HINTERGRUND:
Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen, der gesellschaftliche Zusammenhalt und unsere Demokratie stehen in Deutschland aktuell vor großen Herausforderungen: Der demografische Wandel, eine wachsende Heterogenität in der Bevölkerung, knappe Ressourcen und eine komplizierte politische Struktur erschweren es, dass alle Menschen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Polarisierende Diskussionen, der Einfluss sozialer Medien und politischer Extremismus führen dazu, dass der Austausch in der Gesellschaft schwieriger wird und der Zusammenhalt leidet. Gleichzeitig fühlen sich viele Bevölkerungsgruppen nicht ausreichend vertreten, und das Vertrauen in die Fähigkeit der Politik, Probleme zu lösen, sinkt. Das schwächt unsere Demokratie und ihre Institutionen.
Teilhabe, Zusammenhalt und Demokratie gehören untrennbar zusammen. Eine lebendige Demokratie lebt davon, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, mitzugestalten und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Teilhabe ist nicht nur ein Ziel der Demokratie – sie ist ihre Grundlage. Doch damit Demokratie funktionieren kann, braucht es mehr: einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. Nur wenn Menschen sich als Teil der Gesellschaft fühlen, vertrauen sie einander und sind bereit, sich für eine gute Zukunft zu engagieren. Zusammenhalt bedeutet dabei nicht, dass alle gleich denken oder handeln müssen. Vielmehr geht es darum, Unterschiede zu akzeptieren, Meinungsverschiedenheiten auszuhalten und im Dialog gemeinsame Werte zu finden. Schließlich benötigt unsere Demokratie auch das Vertrauen der Bevölkerung in den Staat und seine Schlüsselinstitutionen, damit antidemokratischen Einflüssen in der Gesellschaft wirksam begegnet werden kann.