Kulturelle Bildung braucht tragfähige Strukturen und mehr Forschung

Vorsitzender des Rats für Kulturelle Bildung, Prof. Dr. Eckart Liebau, zieht Zwischenbilanz und verlagert den Arbeitsschwerpunkt von Pädagogik auf Kulturelle Bildung

Pressemitteilung

Erlangen/Essen, 15.07.2014

„Kulturelle Bildung hat an Bedeutung gewonnen. Neben der Förderung von schönen Ansätzen und Projekten in den letzten zehn Jahren ist die Grundversorgung in Kitas und Schulen aber längst nicht auf dem wünschenswerten Stand. Es müssen dauerhaft tragfähige Strukturen entwickelt und mehr in die Forschung investiert werden“, so Prof. Dr. Eckart Liebau auf einer zweitägigen Tagung des Interdisziplinären Zentrums Ästhetische Bildung (IZÄB) der Universität Erlangen-Nürnberg zu „Stand und Perspektiven Kultureller Bildung“.
Der Vorsitzende des Rats für Kulturelle Bildung will sich nach dem Abschied vom Erlanger Lehrstuhl für Pädagogik und seiner Sprechertätigkeit für das IZÄB noch stärker für die Umsetzung dieser Ziele einsetzen.

Auf dem Tagungsgelände des ehemaligen AEG-Standortes in Nürnberg stellte Prof. Dr. Eckart Liebau die von ihm initiierte „Akademie für Schultheater und Theaterpädagogik“ vor. Er bilanzierte im Programm mit Fachvorträgen von Experten aus Wissenschaft, Politik und Kultur seine aktuellen Ergebnisse aus einem Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur ersten Bestandsaufnahme zur Forschung zur Kulturellen Bildung im deutschsprachigen Raum. Die Studie wird demnächst veröffentlicht und zeigt, dass es in Deutschland zwar qualitativ hochwertige Forschung gibt, dass aber auch große Forschungslücken in der Grundlagenforschung und in der praxisorientierten Begleitforschung zu konstatieren sind. Desweiteren erschwert die unzureichende Vernetzung zwischen Forschern den notwendigen Austausch. Es gibt großen Bedarf am Aufbau und der Entwicklung interdisziplinärer Kommunikationsstrukturen zwischen beteiligten Fachdisziplinen, sowohl im nationalen wie im internationalen Bereich.

Derzeit arbeitet Prof. Dr. Eckart Liebau mit den Expertinnen und Experten des Rats für Kulturelle Bildung an einer Denkschrift zum Thema „Kulturelle Bildung: Zugänge und Teilhabe“, die im September 2014 erscheinen wird.

Über den Rat für Kulturelle Bildung
Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das die Lage und Qualität Kultureller Bildung in Deutschland analysiert und auf der Basis von Gutachten und Studien Empfehlungen an Politik, Wissenschaft und Praxis ausspricht. Ihm gehören 14 Mitglieder an, die in verschiedenen Bereichen der Kulturellen Bildung verankert sind: Tanz- und Theaterpädagogik, MusikundLiteraturvermittlung, Bildungsforschung, Erziehungs-wissenschaften, Pädagogik, Kulturwissenschaften, Neurowissenschaften, Medien, Kulturpolitik, Kulturelle Bildung, bildende Kunst und Theater.

Der Rat für Kulturelle Bildung ist eine Initiative von Stiftung Mercator, ALTANA Kulturstiftung, Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, PwC-Stiftung, Siemens Stiftung und der VodafoneStiftung Deutschland.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rat-kulturelle-bildung.de.

Kontakt:
Katrin Benner, Telefon: 0201-89 94 35-12 bzw. 0201-89 94 25-11, benner@remove-this.rat-kulturelle-bildung.de oder info@remove-this.rat-kulturelle-bildung.de

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 Julia Heer
Julia Heer
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