„China erklären“

Das Mercator Institute for China Studies feiert sein fünfjähriges Bestehen und will seine Angebote künftig noch stärker auf die Informationsbedürfnisse der europäischen Nachbarstaaten richten

Pressemitteilung des Mercator Institute for China Studies (MERICS)

Berlin, 12.11.2018

Am Anfang stand eine riesige Lücke: Praxis- und gegenwartsbezogene China-Forschung fehlte ausgerechnet in Deutschland, obwohl das Land intensive wirtschaftliche und politische Beziehungen zu China unterhält. Die Stiftung Mercator aus Essen schuf daher 2013 das Mercator Institute for China Studies mit Sitz in Berlin. MERICS sollte ein Zentrum für die Auseinandersetzung mit China werden und Entscheidern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Grundlagen und Analysen für die Meinungsbildung bereitstellen. Innerhalb von fünf Jahren hat sich (MERICS) zu einem der weltweit führenden Think Tanks in der China-Forschung entwickelt.

Fragen aus den unterschiedlichsten Bereichen beschäftigen die MERICS-Wissenschaftler: Wie innovativ ist China? Was steckt hinter der „Made in China 2025-Strategie“? Wie fest sitzt Partei- und Staatschef Xi Jinping im Sattel? Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus der chinesischen Belt-and-Road-Initiative? Was bedeutet der Handelskrieg zwischen China und den USA für Deutschland und Europa? Direktor Frank N. Pieke: „MERICS ist der erste Think Tank, der China umfassend betrachtet hat.“

Die unabhängigen China-Experten vom MERICS stellen ihr Wissen Parlamentariern, dem Kanzleramt, Bundesministerien und Diplomaten ebenso zur Verfügung wie Industrie- und Branchenverbänden, NGOs und Medien. Sie publizieren mit klarem Blick für ihre unterschiedlichen Zielgruppen, referieren vor Entscheidern aus Wirtschaft und Gesellschaft, organisieren Pressebriefings, sind bei Anhörungen im Bundestag, im britischen Parlament oder auch im US-Kongress geladen. Ein eigener Blog und eine Podcast-Reihe sowie originelle Grafiken ergänzen das Angebot.

Insgesamt knapp 30 Mitarbeiter aus Deutschland, Österreich, Schweden, Italien, Spanien, den Niederlanden und China sowie Gastwissenschaftler aus der ganzen Welt forschen und publizieren in der Berliner Klosterstraße unter der Leitung von Direktor Frank N. Pieke und seinem Stellvertreter Mikko Huotari. Gründungsdirektor Sebastian Heilmann war im August auf seine Professur in Trier zurückgekehrt.

Michael Schwarz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, gratuliert dem MERICS herzlich und bilanziert: „Schneller als erwartet hat sich das MERICS in den letzten fünf Jahren als maßgebliche Stimme der gegenwartsbezogenen und praxisorientierten China-Forschung in Deutschland etabliert. In den vergangenen Jahren trat China zunehmend auch als Wettbewerber und teilweise als Gegenspieler Deutschlands und Europas auf. Gerade in diesem Kontext ist eine fachkundige, sachliche und unabhängige Analyse Chinas von großer Bedeutung. Nun gilt es, den internationalen Ruf als weltweit führenden Think Tank weiter zu festigen.“

In Zukunft will das MERICS seine Angebote noch stärker auf die Bedürfnisse der europäischen Mitgliedsstaaten und der EU ausrichten. Angesichts wachsender Sorge in Brüssel und Berlin über Chinas wirtschaftliche und politische Vorstöße in Zentral- und Osteuropa will Institutsdirektor Pieke den innereuropäischen Wissensaustausch über China besser koordinieren. „Wir müssen auch anderen europäischen Stimmen Gehör verschaffen.“ Pieke, der zuvor an der Universität Leiden gelehrt hatte, ist überzeugt: MERICS kann zu einem gemeinsamen europäischen Verständnis von Chinas Entwicklung und globalen Ambitionen beitragen. Dabei gehe es auch darum, Vorurteile abzubauen und Chinas innere Widersprüche zu verstehen.

18,4 Millionen Euro hat die Stiftung Mercator seit 2013 in das MERICS investiert. Auch für die kommenden fünf Jahre wird das Institut großzügig durch die Stiftung gefördert. Mittelfristig strebt die Führung des MERICS eine stärker diversifizierte Finanzierung an.

Seinen fünften Geburtstag feiert das Institut am 15. November in Berlin mit einer Konferenz über „China’s Futures“ und einem Abendempfang.

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