Erneuerbare Energien als Motor für nachhaltige Entwicklung in Afrika

MCC-Forscher können zeigen: Investitionen in Erneuerbare in Afrika lohnen sich mehrfach – wirtschaftliche Entwicklung, Klimaschutz und andere Nachhaltigkeitsziele profitieren.

Um weltweit sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung zu fördern, haben die Vereinten Nationen im vergangenen Jahr die Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) beschlossen. Durch den Ausbau erneuerbarer Energien im großen Maßstab lassen sich gleich 10 der insgesamt 17 SDGs parallel erreichen. Das zeigt eine neue Studie von Gregor Schwerhoff vom Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und Mouhamadou Sy von der Afrikanischen Entwicklungsbank. Die Arbeit „Financing renewable energy in Africa – key challenge of the Sustainable Development Goals” wurde jetzt im Fachmagazin “Renewable and Sustainable Energy Reviews” veröffentlicht.

Laut der Studie verbessert der Ausbau der Erneuerbaren in Afrika zum Beispiel die Gesundheit der Menschen (SDG 3) durch höhere Luftqualität. Darüber hinaus hilft die Ausweitung der Stromversorgung im Kampf gegen Armut (SDG 1) und erhöht die landwirtschaftliche Produktion, was die Nahrungssicherheit (SDG 2) verbessert – bis heute hat nur ein Drittel der Menschen in Afrika Zugang zu Elektrizität. Die Forscher weisen darauf hin, dass eine große Lücke zwischen dem Bedarf an Erneuerbaren und den tatsächlichen Investitionen klafft. 

"Nachhaltige Entwicklung ist eine globale Herausforderung – weder die internationale Gemeinschaft noch die afrikanischen Länder können das allein schaffen", sagt Leitautor Gregor Schwerhoff vom MCC. Internationale Organisationen schätzen den Investitionsbedarf in erneuerbare Energien auf etwa 50 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Ein Großteil davon kann von den afrikanischen Regierungen aufgebracht werden, wenn sie Ineffizienzen angehen und das Investitionsklima in ihren Ländern verbessern. Eine Finanzierungslücke von rund 20 Milliarden US-Dollar müsste von der internationalen Gemeinschaft geschlossen werden.

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 Cathrin Sengpiehl
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