Mercator Salon

Der Mercator Salon bietet die Möglichkeit zum informellen Austausch mit Persönlichkeiten der Zeitgeschichte. Dabei steht der eingeladene Gast mit seiner Biografie und Lebensleistung im Zentrum der Veranstaltung. Durch den Blickwinkel des eingeladenen Gastes, der sich in einem moderierten Sofa-Gespräch den Fragen des Publikums stellt, ergeben sich neue Zugänge zu den thematischen Schwerpunkten der Stiftung Mercator. Lesungen oder auch Film-Screenings können ebenso Bestandteil eines Mercator Salons sein wie Vernissagen oder Finissagen von stiftungsinternen Ausstellungen.

25.10.2018 18:00 Uhr

Mercator Salon: Klimaverträglicher Kapitalmarkt und die Rolle von Medien

Persönlichkeiten und ihr Leben

Das Format Mercator Salon ist eine Gelegenheit für den Ideen- und Meinungsaustausch über aktuelle Themen aus Gesellschaft und Kultur, wobei der Gast mit seiner Lebensgeschichte und seinem Wirken zu den Themen der Stiftung Mercator im Mittelpunkt steht. Persönlichkeiten, die sich in den Clusterthemen der Stiftung hervorgetan haben, tragen durch ihren biografischen Zugang zu neuen Sichtweisen bei.

Eckpunkte zur Veranstaltungsreihe

  • Ort: ProjektZentrum Berlin, Stiftung Mercator Essen, Außenbüros Peking und Istanbul
  • Rhythmus: ca. zwei bis drei Mal pro Jahr und Standort
  • Teilnahme:

    öffentlich, bitte melden Sie sich per Mail an

Hinweis auf vergangene Veranstaltungen

  • 16. Oktober 2018
    Buchvorstellung und -diskussion "Die Vertrauensformel - So gewinnt unsere Demokratie ihre Wähler zurück"
    Deutschland im Jahr 2018: Bilder von durch die Straßen ziehenden Neonazis gehen durch die Nachrichten und die AfD scheint unaufhaltbar zu wachsen. Obwohl ihre Vertreter immer radikaler auftreten, gewinnt sie an Zustimmung. Viele Bürger fürchten um die Demokratie - eine neue Erfahrung in der jüngsten deutschen Geschichte, aber keine neue Erfahrung in Europa. In den meisten EU-Ländern sind nationalistische, zum Teil rechtsextreme Parteien in den Parlamenten vertreten. In Polen, Ungarn und Italien sind sie sogar an der Regierung beteiligt. Ist das auch ein mögliches Szenario für die politische Zukunft Deutschlands? Welche Lehren lassen sich beim Blick in unsere europäischen Nachbarländer für Deutschland ziehen und wie gilt es einen "deutschen Trump" oder den "Dexit" zu verhindern? Diese Fragen diskutierten wir u.a. bei einem Mercator Salon mit Dr. Timo Lochocki, Autor des Buches „Die Vertrauensformel - So gewinnt unsere Demokratie ihre Wähler zurück“, sowie mit Michael Meyer Resende, Geschäftsführer von Democracy Reporting International, am 16.10.2018 in unserem ProjektZentrumBerlin. Unter der Moderation von Julia Harrer, Vorstandsvorsitzende des Netzwerks für internationale Aufgaben und Alumna des Mercator Stiftungskollegs, analysierten wir gemeinsam, wie es um unsere Demokratie steht und was die Antwort demokratischer Kräfte auf die Zunahme eines gefährlichen Nationalismus sein sollte.

  • 10. September 2018:
    Europas Zukunft in einer globalen Wirtschaft
    Welche Strategien verfolgen die EU und ihre Mitgliedstaaten, um auf diese Herausforderungen zu reagieren? Mit welchen Hindernissen ist dabei innerhalb und außerhalb Europas zu rechnen? Welche Rolle kommt der Digitalisierung zu und welche Bedeutung haben dabei europäische Werte wie Demokratie und Menschenrechte? Diese Herausforderungen und Fragen diskutierten der ehemalige Ministerpräsident und Bundesforschungsminister Jürgen Rüttgers sowie Jean Pisani-Ferry, Wirtschaftsprofessor und politischer Berater.

  • 4. Juli 2018:
    Europa und die USA - Partner oder Konkurrenten?
    „Es gibt auch in Europa inzwischen einen Narrativwechsel und die Frage: Wollen wir ein Europa sein, das von Freiheit gekennzeichnet ist, oder wollen wir eine Festung sein?“, fragte Constanze Stelzenmüller, Senior Fellow am Brookings Institution, zu Eingang des Mercator Salons in Essen.  Gemeinsam mit Moderatorin Gisela Steinhauer und dem ehemaligen U.S.-Botschafter und Staatsekretär im Auswärtigen Amt Klaus Scharioth, Rektor des Mercator Kollegs, diskutierte sie über das Verhältnis zwischen Europa und den USA. 

  • 30. Mai 2018:
    Wie gegenwärtig ist Vergangenheit
    „Protect your freedom and think before you hate.” Mit diesem Appell richtete sich die Auschwitzüberlebende Dr. Magda Brown an das Publikum des Mercator Salons. Die Zeitzeugin berichtete über ihre persönlichen Erfahrungen während der Zeit des nationalsozialistischen Völkermords an den europäischen Juden. Als 17-Jährige wurde die gebürtige Ungarin zunächst nach Auschwitz und anschließend in ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald deportiert. Auf eindringliche Weise schilderte sie beim Mercator Salon, wohin Hass und die Einschränkung von Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Mitmenschlichkeit führen können und mahnte zugleich die hohe Bedeutung von Demokratie und der deutschen Erinnerungskultur an. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war die heute Neunzigjährige in die USA immigriert, wo sie sich seither gegen ein Vergessen, gegen Gleichgültigkeit und für Toleranz engagiert.

  • 11.April 2018:
    Verkehrswende im Ruhrgebiet - Perspektiven für die Mobilität in einer autozentrierten Metropole
    Das Ruhrgebiet steht vor der Herausforderung, die Mobilität der Zukunft zu gestalten. Keine einfache Aufgabe: Das Leitbild der „autogerechten Stadt“ prägt die städtebaulichen ebenso wie die mentalen Infrastrukturen der Region bis heute. In Zeiten, in denen der zurückliegende Strukturwandel von einer grauen Industrielandschaft hin zur „Grünen Hauptstadt Europas“ gefeiert wird, wird die Gestaltung eines zukunftsfähigen Verkehrssystems als strategische Aufgabe priorisiert – die politische und planerische Realität offenbart an vielen Stellen jedoch eine hohe Pfadabhängigkeit. Oder bewegt sich doch was? Durch drohende Diesel-Fahrverbote, chronischen Platzmangel und neue Technologien beginnt ein kommunales Umdenken. Es gibt viele gute Gründe für die Verkehrswende neben Luftreinhaltung und Klimaschutz, denn das Streben nach lebenswerten Städten wird letztlich eine Grundvoraussetzung für die zukünftige Attraktivität des Ruhrgebiets als Wirtschaftsstandort sein. In unserem Mercator Salon am 11. April haben wir uns damit beschäftigt, wie die Verkehrswende im Ruhrgebiet zielführend gestaltet werden kann, wie der politische Rahmen dafür aussehen muss und welche Rolle jeder einzelne Verkehrsteilnehmer dabei spielt.

  • 05. März 2018:
    "Reden wir übers Klima" mit Petra Pinzler
    Anlässlich der Buchpräsentation „Vier fürs Klima. Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben“ von Petra Pinzler und Günther Wessel, wurde im ProjektzentrumBerlin darüber diskutiert, ob künftig über den Treibhauseffekt, den Klimawandel und über die Umweltzerstörung anders berichtet werden sollte. Wie können Menschen erreicht werden, die bei diesen Themen normalerweise weiter blättern: Durch Geschichten? Personalisierung? Dramatisierung? Und wie müssten Artikel, Bücher, Filme oder Aktionen aussehen, die dann auch noch zum Tun anregen? Diese und weitere Fragen wurden mit interessierten Persönlichkeiten von Klimaschutzorganisationen, aus der Politik und der Öffentlichkeit erläutert.

  • 28. Februar 2018:
    Vertrauen in die Herrschaft des Rechts
    Die Handlungsfähigkeit von Institutionen basiert auf Vertrauen, insbesondere in den Rechtsstaat. Seit Beginn des europäischen Einigungsprozesses werden nationalstaatliche Zuständigkeiten zugunsten der europäischen Vertiefung und Harmonisierung sukzessive nach Brüssel verlegt. Das europäische Recht hat damit eine immer größere Bedeutung erhalten. Gleichwohl meinen viele Menschen, dass es in erster Linie auf die nationalstaatliche Gesetzgebung ankommt und sie den eigentlichen Vertrauensraum ausmacht. Welches Verhältnis ist sinnvoll, welchen Weg sollte Europa künftig nehmen?
    In diesem Mercator Salon haben wir ausgelotet, wie und unter welchen Bedingungen sich Rechtsstaatlichkeit in Europa und in den Mitgliedsstaaten weiter entwickeln wird und Vertrauen gesichert werden kann. Unsere zwei Salon-Gäste repräsentierten dabei die unterschiedlichen Sichtweisen: Während sich Professor Dr. Christoph Möllers mit der Ausweitung des europäischen Rechtsraums beschäftigt, vertritt der Journalist und Jurist Dr. Reinhard Müller eine eher staatlich orientierte Rechtsbindung.

  • 11. Januar 2018:
    Von der Kraft der Musik - ein Gespräch mit dem Geiger Daniel Hope
    Daniel Hope gehört zu den bekanntesten und besten Geigern der Welt und gilt als „Musiker mit Sinn und Gefühl für Außergewöhnliches“, der Gegenwartsmusik genauso beherrscht wie Alte Musik. Eine enge künstlerische Partnerschaft verband ihn mit Yehudi Menuhin, mit dem er über 60 Konzerte spielte. Vor allem aber ist Hope Musikvermittler: Durch eigene Projekte baut er Brücken zwischen den verschiedenen künstlerischen Welten sowie zwischen Generationen, Nationen und Religionen. Wichtig ist für ihn das Musizieren gegen das Vergessen. Er nahm Musik auf, die im Konzentrationslager Theresienstadt geschrieben wurde, gab im ehemaligen Flughafen Tempelhof sowie vor dem Brandenburger Tor Gedenkkonzerte für die Opfer des Holocaust und machte mit seiner Kampagne „Tu was!“ gegen Rassismus mobil.
    Im Gespräch mit der Moderatorin Gisela Steinhauer hat Daniel Hope uns mit in seine spannende Biographie genommen und uns damit Mut gemacht, über Grenzen hinaus zu gehen und Neues zu wagen.

  • 5. Dezember 2017:
    Kitchen on the run
    Wenn 25 Geflüchtete und Beheimatete für einen Abend zum gemeinsamen Kochen, Essen und sich Kennenlernen zusammen kommen, entstehen Freundschaften, kleine Momente der Hoffnung und des gegenseitigen Verständnisses. Das zeigt das Projekt „Kitchen on the run“, welches von März bis September 2016 mit einem mobilen Küchencontainer durch Europa gereist ist und täglich Kochabende organisiert hat. Im Rahmen eines Mercator Salons am 5. Dezember wurde der begleitende Dokumentarfilm zum Projekt gezeigt und mit Projektteilnehmern über ihre Erfahrungen diskutiert. Mehr Infos: www.kitchenontherun.org

  • 30. November 2017:
    Diversitätskritische Arbeit in der Kulturellen Bildung
    Prof. Carmen Mörsch stellte die Ergebnisse ihres Mercator Senior Fellowships zu diversitätskritischer Bildungsarbeit in künstlerischen Prozessen erstmals öffentlich vor. Im Rahmen eines Mercator Salons nahmen am 30.11. rund 70 Akteur*innen aus dem Kontext diversitätsorientierter Arbeit im Kunst-, Kultur- und Sozialbereich teil. Anhand praktischen Materials diskutierten sie über ihre Motivation, Vorgehensweise und die daraus resultierenden Notwendigkeiten für die Praxis der kulturellen Bildung.

  • 21. November 2017:
    China nach dem 19. Parteitag
    Der 19. Parteitag der kommunistischen Partei Chinas hat im Herbst 2017 wichtige Weichenstellungen für die Partei wie für das ganze Land mit sich gebracht. China musste wichtige politische und wirtschaftliche Reformen erfolgreich umsetzen und seine Rolle als Weltmacht neu definieren. Dabei vereint Staats- und Parteichef Xi Jinping bereits jetzt mehr Macht auf sich als alle anderen Staats- und Parteichefs vor ihm. Was heißt das für China? Was heißt das für die Zusammenarbeit zwischen China und Europa und welche Rolle wird Deutschland dabei spielen?

  • 9. November 2017:
    Grundgesetz in stürmischen Zeiten
    Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wird bald 70 Jahre alt und prägt die demokratische Kultur und Praxis in einer beeindruckenden Kontinuität. Gegenwärtig aber haben wir eine intensive Debatte, ob unsere Verfassung dem Zeitgeist unterliegen sollte - oder eben nicht. Die Stiftung Mercator hat junge Fotografen der Folkwang Universität der Künste gebeten, sich aus ihrer persönlichen Sicht mit der deutschen Verfassung auseinanderzusetzen. Wir diskutierten die spannenden Ergebnisse aus stürmischen Zeiten und stellen sie in unserem Haus aus.

  • 25. Oktober 2017:
    „Als Paul über das Meer kam“: Filmaufführung und Publikumsgespräch mit Regisseur Jakob Preuss
    Im Rahmen einer Filmsonderaufführung im Filmstudio Glückauf mit anschließendem Publikumsgespräch widmete sich der Mercator Salon den Personen und persönlichen Schicksalen hinter der sogenannten „Flüchtlingskrise“ und erzählt die Geschichte einer Begegnung zwischen Kamerun, Mittelmeer, Europa und Deutschland. Mehr Infos: http://www.paulueberdasmeer.de/

  • 17. Oktober 2017:
    "Die Getriebenen" mit dem Journalisten und Autor Robin Alexander und Professor Dr. Jörg Bogumil von der Ruhruniversität Bochum
    Die Themen Flucht, Migration und Asyl gehören zur deutschen Wirklichkeit. Spätestens seit der so genannten „Flüchtlingskrise“ im Jahr 2015 kommen Deutsche und Europäer nicht mehr darum herum, sich ernsthaft mit dieser Herausforderung auseinander zu setzen. Der "Welt"-Chefkorrespondent und Autor Robin Alexander hat mit seinem Buch "Die Getriebenen" das Handeln der Bundesregierung seziert, während Prof. Dr. Jörg Bogumil in einer Studie für die Stiftung Mercator die Verfahren und Prozesse in Städten und Kommunen untersucht hat. Die Ergebnisse der Autoren unterscheiden sich, münden aber eine gemeinsame Schlussfolgerung: Es bedarf notwendiger Korrekturen im gesamten Verwaltungshandeln.

  • 12. September 2017:
    Kulturelle Bildung und Gesellschaftlicher Zusammenhalt
    Was passiert in Prozessen der kulturellen Bildung? Was leisten die Künste für die Fragen nach gesellschaftlichen Zusammenhalt und wie werden junge Menschen durch kulturelle Praxis gebildet? Bei diesem Mercator Salon spricht die Stiftung Mercator mit Praktikern aus der Kunst und der kulturellen Bildung über ihre Praxisprojekte, sie geben uns Eindrücke in ihre Arbeit und zeigen was sie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten.

  • 15. Mai 2017: 
    Buchvorstellung:
    "Klimapolitik. Ziele, Konflikte, Lösungen"
    Die wachsende Ungleichheit zwischen den Ländern und Einkommen ist die vielleicht größte Herausforderung für die Klimapolitik – das ist eine zentrale These des neuen Buches von Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), und Michael Jakob, leitender Wissenschaftler am MCC, das sie am Montag, den 15. Mai im Rahmen eines Mercator Salons im ProjektZentrum Berlin vorstellten. Um Klimaschutz und Armutsbekämpfung gleichzeitig zu bewältigen, plädierten die Autoren für eine CO2-Bepreisung. In Deutschland gäben immer noch die sozial Schwächeren relativ gesehen einen hohen Anteil ihres Einkommens für CO2-intensive Güter aus – obwohl absolut gesehen die Reicheren mehr CO2 konsumieren. Das verschärfe soziale Ungleichheit und verringere die gesellschaftliche Akzeptanz von CO2-Preisen. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, und Caio Koch-Weser, Aufsichtsratsvorsitzender der European Climate Foundation und Staatssekretär a.D. im Bundesfinanzministerium, kommentierten das Buch und hoben besonders die Rolle des Privatsektors in der Klimapolitik hervor. Ohne das Engagement des Privatsektors sei ein weltweiter Klimaschutz nicht möglich. Die Moderation der Podiumsdiskussion übernahm Dagmar Dehmer vom „Tagesspiegel“.

  • 27. April 2017:
    Erzählsalon "Frausein im Exil" mit Yasmine Merei, Dima Albitar Kalaji und Lina Al Haddad

  • 04. April 2017:
    "Europäische Demokratien und der Populismus Der notwendige Streit um unsere Demokratie."
    Eine Diskussion mit Dr. Gerald Knaus und Prof. Dr. Hans Vorländer mehr auf Youtube

  • 01. März 2017:
    Vernissage "EBENSO – Wenn Bilder Brücken bauen by Soufeina Hamed"
    Ein moderiertes Gespräch mit der Künstlerin Soufeina Hamed

Geschichten aus dem Projekt

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Beitrag der Stiftung

Bewilligte Summe: 50.000 € Laufzeit: 2017 - 2019

Presseschau

WAZ

Politikforscher sehen im Populismus eine Gefahr für Europa

Ein Interview mit Gerald Knaus und Hans Vorländer - den Podiumsgästen unseres ersten Mercator Salons in Essen.