• Kay Oezdemir

CO2-Emissionen der Stiftung Mercator

Klimawandel ist seit mehr als zehn Jahren unser Thema. Genauso lange erfassen wir auch schon unseren eigenen ökologischen Fußabdruck. Wir schauen auf unser Haus, unsere Veranstaltungen und Dienstreisen und erfassen die Emissionen. Ziel ist es, unsere Treibhausgasemissionen so weit wie möglich zu reduzieren und dort, wo das nicht möglich ist, unsere Emissionen vollständig zu kompensieren. Wir setzen uns als Stiftung beispielsweise für den Austausch von Menschen unterschiedlicher Kulturen ein, fördern Kooperationen und pflegen internationale Netzwerke. Aufgrund dieser Zielsetzung und Arbeitsweise lassen sich bestimmte Emissionen nicht vermeiden.

Unsere Emissionen 2019 sind gesunken

Erfasst wurde wie in den Jahren zuvor unser direkter und indirekter Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck in folgenden drei Bereichen: Standort, Dienstreisen und Veranstaltungen. Die gesamten Emissionen der Stiftung Mercator lagen 2019 bei insgesamt 1.817 Tonnen Kohlenstoffdioxid (im Vorjahr: 1.910 Tonnen). Die Emissionen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das liegt insbesondere an den Bereichen Standort und Veranstaltungen, während die Emissionen von Dienstreisen leicht angestiegen sind. Bei den gesunkenen Emissionen im Bereich Veranstaltungen und den gestiegenen Emissionen im Bereich Dienstreisen handelt es sich um normale Schwankungen. Im Bereich Standort gab es hingegen einen entscheidenden Faktor: Bei der Anreise der Mitarbeiter*innen zum Arbeitsplatz wurden Anreize zugunsten des ÖPNV gesetzt, die erfolgreich waren. Während pendelnde Mitarbeiter*innen im Jahr 2018 noch 300.000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt haben, waren es 2019 nur noch 150.000 Kilometer, also 50 Prozent. Unsere Emissionen ohne Veranstaltungen sind mit 305 Tonnen Kohlenstoffdioxid (im Vorjahr: 309 Tonnen) auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung gesunken.

CO2-Emissionen Stiftung Mercator 2014-2019
Infogram

Entstandene Emissionen kompensieren

Unseren ökologischen Fußabdruck 2019 haben wir wie bereits in den Jahren zuvor durch Klimaschutzzertifikate vom Typ Gold Standard ausgeglichen. Damit unterstützen wir das Sichuan Biogas Programme of Activities. Dies zielt darauf ab, bis zu eine Million arme Bauernhaushalte in Sichuan (China) auf ihren Höfen mit effizienten Biogasfermentern und -kochstellen auszustatten. Das saubere Biogas, das aus den weitverbreiteten Klärgruben gewonnen wird, ersetzt die Verbrennung von Kohle und Holz zum Kochen, sodass über die volle Programmlaufzeit eine Treibhausgasreduktion von insgesamt etwa 20 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid-Äquivalent entsteht. Bei der Erhebung unseres Carbon Footprints orientieren wir uns am Greenhouse Gas Protocol, einem international anerkannten Standard zur Erfassung von Treibhausgasemissionen.

Auch interessant