CO2-Emissionen der Stiftung Mercator

Die Stiftung Mercator setzt sich dafür ein, die anthropogenen Emissionen von im Kyoto-Protokoll eingeschlossenen Treibhausgasen in Deutschland im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent bis 2020 und um mindestens 80 Prozent bis 2050 zu reduzieren. Dieses Ziel unterstützen wir auch durch unser eigenes Handeln: Unsere Treibhausgasemissionen wollen wir so weit wie möglich reduzieren und anfallende Emissionen vollständig kompensieren. Bei der Erhebung unseres Carbon Footprints orientieren wir uns am Greenhouse Gas Protocol, einem international anerkannten Standard zur Erfassung von Treibhausgasemissionen. Weitere Kennzahlen entsprechend des Greenhouse Gas Protocols finden sie hier.

Unser Carbon Footprint für das Jahr 2015

Die gesamten Emissionen der Stiftung Mercator lagen 2015 bei insgesamt 922 Tonnen Kohlenstoffdioxid – erstmals seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2010 sank der Wert damit unter 1.000 Tonnen, trotz einer deutlichen Steigerung der Zahl der Projekte und Mitarbeiter in diesem Zeitraum. Auch im Vergleich zum Vorjahr ging er klar um 34 Prozent zurück. Erfasst wurde wie bisher unser direkter und indirekter Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck in den Bereichen Standort, Dienstreisen und Veranstaltungen.

Entscheidend für den Rückgang war die gesunkene Zahl der Dienstreisen (-13 Prozent), insbesondere jener per Flugzeug (-22 Prozent). Im Vergleich zu 2013 hat sich dieser Wert fast halbiert.

Bei Veranstaltungen konnten die Emissionen unter anderem aufgrund einer leicht gesunkenen Anzahl von Großevents ebenfalls reduziert werden (-36 Prozent). Auch im Bereich der standortbezogenen Emissionen konnte der Ausstoß deutlich verringert werden. Dies ist insbesondere auf geringere Verbräuche aufgrund des milden Winters sowie einer erhöhten Sensibilisierung für klimagerechtes Verhalten zurückzuführen.

Unser Ziel: Emissionen reduzieren und kontinuierlich kompensieren

Unseren Carbon Footprint 2015 haben wir wie bereits in den Jahren zuvor durch Klimaschutzzertikate vom Typ Gold Standard ausgeglichen. Damit unterstützen wir das Sichuan Biogas Programme of Activities. Dies zielt darauf ab, bis zu eine Million arme Bauernhaushalte in Sichuan (China) auf ihren Höfen mit effizienten Biogasfermentern und -kochstellen auszustatten. Das saubere Biogas, das aus den weitverbreiteten Klärgruben gewonnen wird, ersetzt die Verbrennung von Kohle und Holz zum Kochen, sodass über die volle Programmlaufzeit eine Treibhausgasreduktion von insgesamt etwa 20 Mio. t CO2-Äquivalent entsteht.