… weil Schlagbäume die deutsche Wirtschaft Milliarden kosten würden

32 Gründe, warum die Europäische Union eine verdammt gute Idee ist

2016 – die Flüchtlingskrise flaute gerade ab, Horst Seehofer & Co. liebäugelten mit Grenzschließungen – ließ die Bertelsmann Stiftung ausrechnen, was die deutsche Wirtschaft ein Ende von Schengen kosten würde. Deutschland hätte das binnen zehn Jahren bis zu 235 Milliarden Euro gekostet, EU-weit wären es bis zu 1,4 Billionen Euro gewesen.

Auch die französische Regierung ließ damals rechnen und fand heraus: Über einen Zeitraum von zehn Jahren entsprächen die Verluste einer Drei-Prozent-Steuer auf den Handel im Schengenraum.

Dahinter steht eine einfache Rechnung: Längere Wartezeiten bedeuten für die Unternehmen höhere Kosten. Zudem müssen die Lagerbestände erhöht werden, weil Just-in-time-Lieferungen nicht mehr garantiert werden können. Und weil der größte Teil der deutschen Exporte per Lastwagen in die EU-Länder geht, käme gerade uns das teuer zu stehen.

 

Dieser Text stammt aus dem Buch „Von Staubsaugern und Menschenrechten. 32 Gründe, warum Europa eine verdammt gute Idee ist“ von Correctiv, das wir gefördert haben.