Neue Deutsche Organisationen gründen Hauptstadt-­Repräsentanz

Für Chancengerechtigkeit und Teilhabe: Die „NEUEN DEUTSCHEN ORGANISATIONEN“ (NDO) gründen eine Bundesgeschäftsstelle in Berlin – Initiativen von Menschen aus Einwandererfamilien schließen sich zusammen gegen Rechtspopulismus, Rassismus und für mehr politischen Einfluss.

Pressemitteilung der Neuen deutschen Organisation (NDO)

Berlin, 18.07.2017

Anfang 2015, in der Hochphase der „Pegida“-­Debatte, trafen sich zum ersten Mal engagierte Menschen aus ganz Deutschland, die sich gegen Rassismus einsetzen. Inzwischen haben sich 120 postmigrantische Initiativen im Netzwerk der „NEUEN DEUTSCHEN ORGANISATIONEN“ zusammengefunden. Darunter sind Menschen, die sich als Menschen of Color, Schwarze Deutsche, Roma oder Bindestrich-­Deutsche bezeichnen, jüdische, muslimische und andere Engagierte sowie Nachkommen von Arbeitsmigrant*innen und Geflüchteten. Ihnen ist gemeinsam, dass sie sich als Teil dieser Gesellschaft verstehen und als Gegenbewegung zum erstarkenden Rechtspopulismus.

Im Juli 2017 gründen die NEUEN DEUTSCHEN ORGANISATIONEN eine Geschäftsstelle in Berlin, um die Vertreterinnen und Vertreter der NDO sichtbar zu machen, politischen Einfluss zu nehmen und Chancengerechtigkeit zu fördern. Mit Veranstaltungen, Pressegesprächen und Positionspapieren setzen sie sich von Berlin aus für eine vielfältige Gesellschaft ein, bringen sich in Debatten ein und bieten ein Expertenpool für Medien, Politik, Stiftungen und andere.

„Einwanderer und People of Color sind längst keine kleine Minderheit mehr: In manchen Regionen hat über die Hälfte der Schulkinder Migrationsbezüge“, sagt Ferda Ataman, Sprecherin der NDO. „Wir sind viele und wir wollen mitreden, wenn es um die Zukunft der deutschen Gesellschaft geht – nicht nur in Sachen Integration und Migration.“

„Wir sind Teil dieses Landes, der Städte und Kommunen. Was wir also brauchen, ist eine ehrliche Teilhabe-­Kultur und eine öffentliche Debatte darüber,“ sagt Gün Tank, die Leiterin der Haupstadtrepräsentanz. „Für uns muss keine Leitkultur entwickelt oder darüber debattiert werden, wo wir uns hineinintegrieren sollen.“

„Die Stiftung Mercator fördert die neue Geschäftsstelle der NDO in Berlin, weil sie einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit der Vielfalt in unserer Gesellschaft leistet“, sagt Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator. „Diese Vielfalt begreifen wir als Chance zur Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, deren Potential wir konstruktiv in den öffentlichen Diskurs einbringen möchten.“

Zu den „Neuen Deutschen Organisationen“:
Deutschlandweit haben sich in den vergangenen Jahren Initiativen von Menschen aus Einwandererfamilien gegründet, die sich nicht mehr als Migranten-­ und Ausländervereine bezeichnen: Sie nennen sich „Neue deutsche Medienmacher“, „Zahnräder“, „Schülerpaten“, „Jung, muslimisch Aktiv“, Deutscher.Soldat., DeutschPlus usw. Inzwischen zählen über 120 Organisationen zum Netzwerk der „Neuen Deutschen Organisationen“, die sich für die Akzeptanz von Vielfalt und gleichberechtigte Teilhabe einsetzen. Die Koordinierungsstelle der NDO, angesiedelt bei Neue deutsche Medienmacher e.V., wird gefördert durch die Stiftung Mercator.

Pressekontakt:
medien@remove-this.neue-­deutsche-­organisationen.de
Tel: 030 254 64572