Neues Projekt analysiert Mobilitätsverhalten

Ergebnisse werden einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, um Impulse für den Umstieg auf klimafreundliche Mobilitätskonzepte zu setzen.

Pressemitteilung des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und der Stiftung Mercator

Essen, 04.10.2017

Wie wir uns fortbewegen und warum wir uns für welche Verkehrsmittel entscheiden, erhebt ein neues Projekt des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und der Stiftung Mercator. Das Projekt läuft drei Jahre und wird mit über einer Million Euro von der Stiftung Mercator finanziert.

Im Rahmen des großangelegten und in seiner Methodik einzigartigen Datenerhebungs-Projekts wird das reale Verkehrsverhalten einer großen Anzahl von Personen mittels innovativer Tracking-Methoden erfasst. Zudem werden Präferenzen und die Entscheidungsfindung in der Mobilität anhand experimenteller Befragungen unter mehreren tausend Haushalten analysiert. „Der Erfolg der Verkehrswende hängt auch davon ab, dass viele Menschen ihr alltägliches Mobilitätsverhalten verändern und auf klimafreundliche Verkehrsträger umsteigen. Dazu muss man zunächst analysieren und verstehen, wie sich die Menschen genau bewegen und warum sie sich für bestimmte Verkehrsmittel entscheiden“, erläutert Dr. Lars Grotewold die Zielsetzung des Projektes. „Insbesondere soll untersucht werden, unter welchen Bedingungen Menschen auf das Auto verzichten und stattdessen auf den Öffentlichen Nahverkehr umsteigen“, ergänzt Prof. Dr. Manuel Frondel vom RWI. „Dabei werden erstmals objektive Messungen und subjektive Einschätzungen der Probanden kombiniert, um robuste Ergebnisse für die politische Debatte zu erhalten“ so Prof. Dr. Andreas Knie vom beteiligten WZB. Ende 2019 werden erste Ergebnisse vorliegen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie dienen damit Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft als Datenbasis in der Entwicklung und Förderung klimaschutzkonformer Mobilitätskonzepte.

Über die Stiftung Mercator:
Die Stiftung Mercator ist eine private, unabhängige Stiftung. Sie strebt mit ihrer Arbeit eine Gesellschaft an, die sich durch Weltoffenheit, Solidarität und Chancengleichheit auszeichnet. Dabei konzentriert sie sich darauf, Europa zu stärken, den Bildungserfolg benachteiligter Kinder und Jugendlicher insbesondere mit Migrationshintergrund zu erhöhen, Qualität und Wirkung kultureller Bildung zu verbessern, Klimaschutz voranzutreiben und Wissenschaft zu fördern. Die Stiftung Mercator steht für die Verbindung von wissenschaftlicher Expertise und praktischer Projekterfahrung. Als eine führende Stiftung in Deutschland ist sie national wie international tätig. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie und dem Sitz der Stiftung, fühlt sie sich besonders verpflichtet.

Pressekontakt

 Cathrin Sengpiehl
Cathrin Sengpiehl
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