European Encounters – Towards a European Solution 2017

Eröffnet mit der Frage „Problem Solved? How to tackle the Refugee Crisis and Migration to the EU“, fand die Auftaktveranstaltung des neuen Formats EUROPEAN ENCOUNTERS von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, dem Berlin Policy Journal und der Stiftung Mercator im ProjektZentrum Berlin statt.

Aktuelle Notiz

20.06.2017

Während das EU-Türkei-Abkommen die unmittelbare Flüchtlingskrise vom Sommer 2015 entschärfte und zur Schließung der „Balkanroute“ führte, sterben nach wie vor täglich Menschen im Mittelmeer bei ihrem verzweifelten Versuch, Italien zu erreichen. Darin verdeutlicht sich die Notwendigkeit, die ideologisch aufgeladene Debatte in Einklang zu bringen mit praktikablen Ansätzen, die von der internationalen Gemeinschaft getragen und durchgeführt werden.

Die Fragen, weshalb es so schwierig ist, eine Europäische Lösung für legale und kontrollierte Flüchtlingsströme zu finden und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um an den Ursachen zu arbeiten, diskutierten Gerald Knaus, Vorsitzender der Europäischen Stabilitätsinitiative (ESI) und Mercator Fellow, Andreas Nick, Bundestagsabgeordneter der CDU/CSU-Fraktion sowie Nadan Petrovic, Migrationsexperte und Professor an der Universität La Sapienza in Rom. Moderiert von Sylke Tempel, Chefredakteurin des Berlin Policy Journals, zeichnete sich das europäische Plenum durch pragmatische Handlungsempfehlungen aus, die Flüchtlingsströme mittels bilateraler Abkommen zu organisieren und somit zu kontrollieren. Es liegt in der Verantwortung der Europäischen Union Italien darin zu unterstützen, qualitative Asylprozesse schnell umzusetzen, um illegale Zuwanderungen und weitere Tote zu reduzieren. Mehr zu der diskutierten zwei-Stufen-Lösung finden Sie auf der Website des Berlin Policy Journal.