Die Junge Islam Konferenz startet in Schleswig-Holstein

Die Junge Islam Konferenz – Schleswig-Holstein geht bereits in die zweite Runde.

Pressemitteilung der Jungen Islam Konferenz

Kiel/Berlin, 03.02.2017

  • 40 junge Menschen, Muslime und Nicht-Muslime, mit und ohne Migrationshintergrund, diskutieren den Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt, antimuslimischem Rassismus, Teilhabechancen und darüber, wie das „wir“ in unserer Gesellschaft gelingen kann.
  • Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer, Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes, begrüßte die Teilnehmenden bereits am vergangenen Wochenende (28.01.2017) im Kieler Rathaus.
  • Dr. Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, eröffnete heute (3.02.2017) das zweite Konferenzwochenende im Kieler Rathaus. 6 Expert*innen, darunter Özlem Nas (Bildungsreferentin im SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften Hamburg), Shazia Noor Chaudhry (Bloggerin), Tim Gijsemans und Franziska Jäcke (Regionales Beratungszentrum gegen Rechtsextremismus Kiel), sind Teil der diesjährigen Konferenz.

Die Junge Islam Konferenz (JIK) geht an diesem Wochenende in Schleswig-Holstein in die zweite Runde. Die Konferenz steht ganz im Zeichen der aktuellen Debatten um den Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt und dem ansteigenden Rechtspopulismus in Deutschland. Während der Konferenz versuchen die 40 jungen Menschen aus Schleswig-Holstein mithilfe wissenschaftlicher Analysen Stereotype zu entlarven und verfestigte Diskurse um den Islam und Muslime aufzubrechen. Dabei setzen sie sich insbesondere mit der Frage auseinander, wie ein positiver Austausch stattfinden und rechten Diskursen - insbesondere antimuslimischem Rassismus - etwas entgegengesetzt werden kann. Dazu diskutierten die Teilnehmenden an insgesamt zwei Wochenenden gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis.

Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer, Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes, betonte am vergangenen Wochenende (28.01): Mit der Jungen Islam Konferenz schaffen wir bei uns in Schleswig-Holstein ein Dialogforum über die Rolle des Islam in Deutschland, über das gemeinsame Zusammenleben, aber auch über gegenseitigen Respekt und Wertschätzung. Mit der Konferenz erhoffen wir uns einen unvoreingenommenen Blick auf Tradition, Gegenwart und Zukunft von jungen Menschen in Deutschland – gleich welchen Glaubens sie sind und ob sie glauben. …“.

Als Dialogplattform für junge Muslime und Nicht-Muslime mit und ohne Migrationshintergrund, greift die Junge Islam Konferenz Fragen zu einem konstruktiven und gleichberechtigen Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft auf. Ziel der Jungen Islam Konferenz ist es, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, die Debatte über Muslime und „den Islam“ zu versachlichen und Vorurteile abzubauen. Ihre Fragen, Antworten, Ideen und Erkenntnisse aus der Konferenz bringen die Teilnehmenden mit hoher Motivation in Veranstaltungen, in Blogbeiträgen oder in Medienbeiträgen in den Diskurs ein, um sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft stark zu machen.

"Wir müssen lernen, mehr miteinander zu reden, uns weniger von Vorurteilen leiten zu lassen und uns gegenseitig zuzuhören. Wie soll das besser gehen, als mit Gleichaltrigen, die vielfältige Lebensrealitäten und unterschiedliche Perspektiven haben? Die JIK ist der Ort, an dem ich Fragen stellen und im Austausch mit anderen beantworten kann“, so Hannah (21), Teilnehmerin der Jungen Islam Konferenz – Schleswig-Holstein 2016.

Seit 2011 bietet die Junge Islam Konferenz auf Bundesebene und seit 2013 auf Länderebene jungen Menschen ein Dialogforum, in dem aktuelle Herausforderungen und Auseinandersetzungen in der Einwanderungsgesellschaft thematisiert und gemeinsam reflektiert werden. 2016 fand die Junge Islam Konferenz zum ersten Mal in Schleswig-Holstein statt. „Was wir gerade in den sozialen Medien beobachten, ist, dass wir dort vor allem die Informationen erhalten, die unserer sozialen Gesinnung entsprechen. Eine reale Auseinandersetzung findet kaum statt. Die JIK bietet hier eine Austauschplattform, bei der sich die Teilnehmenden in die Augen schauen können und Erfahrungen und Emotionen direkt kommunizieren. Wir müssen uns dabei bewusst sein, dass dieser Prozess nicht mit einer oder zwei Veranstaltungen beendet sein wird, sondern dass es auch zukünftig und langfristig enorm wichtig ist, diesen Dialog gerade auch für junge Menschen zu ermöglichen“, erklärt Malte Morische, Projektkoordinator der Jungen Islam Konferenz – Schleswig-Holstein.

*** Teilnehmende der Jungen Islam Konferenz – Schleswig-Holstein und Projektverantwortliche stehen Ihnen für Interviews zur Verfügung. Auf Anfrage stellen wir Ihnen Pressebilder zur Verfügung.***

Für weitere Pressefragen wenden Sie sich gerne an:

Junge Islam Konferenz (JIK) – Deutschland

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