Dabei setzen die beteiligten Lehrer vor allem darauf, ihre Erfahrungen auch anderen Kollegen zu vermitteln. „Für die Zukunft sind Themen wie gemeinsamer Unterricht, gemeinsame AGs  und Projekte, Lehrerfortbildungen und -austausche oder weitere Hospitationen im Gespräch“, berichtet Sabine Limbeck, Netzwerkkoordinatorin und Lehrerin an der Gemeinschaftsgrundschule Vennbruchstraße – einer der Netzwerkschulen im Projekt.

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
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