Neue Studie: Einwandern statt Asyl beantragen – welche Wege stehen Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürgern ohne Schutzperspektive offen?

Berlin

Von: , bis: Fügen Sie den Termin Ihrem Kalender hinzu.

Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck an einem Einwanderungsgesetz für Fachkräfte aus Drittstaaten. Denn der Fachkräftemangel gefährdet inzwischen den Wirtschaftsstandort Deutschland. Bislang ist es Nicht-EU-Bürgerinnen und -Bürgern, die über keinen formalen bzw. in Deutschland verwertbaren Abschluss verfügen, kaum möglich, nach Deutschland zu kommen, um hier zu arbeiten. Nicht zuletzt deshalb reisen Zuwanderungswillige oft irregulär nach Deutschland ein – und berufen sich dann auf das Asylrecht, ohne tatsächlich Schutzgründe geltend machen zu können. Das widerspricht dem Zweck des internationalen Schutzsystems und belastet die entsprechenden Behörden unnötig.

Auf nationaler und europäischer Ebene wird oft gefordert, neue oder erweiterte legale Migrationsoptionen für Drittstaatsangehörige zu schaffen – in der Annahme, dass diese eine Alternative zur irregulären Einreise bieten. Der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) hat in seiner Studie „Alternativen zum Asylantrag? Legale Migrationswege nach Deutschland für Drittstaatsangehörige ohne Schutzperspektive“ untersucht, welche Möglichkeiten Einreisewillige haben und in welchem Umfang sie diese nutzen. Die Studie diskutiert Potenziale und Hürden länderspezifischer Maßnahmen wie der Westbalkanregelung und formuliert Handlungsempfehlungen, um die auswärtige Migrationspolitik weiterzuentwickeln.

Dr. Jan Schneider, Leiter des SVR-Forschungsbereichs, und Jeannette Süß, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des SVR-Forschungsbereichs, werden die Ergebnisse der Untersuchung vorstellen und stehen Ihnen für das weitere Gespräch zur Verfügung. Die Veranstaltung findet statt am

Freitag, den 14.12.2018, 10.30 bis 11.30 Uhr,
im SVR-Konferenzraum, Neue Promenade 6, 10178 Berlin (2. OG).

Wir würden uns freuen, wenn Sie daran teilnehmen. Bitte melden Sie sich bis Mittwoch, den 12. Dezember 2018, per E-Mail an presse@remove-this.svr-migration.de an.

Die Studie wurde im Rahmen des Projekts „Legale Migration zu Erwerbs- und Ausbildungszwecken: Mobilitätsoptionen nach Europa für Personen ohne Schutzperspektive” des Forschungsbereichs beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration in Kooperation mit dem Migration Policy Institute Europe erarbeitet, gefördert durch die Stiftung Mercator.

Ihre Ansprechpartnerin für Presseanfragen:
Dr. Margret Karsch, Kommunikation
SVR GmbH, Neue Promenade 6, 10178 Berlin
Tel.: 030 2 88 86 59-18, Mobil: 0170 6 35 71 64, E-Mail: presse@remove-this.svr-migration.de

Über den Forschungsbereich beim Sachverständigenrat
Der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat führt eigenständige, anwendungsorientierte Forschungsprojekte zu den Themenbereichen Integration und Migration durch. Die projektbasierten Studien widmen sich neu aufkommenden Entwicklungen und Fragestellungen. Schwerpunkte der Forschungsvorhaben sind die Themenfelder Bildung und Flucht/Asyl. Der SVR-Forschungsbereich ergänzt die Arbeit des Sachverständigenrats. Die Grundfinanzierung wird von der Stiftung Mercator getragen.

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration geht auf eine Initiative der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung zurück. Ihr gehören weitere fünf Stiftungen an: Bertelsmann Stiftung, Freudenberg Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stifterverband und Vodafone Stiftung Deutschland. Der Sachverständigenrat ist ein unabhängiges und interdisziplinär besetztes Expertengremium, das zu integrations- und migrationspolitischen Themen Stellung bezieht und handlungsorientierte Politikberatung anbietet.

Weitere Informationen unter: www.svr-migration.de/Forschungsbereich