Unser Ziel:

Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen die gleichen Teilhabechancen haben, in der es einen starken Zusammenhalt gibt und in der unsere demokratischen Strukturen vital und resilient sind

Handlungsfelder:

UNSER BEITRAG:

Wir fördern die Teilhabe von sozioökonomisch benachteiligten Menschen in schwierigen Lebenslagen und fokussieren uns hierbei auf eine gelingende Teilhabe im Sozialraum und am Arbeitsmarkt.  Wir setzen uns für einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt ein, indem wir Begegnungen über Differenzen hinweg ermöglichen und die politische Beteiligung von unterrepräsentierten Menschen stärken. Wir festigen demokratische Strukturen, die für das Vertrauen der Bevölkerung in unser Land und seine Handlungsfähigkeit maßgeblich sind und konzentrieren uns hierbei auf die Resilienz wichtiger demokratischer Schlüsselinstitutionen sowie die Handlungsfähigkeit der kommunalpolitischen Ebene.  

1 – CHANCENGERECHTE TEILHABE STÄRKEN

Gleichberechtigte Teilhabe ist ein Grundpfeiler einer gerechten und demokratischen Gesellschaft. Unabhängig von sozialem Status oder Herkunft sollen alle Menschen die gleichen Chancen haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dieses Prinzip ist im Grundgesetz verankert und bildet den Kern unseres demokratischen Zusammenlebens. 

Teilhabe bedeutet Zugang zu zentralen gesellschaftlichen Ressourcen – etwa zu Informationen, sozialen Netzwerken oder finanziellen Mitteln –, die für Selbstbestimmung und sozialen Aufstieg unerlässlich sind. Teilhabe schafft zudem Verbindung: Wenn Menschen aktiv in die Gesellschaft eingebunden sind, entsteht ein Gefühl von Zugehörigkeit und gegenseitiger Verantwortung. Umgekehrt führt die ungleiche Verteilung von Ressourcen und Chancen zu Spannungen und sozialer Spaltung. 

Auch wenn das Grundgesetz gleichberechtigte Teilhabe zusichert, ist unsere Gesellschaft in der Realität von erheblicher sozialer Ungleichheit geprägt. Strukturelle soziale und ökonomische Merkmale bestimmen häufig darüber, ob Menschen Zugang zu Arbeit, Einkommen, wichtigen Netzwerken, Gesundheitsversorgung oder Wohnraum erhalten. Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind dadurch mehrfach benachteiligt und in vielen Lebensbereichen von sozialer Ungleichheit negativ betroffen.  

Wir wollen die chancengerechte Teilhabe sozioökonomisch benachteiligter Gruppen am gesellschaftlichen Leben in Deutschland stärken. Unser Förderschwerpunkt liegt auf der Teilhabe im Sozialraum und am Arbeitsmarkt. Denn hier lassen sich Lebensverhältnisse und sozioökonomischer Status wirksam und nachhaltig verbessern.  

  • Wir fördern chancengerechte Teilhabe im Sozialraum: Dort, wo die Menschen leben, ihren Alltag gestalten, einkaufen und sich aufhalten. Wir stärken die soziale Infrastruktur in ihrem direkten Lebensumfeld und bauen bestehende Barrieren ab. Dabei fokussieren wir uns auf den Zugang zu geeignetem und bezahlbarem Wohnraum, die Gestaltung von lebenswerten Quartieren, die Gesundheitsversorgung und lokale Unterstützungsnetzwerke.  
  • Wir tragen dazu bei, dass sozioökonomisch benachteiligte Personen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte gerechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt erfahren. Dazu gehört ein ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechender Berufseinstieg und gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten während ihrer Erwerbstätigkeit. 

 2 – GESELLSCHAFTLICHEN ZUSAMMENHALT FÖRDERN

Wenn Menschen gesellschaftlichen Zusammenhalt erleben, fühlen sie sich miteinander verbunden, vertrauen einander und engagieren sich füreinander. Dies stärkt die Widerstandskraft unserer Gesellschaft gegenüber aktuellen Krisen und Veränderungen. Gleichzeitig erleben jedoch immer mehr Menschen die deutsche Gesellschaft als fragmentiert und zu wenig dialogfähig. Besonders Gruppen, die bislang wenig gehört und einbezogen wurden, leiden häufig unter gesellschaftlicher Haltlosigkeit und mangelndem Sozialvertrauen. Ihre Perspektiven finden in der öffentlichen Wahrnehmung zu wenig Raum, ihre Selbstwirksamkeitserfahrungen bleiben begrenzt. Diese Wahrnehmung führt dazu, dass sie sich aus öffentlichen Debatten zurückziehen und der Zukunft zunehmend skeptisch gegenüberstehen.  

Gleichzeitig eröffnet das gesellschaftliche Stimmungsbild aber auch eine Chance: Trotz Frustration und Vertrauensverlust setzen sich viele Menschen weiterhin mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander. Sie beobachten, hinterfragen, äußern Sorgen – und fordern Veränderungen. In dieser Spannung liegt ein besonderes Potenzial: Wo Enttäuschung ist, besteht auch Hoffnung – und wo Konflikte sichtbar werden, besteht die Möglichkeit zu echter Erneuerung.  

In unserer pluralen Gesellschaft fehlen sowohl öffentliche Räume, die eine konstruktive Auseinandersetzung mit Konflikten ermöglichen, als auch politische Räume, die allen Menschen echte demokratische Teilhabe eröffnen. Hierdurch vertiefen sich gesellschaftliche Spaltungen – besonders in Zeiten, die ohnehin von vielfältigen Krisen geprägt sind. Zuletzt mangelt es an sektorübergreifenden Allianzen und Stakeholdern, die verschiedene Gruppen in diese Räume einbinden. 

 

Wir wollen Räume und Allianzen schaffen, die es allen Menschen ermöglichen, ihre Perspektiven einzubringen, konstruktiv miteinander in Austausch zu treten und so gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Damit fördern wir Vertrauen, Selbstwirksamkeit und Engagement – und machen unsere Gesellschaft widerstandsfähiger gegenüber aktuellen und künftigen Krisen. 

Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei insbesondere auf die Bevölkerungsgruppen, die den Gesellschaftstypen der Denkfabrik More in Common folgend als das “unsichtbare Drittel” beschrieben werden: Menschen, die wenig Sozialvertrauen und Halt in der Gesellschaft haben, sich wenig gehört fühlen und wenig Selbstwirksamkeit erfahren.  

  • Wir fördern Begegnung über Differenzen hinweg, indem wir innovative Begegnungsformate unterstützen, diese Ansätze strukturell verankern und Agenda-Setting für Orte der Begegnung betreiben. 
  • Wir fördern Beteiligung an politischen Prozessen, indem wir Zugangshürden in die Politik hinein abbauen, neue Formen politischer Beteiligung für unterrepräsentierte Stimmen erproben und Forschung zu Standards politischer Teilhabe fördern.  

 3 – DEMOKRATISCHE STRUKTUREN FESTIGEN

Unsere Demokratie ist das Fundament für Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt und für ein friedliches Miteinander. Damit Bürger*innen Vertrauen in demokratische Institutionen entwickeln und behalten, muss der Staat handlungsfähig sein: Er muss auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren, öffentliche Leistungen verlässlich erbringen, Grundrechte schützen und rechtsstaatliches Handeln gewährleisten.  

In den vergangenen Jahren nehmen Bürger*innen den Staat als zunehmend weniger handlungsfähig wahr, insbesondere auch in ihrem direkten Umfeld auf kommunaler Ebene. Parallel dazu sinkt das Vertrauen in die Demokratie und ihre Institutionen. Antidemokratische Tendenzen nehmen zu und stellen alle tragenden Institutionen unseres demokratischen Rechtstaates vor erhebliche Herausforderungen. 

Wir möchten demokratische Schlüsselinstitutionen dabei unterstützen, ihre Resilienz und Handlungsfähigkeit zu stärken – und damit das Vertrauen der Bevölkerung in den Staat und seine umsetzenden Instanzen festigen. Daher fördern wir parteiübergreifende Lösungsansätze, die demokratische Strukturen stabilisieren und ihre Zukunftsfähigkeit sichern.  

Wir setzen bei denjenigen staatlichen Institutionen an, die in der Bevölkerung ein vergleichsweise hohes Vertrauen genießen. Wir unterstützen sie dabei, ihre Stärke zu erhalten und auszubauen. Einen besonderen Fokus legen wir zum einen auf Institutionen, die für Recht und Sicherheit zuständig sind und somit eine tragende Rolle für das Funktionieren der Demokratie, den Schutz von Grundrechten und die Wahrung rechtsstaatlicher Prinzipien einnehmen. Dazu zählen neben der Justiz etwa die Polizei und weitere Blaulichtorganisationen, die mit hohen Entscheidungsbefugnissen ausgestattet sind. Eine entscheidende Rolle kommt zum anderen der Kommunalpolitik zu, die den zweiten Schwerpunkt in unserer Förderung bildet. Denn gerade auf der lokalen Ebene entscheidet sich ganz unmittelbar die Vertrauenswürdigkeit in den Staat. 

  • Wir fördern Institutionen im Bereich Recht und Sicherheit in ihrem demokratischen und rechtsstaatlichen Selbstverständnis und unterstützen sie dabei, ihre Strukturen gegenüber antidemokratischen Einflüssen resilienter zu machen. Gleichzeitig setzen wir uns für mehr Chancengerechtigkeit innerhalb der Institutionen ein und helfen, Zugangshürden für unterrepräsentierte Gruppen abzubauen.   
  • Wir fördern rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen für wirksames kommunalpolitisches Handeln, qualifizieren kommunalpolitische Amtsträger*innen für aktuelle Herausforderungen und stärken das Zusammenspiel kommunalpolitischer Akteure über institutionelle Ebenen hinweg. Gleichzeitig arbeiten wir an einer höheren Sichtbarkeit und Wertschätzung kommunalpolitischer Arbeit in der Öffentlichkeit. 

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