Podiumsgespräch: Kulturelle Bildung und politischer Wille

Betsaal der Kleinen Synagoge, Erfurt

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Veranstaltung auf Einladung des Rates für kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung genießt seit einigen Jahren hohe Aufmerksamkeit – auch in der Politik. Allerdings klaffen mancherorts erhebliche Lücken zwischen Rhetorik und Realität.

Der Rat für Kulturelle Bildung schaut – gemeinsam mit Gesprächspartnern aus Thüringen und Nordrhein-Westfalen – genauer hin, um zu ergründen, welche politischen Instrumente Kulturelle Bildung tatsächlich befördern.

Wie weit reicht politischer Förderwille in Form von Gesetzen, Förderstrukturen und finanzieller Ausstattung der kulturellen Bildungsanbieter? Die Studie „Städte/Geld/Kulturelle Bildung. Horizont 2016“ des Rates für Kulturelle Bildung zeigt, dass Städte, in denen Kulturelle Bildung einen höheren politischen Stellenwert genießt, ihr Budget in diesem Bereich besser bewerten und eine größere Vielfalt relevanter Finanzpartner haben als jene Städte, denen Kulturelle Bildung weniger wichtig ist. Was folgt daraus?

Diesen und weiteren damit zusammenhängenden Fragen wollen wir angesichts des in Thüringen derzeit debattierten Kulturgesetzes und des bestehenden Kulturfördergesetzes NRW nachgehen und laden Sie dazu herzlich ein zum

Podiumsgespräch
Kulturelle Bildung und politischer Wille

Mittwoch, 22. November 2017, 18.30 Uhr
Betsaal der Kleinen Synagoge, An der Stadtmünze 5, 99084 Erfurt.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Rates für Kulturelle Bildung und der Landeshauptstadt Erfurt

Auf dem Podium diskutieren:

  • Katja Mitteldorf, Kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag
  • Peter Landmann, Ehemaliger Kulturabteilungsleiter im nordrhein-westfälischen Ministerium für Familie Kinder, Jugend, Kultur und Sport
  • Dr. Tobias J. Knoblich, Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt
  • Prof. Dr. Eckart Liebau, Vorsitzender des Rates für Kulturelle Bildung

    Moderation: Peter Grabowski, Kulturjournalist (WDR/ARD)

Im Anschluss findet ein Austausch und Umtrunk statt.

Bitte melden Sie sich bis zum 15. November 2017 per E-Mail an info@remove-this.rat-kulturelle-bildung.de

Anfahrt:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Tram 3, 4 und 6, Haltestelle "Rathaus, Fischmarkt", von hier aus 5 Minuten Fußweg (die Kleine Synagoge befindet sich hinter dem Rathaus). Parkplatz für Pkw: Parkhaus Hotel Kaisersaal oder Parkhaus Domplatz, kostenpflichtig.

Über den Rat für Kulturelle Bildung
Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Ihm gehören elf Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Bildungsforschung, Erziehungswissenschaften, Pädagogik, Soziologie, Kulturelle Bildung und die Künste.
Der Rat für Kulturelle Bildung ist eine Initiative der Bertelsmann Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Karl Schlecht Stiftung, PwC-Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und der Stiftung Nantesbuch.

Über die Landeshauptstadt Erfurt
Die Thüringer Landeshauptstadt nennt sich „Bildungsstadt“. Im Rahmen von „Lernen vor Ort“ wurde Bildung in ihrer Gesamtheit in den Blick genommen: von frühkindlicher Bildung bis hin zu Seniorenbildung, von kommunalen Angeboten bis hin zu Angeboten freier Träger. Es gibt u. a. ein Bildungsleitbild und ein Bildungsmanagement. In der Kulturdirektion wurde ein Sachgebiet Soziokultur/Kulturelle Bildung eingerichtet. Zur erfolgreichen Umsetzung einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat die kommunale Ebene eine besondere Bedeutung. Auf ihr verwirklichen sich alle anderen Handlungsfelder und Bildungsbereiche. Im Erfurter Rathaus fand 2015 eine Impulsveranstaltung zur Umsetzung des UN-Weltaktions¬programms statt. Gute Voraussetzungen sind also geschaffen, doch bleiben viele Desiderate bestehen, für deren Einlösung zum Teil auch landespolitische Anstrengungen notwendig scheinen.

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