IfW erweitert Forschung zur europäischen Asyl- und Einwanderungspolitik mit Unterstützung der Stiftung Mercator

Forschungsprojekt an praktischen Problemen der Flüchtlingskrise ausgerichtet

Pressemitteilung

04.02.2016

  • Regelmäßiger Austausch mit politischen Entscheidungsträgern
  • Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die europäische Politik
  • Kooperation mit internationalen Forschungspartnern

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) baut seine Forschung zur europäischen Asyl- und Einwanderungspolitik deutlich aus. Basis ist ein von der Stiftung Mercator mit insgesamt rund drei Millionen Euro gefördertes Forschungs- und Beratungsprojekt über drei Jahre. Ziel des „Mercator Dialogue on Asylum and Migration“ (MEDAM) ist es, Forschungslücken in dem Themenfeld zu identifizieren und zu schließen sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik zu entwickeln. „Zentrales Element von MEDAM ist der regelmäßige Dialog mit Entscheiderinnen und Entscheidern, um unsere Arbeit so nah wie möglich an der Praxis ausrichten zu können“, sagte Projektleiter Matthias Lücke, Senior Researcher im Bereich Armutsminderung und Entwicklung des IfW. Das Kieler Institut steuert das Projekt, Forschungspartner sind das Centre for European Policy Studies (CEPS) in Brüssel und das Migration Policy Centre (MPC) am European University Institute in Florenz.

„Die Flüchtlingskrise wird noch lange Zeit ein bestimmendes Thema in Europa sein. Ihre Lösung wirkt sich auch auf den zukünftigen Zusammenhalt und die Handlungsfähigkeit Europas aus. Die Stiftung Mercator möchte mit dieser Förderung dazu beitragen, die Debatte zu versachlichen und wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen zu schaffen“, sagte Wolfgang Rohe, Geschäftsführer der Stiftung.

Das IfW beschäftigt sich bereits in mehreren Forschungsbereichen intensiv mit Fragen zu Integration und Migration. Institutspräsident Dennis Snower betonte, wie wichtig weitere Forschung zu Europas Asyl- und Einwanderungspolitik sei: „MEDAM ist aus wissenschaftlicher und auch aus gesellschaftlicher Sicht eine großartige Gelegenheit. Der direkte Dialog mit der Politik, der Austausch mit großen europäischen Think Tanks und die finanzielle Ausstattung des Projekts erlauben es, unser Wissen über Asyl- und Migrationsfragen zu vertiefen. Auf dieser Basis können wir dann nachhaltige und faire Lösungsvorschläge entwickeln.“

Für das Projekt laufen nun die Vorbereitungen und Stellenbesetzungen an. Mit der Fördersumme werden an allen drei beteiligten Instituten auch neue Forschungs- und Supportstellen geschaffen. Offizieller Projektstart des „Mercator Dialogue on Asylum and Migration“ ist im Frühjahr 2016.

Ansprechpartner:  

Mathias Rauck
Institut für Weltwirtschaft
Tel. +49 431 8814-411
mathias.rauck@remove-this.ifw-kiel.de

Pressekontakt

 Cathrin Sengpiehl
Cathrin Sengpiehl
Kommunikationsmanagerin Presse
+49 201 24522-841
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