Internationale Studie zu Erfolgsstrategien von Stiftungen im Bildungsbereich erschienen

Das heute erscheinende Buch „Philanthropy and Education. Strategies for Impact“ präsentiert die Ergebnisse einer international vergleichenden Studie zu Erfolgsfaktoren von Stiftungshandeln im Bildungsbereich.

Pressemitteilung

Heidelberg/Essen, 04.03.2014

Das heute erscheinende Buch „Philanthropy and Education. Strategies for Impact“ präsentiert die Ergebnisse einer international vergleichenden Studie zu Erfolgsfaktoren von Stiftungshandeln im Bildungsbereich. Die Untersuchung zeigt, dass Stiftungen auf dem Gebiet schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit bislang nur selten nachweisbare soziale Wirkung erzielen. Die Studie entwickelt ein innovatives Modell effektiver Bildungsphilanthropie und schlägt Strategien vor, mit denen den überaus komplexen Herausforderungen dieses Feldes begegnet werden kann. Die Publikation, die im Wissenschaftsverlag Palgrave Macmillan erschienen ist, beruht auf einer internationalen Recherche nach erfolgreichen philanthropischen Vorhaben sowie der Analyse von sechs Fallstudien aus Deutschland, den USA sowie der Schweiz.

Die Studie ist Ergebnis des Forschungsprojekts „Strategies for Impact in Education“, die von der Stiftung Mercator gefördert und vom Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI) der Universität Heidelberg durchgeführt wurde. Herausgeber sind Ekkehard Thümler, Nicole Bögelein, Annelie Beller und Prof. Dr. Helmut K. Anheier, wissenschaftlicher Direktor des CSI und Principal Investigator des Projekts.

Wesentliches Ergebnis ist der Befund, dass Stiftungen dann Wirkung erzielen, wenn sie schwerwiegende, allerdings konkrete und klar umrissene Bildungsprobleme erfolgreich bearbeiten. Dazu sollten sie zunächst auf strategisch-experimentelle Weise erfolgreiche Innovationen in begrenztem Umfang entwickeln. Sie sollten dabei ein evidenzbasiertes Vorgehen wählen, das variabel sein und gleichzeitig eine klare Zielorientierung haben muss. Die so entstandenen Programme müssen dauerhaft betrieben und fortentwickelt werden, um auf diese Weise funktionierende und stabile soziale Modelle zu etablieren.

Winfried Kneip, Mitglied der Geschäftsleitung der Stiftung Mercator, betont die Bedeutung der Ergebnisse für den Stiftungssektor: „Die Ergebnisse der Studie bringen einen praktischen Nutzen für das Stiftungswesen. Die Erkenntnis darüber, welche Strategien und Projektmodelle im Bildungsbereich Wirksamkeit entfalten, eröffnen Stiftungen neue Möglichkeiten, ihr Wirken zu reflektieren und begründbar zu gestalten.“

Dr. Volker Then, Geschäftsführender Direktor des CSI, ergänzt: „Die vorliegende Studie bündelt den Stand unserer langjährigen Forschung zu erfolgreichen Stiftungsstrategien und konkretisiert sie am Beispiel eines Handlungsfelds, das für Stiftungen und die Gesellschaft von zentraler Wichtigkeit ist. Die Ergebnisse sind deshalb nicht nur wissenschaftlich relevant, sie werden auch hohen praktischen Nutzen haben. Nicht zuletzt gelingt es uns damit, ein Gegengewicht zur bislang fast ausschließlich US-amerikanischen Forschung auf diesem Gebiet zu setzen.“

Details zur Studie “Philanthropy and Education. Strategies for Impact“ finden Sie hier:
http://www.palgrave.com/products/title.aspx?pid=666281

Über die Stiftung Mercator
Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch interkulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen. Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Über das CSI
Das Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen wurde im Jahr 2006 als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Heidelberg mit dem Ziel gegründet, Forschung zu zivilgesellschaftlichen Gegenständen zu betreiben, die Leistungsfähigkeit von Non-Profit-Organisationen und Stiftungen zu erhöhen und den Gemeinwohl- und Stiftungsgedanken zu fördern. Es tritt als interdisziplinäres Forschungs-, Bildungs-, Beratungs- und Informationszentrum an und versteht sich als wissenschaftlicher Dienstleister für den Dritten Sektor.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:
Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI), Ekkehard Thümler, Projektleiter, Tel: 06221 54119-50, ekkehard.thuemler@csi.uni-heidelberg.de

Pressekontakt

 Julia Heer
Julia Heer
Kommunikationsmanagerin Online
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