Stiftung Mercator und European Climate Foundation verlängern Förderung von Agora Verkehrswende bis 2023

Zwischenevaluation zeigt: Die Berliner Denkfabrik hat sich in kurzer Zeit als relevante Stimme in der Verkehrswende-Debatte etablieren können.

Pressemitteilung der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation

Essen, 20.07.2018

Stiftung Mercator und European Climate Foundation fördern die Agora Verkehrswende ab 2019 mit insgesamt rund neun Millionen Euro für weitere fünf Jahre. Ausschlaggebend hierfür sind die positiven Evaluationsergebnisse.

Laut Evaluation ist es der Agora Verkehrswende gelungen, sich bereits nach kurzer Zeit als zentraler Ort fundierter und vertrauensvoller Diskussionen über die Zukunft des Mobilitätssystems in Deutschland zu positionieren. Im Jahr 2015 gründeten die Stiftung Mercator und die European Climate Foundation die Agora Verkehrswende mit dem Ziel, den notwendigen gesellschaftlichen Diskurs über den Umbau des Verkehrssektors zu fördern und in Zusammenarbeit mit zentralen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Grundlagen für eine nahezu vollständige Dekarbonisierung des Verkehrssektors bis 2050 zu legen.

Nach eineinhalb Jahren operativer Arbeit wurde im Rahmen einer externen Evaluation eine erste Standortbestimmung der bisherigen Leistungen der Agora Verkehrswende durchgeführt. Hierzu führte die mit der Evaluation beauftragte INFRAS AG u.a. rund zwanzig persönliche Interviews mit Mitgliedern des Rats der Agora Verkehrswende sowie weiteren einschlägigen Stakeholdern aus dem Verkehrsbereich durch. Die Evaluation hat gezeigt, dass die Agora Verkehrswende als unabhängiger Akteur wahrgenommen wird, der auch mit dem Rat der Agora Verkehrswende einen Ort für einen lösungsorientieren Dialog zur zukünftigen klimafreundlichen Mobilität geschaffen hat. Dem Team wird Fachkompetenz sowie Offenheit in der Erkundung unterschiedlicher Politik- und Technologiepfade zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors zugeschrieben. Mit den 12 Thesen zur Verkehrswende wurde ein umfassender Blick auf die drängenden Herausforderungen und Handlungsoptionen für eine nachhaltige Mobilität formuliert.

Aus der Evaluation ergab sich die nachdrückliche Empfehlung für eine Fortsetzung der Förderung der Agora Verkehrswende. Auf dieser Basis haben die Stiftung Mercator und die European Climate Foundation entschieden, die Förderung der Initiative mit insgesamt rund neun Millionen Euro bis Ende 2023 fortzusetzen. Für die kommende Projektphase regen die Evaluatoren u.a. an, konkrete Wege zur Erreichung des CO2-Minderungsziels im Verkehrssektor für das Jahr 2030 aufzuzeigen und dabei auch Finanzierungs- und Verteilungsfragen zu berücksichtigen.

„Die Agora Verkehrswende ist im Zentrum des Diskurses über die Zukunft der Mobilität angekommen. Sie ist hervorragend positioniert, den konstruktiven Dialog zwischen relevanten Akteuren im Verkehrssektor weiter zu befördern und der Debatte um das „Wie“ der Verkehrswende Richtungssicherheit zu geben. Ich freue mich auf die weitere gute Zusammenarbeit“, kommentiert Dr. Lars Grotewold, Leiter des Bereichs Klimawandel der Stiftung Mercator, die Ergebnisse der Evaluation.

„Wenn die Verkehrswende in Deutschland gelingt, hat das Strahlkraft für den europäischen wie auch weltweiten Klimaschutz“, so Dr. Martin Rocholl, Executive Director der European Climate Foundation. „Die Agora Verkehrswende hat gezeigt, dass sie dazu einen großen Beitrag leisten kann.“

„In der aktuellen Legislaturperiode müssen die Weichen für die Verkehrswende in Deutschland gestellt werden“, sagt Christian Hochfeld, Direktor von Agora Verkehrswende. „Wir sind dankbar für das Vertrauen der beiden Stiftungen, das sie mit der Fortsetzung der Förderung zum Ausdruck bringen. Damit ermöglichen sie uns, in dieser für die Zukunft der Mobilität entscheidenden Zeit mit unseren Partnern Impulse und konkrete Vorschläge für die gesellschaftliche und politische Debatte leisten zu können.“

Hier finden Sie die Zusammenfassung der Evaluation.

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www.europeanclimate.org

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