• Peter Gwiazda

Akgün İlhan

Möglichkeiten der städtischen Wasserbedarfssteuerung in der Türkei im Zeitalter des Klimawandels: Was man am Beispiel Istanbuls und Berlins lernen kann

Akgün İlhan
Özgür Baykal

Akgün İlhan

Fellowship
IPC Fellowship
Vergebende Institution
Institution, an der das Projekt realisiert wird
Zeitraum des Fellowships
September 2019 - August 2020
Projekt
Möglichkeiten der städtischen Wasserbedarfssteuerung in der Türkei im Zeitalter des Klimawandels: Was man am Beispiel Istanbuls und Berlins lernen kann
Beschreibung des Projektes

Der steigende Wasserbedarf schnell wachsender Städte zwingt zahlreiche Stadtverwaltungen auf der ganzen Welt dazu, die Wasserversorgung durch mehr Infrastrukturen (z. B. Staudämme und Wassertransfer zwischen Staubecken) auszubauen, was zu hohen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Kosten führt. Im Zeitalter des Klimawandels müssen Städte die Wasserbedarfssteuerung außerdem durch Maßnahmen wie Wassereinsparung und effizienten Wasserverbrauch anpassen. Mit seinem angebotsorientierten Ansatz im Umgang mit Wasserknappheit hat Istanbul nicht nur die Anpassung an den Klimawandel verpasst, sondern greift zu allem Überfluss auf die Flüsse benachbarter Städte zurück, um die Wasserversorgung in Dürrezeiten sicherzustellen. Berlin hat sein Wassermanagement hingegen mit einem geschlossenen Wasserkreislaufsystem Schritt für Schritt nachhaltiger gemacht. So sorgt die Stadtverwaltung dafür, dass der gesamte Wasserbedarf mithilfe von Wasserbedarfssteuerung aus dem Stadtgebiet gedeckt werden kann. In ihrer Studie vergleicht Akgün İlhan, welche Politik zur Anpassung an den Klimawandel Berlin und Istanbul jeweils verfolgen und welche Strategien sie für das städtische Wassermanagement im Hinblick auf die Wasserbedarfssteuerung entwickelt haben. Ziel der Studie ist die Anregung einer konstruktiven Debatte darüber, wie die Türkei klimaschonendere Maßnahmen umsetzen kann, indem sie dem deutschen Bespiel folgt.

Kurzbiografie

Akgün İlhan erhielt ihren PhD in Umweltwissenschaften im Rahmen eines Forschungsstipendiums der katalanischen Regierung vom Institut für Wissenschaft und Technik der Autonomen Universität Barcelona. Sie absolvierte einen MA in Curriculum & Instruction (Lehrstoff und Pädagogik) an der Hacettepe-Universität in Ankara und im Rahmen eines Stipendiums des Svenska Institutet einen MSc in internationalen Umweltwissenschaften an der Universität Lund. Ihren Bachelor of Science in Landschaftsarchitektur erwarb sie an der Universität Ankara. Während ihres Promotionsstudiums arbeitete sie unter der Leitung von Joan David Tàbara als wissenschaftliche Mitarbeiterin am EU-finanzierten Projekt Methods and Tools for Integrated Sustainability Assessment (MATISSE) mit. Nach ihrer Rückkehr in die Türkei war Akgün İlhan von 2012 bis 2018 für die „Right to Water“ Kampagne (Istanbul) tätig. Seit 2017 hält sie Vorlesungen in „Umwelt und Tourismus” und „Nachhaltigkeit aus ökologischer und sozialer Perspektive” an der Bosporus-Universität in Istanbul. Sie ist Autorin des englischsprachigen Buches Towards a New Water Policy: Water Management, Alternatives and Recommendations (2011). Sie hat einzelne Kapitel und Artikel über Wasser und die Klimakrise in der Türkei geschrieben, die in mehreren Büchern, Zeitungen und Magazinen veröffentlicht wurden. Ferner produzierte sie die von 2012 bis 2018 ausgestrahlten Radiosendung Su Hakkı. Seit 2018 ist sie Produzentin der Sendung Sudan Gelen des Radiosenders Açık Radyo in Instanbul.