… weil sie Geldwäsche bekämpft

32 Gründe, warum die Europäische Union eine verdammt gute Idee ist

In der EU gelten strenge Anti-Geldwäschevorschriften, manche sagen: Es seien die strengsten der Welt. Seit 2017, nach den Enthüllungen über die Panama Papers, veröffentlicht die EU-Kommission eine Schwarze Liste mit „nicht-kooperativen Staaten“ – die Geldwäsche oder Terrorfinanzierung kaum bestrafen, deren Finanzinstitute Geldströme zu lasch kontrollieren, die keine unabhängigen Aufsichtsbehörden haben oder mauern, wenn jemand wissen will, wer hinter Briefkastenfirmen steckt. Insgesamt 1600 Indikatoren werden geprüft.

Die Liste verändert sich laufend. Aktuell stehen unter anderem darauf: Saudi-Arabien und Iran, Pakistan und Tunesien, Panama und Nordkorea, die Bahamas und Puerto Rico. Und es gibt eine „graue Liste“ von Ländern, die unter besonderer Beobachtung stehen. Unter anderem darauf: China, die Vereinigten Staaten und die Schweiz. Um diese Liste gibt es jedes Mal ein großes Gefeilsche. Niemand will darauf landen. Immer wieder werden Länder heruntergenommen. Die EU-Kommission sagt: Weil sie sich gebessert haben.

 

Dieser Text stammt aus dem Buch „Von Staubsaugern und Menschenrechten. 32 Gründe, warum Europa eine verdammt gute Idee ist“ von Correctiv, das wir gefördert haben.