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Learning from Partners

Gesamtreport 2015

Im Zeitraum von Januar bis März 2015 hat das CSI mit einem für das deutsche Stiftungswesen entwickelten Online-Fragebogen von rund 60 Fragen 10.510 Partner von elf deutschen Stiftungen befragt. Die Rücklaufquote lag mit 3.339 verwertbaren Antworten bei 32,3 Prozent. Es wurden Projektpartner aus dem Jahr 2014 befragt, deren Projekte in dem Jahr neu bewilligt wurden, bereits liefen oder offiziell in Form einer Absage nicht bewilligt wurden. Unter den verwertbaren Antworten waren 806 Projektpartner aus abgelehnten Projekten. Im Gesamtreport wurden die Werte der elf Stiftungen anonymisiert zu einem Durchschnittswert zusammengezogen.

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Der Gesamtreport 2015 gliedert sich in folgende vier Bereiche:

  • Zufriedenheit
  • Wahrnehmung
  • Administrative Prozesse
  • Beiträge zur individuellen und institutionellen Stärkung

Auszug der Ergebnisse

Zur Zufriedenheit der Stiftungspartner

Die befragten Projektpartner zeigen sich mit der Partnerschaft zu den Stiftungen (94 Prozent) und ihrem jeweiligen Ansprechpartner (92 Prozent) überaus zufrieden und bewerten diese noch besser als 2012. Bemerkenswert ist auch der hohe Identifikationsgrad der Förderpartner: Fast 90 Prozent geben an, mit ihrem Projekt die Ziele der Stiftung zu befördern.

Stiftungen in der Wahrnehmung der Partner

Stiftungen gelten für ihre Partner als renommierte Organisationen (84 Prozent), die verlässlich agieren (78 Prozent), aber auch einen hohen Anspruch an eine Zusammenarbeit haben (80 Prozent). Die elf Stiftungen gelten in den Augen ihrer Partner allerdings als mäßig flexibel (41 Prozent) und transparent (59 Prozent) und haben sich in dieser Wahrnehmung gegenüber 2012 auch nur leicht verbessert. 61,5 Prozent der befragten Projektpartner stufen die Stiftungen als innovativ ein.

Bewertung der administrativen Prozesse

In der Bewertung ihrer administrativen Prozesse haben sich die Stiftungen gegenüber der letzten Befragung einerseits verbessert, denn die formalen Anforderungen an einen Antrag werden mit 70 Prozent (2015) gegenüber 55 Prozent (2012) als sehr viel eindeutiger wahrgenommen; andererseits hat der administrative Aufwand für das jeweilige Projekt deutlich zugenommen. Mit steigender Professionalität im Stiftungshandeln geht offenbar ein Zuwachs an administrativen Aufgaben für die Partner einher.

Beiträge zur individuellen und institutionellen Stärkung

Ein persönlicher Kontakt zu Mitarbeitern der Stiftungen stellt für die Partner die zentrale Form der Unterstützung in der Phase der Antragstellung dar. Auch im weiteren Verlauf der Partnerschaft stehen der persönliche Austausch sowie das Treffen mit Vertretern der Stiftung als bevorzugte Form des Kontaktes an erster Stelle. Darüber hinaus fühlen sich die Partner vor allem bei der Sichtbarmachung des Projekts (45 Prozent) und beim Projektmanagement (40 Prozent) unterstützt.