Pressemitteilung
17.06.2008
Über 2.600 Mädchen und Jungen haben sich für Deutschlands größten Schülerwettbewerb freestyle-physics an der Universität Duisburg-Essen angemeldet. Schon seit Monaten tüfteln die Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 eifrig an den anspruchsvollen Aufgaben mit physikalischem Hintergrund. Die besten Beiträge werden vom 17. bis 19. Juni am Campus Duisburg prämiert. Schirmherr des von der Stiftung Mercator geförderten Wettbewerbs ist der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland.

Zur Eröffnung betonte Oberbürgermeister Adolf Sauerland: "Ich freue mich, dass ich freestyle-physics nun schon im vierten Jahr begleiten kann. Man kann nicht früh genug anfangen, wenn man dem Fachkräftemangel etwas Konstruktives entgegen setzen will. Wenn Schüler so die Uni kennenlernen, gibt es später keine Hemmschwellen bei der Studienwahl."

Uni-Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke: "Dass das Konzept von freestyle-physics genau das Richtige ist, hat sich in den vergangenen sechs Jahren sehr deutlich herausgestellt. Mehr als 8.000 Schüler aus der gesamten Bundesrepublik waren bereits an der Universität Duisburg-Essen, um ihre eigenen Erfindungen bewerten zu lassen. Das prägt und eröffnet einen ganz eigenen Zugang zu den Naturwissenschaften. Ich danke dem Fachbereich Physik, dass er sich so engagiert um die Nachwuchswerbung kümmert."

Freestyle-physics-Erfinder Prof. Dr. Axel Lorke: "Wir freuen uns natürlich über den anhaltend großen Erfolg von freestyle-physics. Ein Grund dafür ist, dass es bisher, anders als im Sport oder in der Musik, kaum kreative Wettbewerbe für Nachwuchsphysiker gibt. Mit freestyle-physics haben wir an der Universität Duisburg-Essen die olympische Idee für die Physik geboren. Das war nur möglich, weil mehr als 80 Fachbereichsangehörige bei der Ausrichtung helfen und die Stiftung Mercator uns finanzielle Sicherheit für die nächsten fünf Jahre gibt."

Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator: "Wir möchten dazu beitragen, dass immer mehr junge Menschen Wissenschaft an der Universität erfahren können und sich für naturwissenschaftliche Fächer begeistern. Freestyle-physics ist ein kreatives Beispiel für akademische Nachwuchsgewinnung und kann als Vorbild für weitere Initiativen dienen."

Ob "Papierkran", "Kettenreaktion" oder "Wasserrakete" – zwischen insgesamt sieben spannenden und kniffeligen Aufgaben konnten die Schüler auswählen. Ob es für einen der vorderen Plätze reicht, entscheiden jeweils mehrere Professoren des UDE-Fachbereichs Physik, die sich die individuellen Lösungsvorschläge an dem jeweiligen Finaltag vorführen und erklären lassen. Jeden Tag um 17 Uhr findet die Prämierung der einzelnen Wettbewerbsbeiträge statt. Die besten Lösungen erhalten attraktive Preise, die einen Bezug zur Physik und Technik haben.

Aufgaben, aus denen die Schüler wählen konnten:

-Gegenwindfahrzeug: Ziel ist es, ein Fahrzeug zu konstruieren und zu bauen, das auf einer horizontalen Fläche fahren und sich selbsttätig und möglichst schnell gegen den Wind" bewegen kann (Finale am 17.06.).
-Papierkran: Nur mit Hilfe von Papier, Bindfaden und Klebstoff soll ein Lastenkran mit minimalem Eigengewicht gebaut werden, der einen zylinderförmigen Körper der Masse m = 400 g trägt. (Finale am 17.06.)
-Wasserläufer: Die Schüler sollen einen möglichst schweren Wasserläufer bauen, der auf der Wasseroberfläche steht oder sogar läuft (Finale am 18.06.)
-Kettenreaktion: Ziel ist es, eine Kettenreaktion auszulösen und zu bauen, die aus phantasievollen Kombinationen möglichst vieler sich nacheinander auslösender physikalischer Effekte besteht (Finale am 18.06.)
-Jumping Jack: Bei dieser Aufgabe soll ein Frosch gebaut werden, der aus einem Startbereich von 30 cm Durchmesser in einen Zielbereich von ebenfalls 30 cm Durchmesser springt (Finale 18.06.)
-Wasserrakete: Eine der legendären Aufgaben, bei der eine Wasserrakete entworfen werden sollte, die eine möglichst große Steighöhe erreicht. 100 Meter wurden bisher regelmäßig überboten (Finale am 19.06.)
Aschenputtelmaschine: Die Schüler sollten eine Maschine entwerfen und bauen, die verschiedene Objekte trennen und sortieren kann (Finale am 19.06.)

Kontakt
Dr. Andreas Reichert
Tel. 0203/379-2032/-2602
E-Mail: Zur Projektbeschreibung freestyle-physics

Pressekontakt

Jochen Heimberg
Pressesprecher
+49 201 24522-841
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