... weil sie Wölfen, Kranichen, Seeadlern hilft

32 Gründe, warum die Europäische Union eine verdammt gute Idee ist

Ja, stimmt: Vieles, was die Umweltgesetze der EU erreichen, wird von der Agrarpolitik der EU wieder eingerissen. Trotzdem ist sie wichtig. Zum Beispiel NATURA 2000, der weltweit größte Verbund von Schutzgebieten. Mischwälder in Rumänien gehören dazu, Moore in Schweden und Halbwüsten in Spanien. Rund 18 Prozent Europas und 15 Prozent Deutschlands sind so geschützt.

Experten sagen: NATURA 2000 habe Millionen Zugvögel gerettet und Dutzende Naturparadiese vor der Zerstörung bewahrt. Seeadler, Kraniche und Wölfe wären sonst chancenlos. Wobei auch richtig ist: Im Alltag fehlt häufig Geld, um die Reservate angemessen zu bewirtschaften.

„Man kann noch einiges verbessern, etwa kleine Schutzgebiete verbinden und Fische stärker einbeziehen, aber insgesamt hat NATURA 2000 durchweg positive Effekte auf die Biodiversität“, hat Konstantin Kreiser einmal gesagt, beim Naturschutzverband Nabu für internationale Biodiversitätspolitik zuständig. Nicht überall gehe es aufwärts, aber ohne das Gebietsnetz wäre es schlimmer.

Auch Dominique Richard vom Naturkundemuseum Paris lobt das Konzept. Obwohl der Druck auf viele Ökosysteme weiter hoch sei, habe sich das Konzept bewährt: „NATURA 2000 gibt den Arten jetzt Zeit, sich zu erholen, und wir sehen bereits eine Anzahl von Erfolgsgeschichten.“


Dieser Text stammt aus dem Buch „Von Staubsaugern und Menschenrechten. 32 Gründe, warum Europa eine verdammt gute Idee ist“ von Correctiv, das wir gefördert haben.