Europäische Migrationspolitik

Unser Schwerpunktthema 2017/2018

„Kein Mitgliedstaat kann die Migrationsproblematik im Alleingang bewältigen. Es liegt auf der Hand, dass wir ein neues, stärker europäisch ausgerichtetes Konzept brauchen […]. Alle Akteure – die Mitgliedstaaten, EU-Organe, internationale Organisationen, die Zivilgesellschaft, Behörden und Drittstaaten – müssen zusammenarbeiten, damit die gemeinsame europäische Migrationspolitik Wirklichkeit wird.“ (Europäische Kommission, 13.05.2015)

Die seit 2014 sprunghaft angestiegene Zahl an Menschen, die aus verschiedenen Gründen nach Europa kommen und hier eine Existenz aufbauen möchten, stellt die Migrations- sowie Asyl- und Flüchtlingspolitik der EU und ihrer Mitgliedstaaten vor große Herausforderungen. Diese sind zu groß und vielschichtig, um ihnen allein auf nationalstaatlicher Ebene zu begegnen, wodurch der europäischen Ebene eine zentrale Rolle zukommt.

Da die Mitgliedstaaten in stark unterschiedlichem Maße von den Auswirkungen der Migrationsbewegungen betroffen sind und nationale Interessen die öffentliche Diskussion dominieren, erscheint die EU oft handlungsunfähig und unsolidarisch. Nicht zuletzt deshalb nehmen Europagegner das Thema erfolgreich in ihre teils rechtsnationalen Programme auf. Diese parallelen Entwicklungen gefährden die Handlungsfähigkeit und den Zusammenhalt in Europa.

„Wir Europäer werden nie mehr zurückkehren zu einer EU-Politik, wie sie vor 2015 möglich war. Die Flüchtlingskrise machte Unterschiede sichtbar, die lange ignoriert wurden. Es gibt diese West-Ost-Spaltung: Die Hälfte der EU-Staaten hat von Beginn an die Aufnahme von Flüchtlingen verweigert“, sagt der bulgarische Politologe und Vordenker Ivan Krastev.

Impulse zum Thema

3 Fragen an... Gerald Knaus

Social Media-Element anzeigen (Mehr über Datenschutz und Social Media)
Mehr auf YouTube

Interview mit Ellen Bos (MIDEM)

Interview mit Oliviero Angeli (MIDEM)

Interview mit Hannes Schammann („When Mayors Make Migration Policy“)

Übergreifende Foren fehlen bislang

Es fehlen in Europa bislang übergreifende Foren in Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, in denen über einen gemeinsamen Umgang mit Migration systematisch nachgedacht wird und Lösungsvorschläge erarbeitet werden.

Wir wollen deshalb mit unseren Partnern und unserem Netzwerk Ansätze einer substanziellen und gemeinsamen europäischen Migrationspolitik erarbeiten, die auf den Gedanken von Zusammenhalt und Handlungsfähigkeit fußen.

Aktuelles zu dem Thema

Veranstaltung auf Einladung der Stiftung Mercator

Mercator Forum Europa!

-
Essen
Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)

Herausforderungen für die europäische Migrationspolitik

Stiftung Mercator fördert Forschungsprojekt am Fachbereich Rechtswissenschaft der [...]

European Encounters – Towards a European Solution 2017

Eröffnet mit der Frage „Problem Solved? How to tackle the Refugee Crisis and Migration to the EU“, [...]

Presseschau

tagesschau.de

Seehofer in Österreich: Eine Allianz mit Grenzen?

Sollten schon registrierte Asylbewerber in neuen "Transitzentren" zurückgewiesen werden, hätte das wohl einen Dominoeffekt auf die Länder in Richtung Süden, so Hans [...]

Handelsblatt

„Transitzentren“ – Was es mit dem neuen Zauberwort der Union auf sich hat

Mercator Fellow Anna Lübbe: "Transitzentren setzen zugelassene Grenzübergangsstellen voraus, die als Dauereinrichtungen im Schengenraum gar nicht existieren dürften".  [...]

Die Welt

Afrikanische Lösung der Asylkrise? "Typische EU-Prosa"?

Gerald Knaus (ESI): "Schlüssel sind ernsthafte Verhandlungen noch in diesem Sommer mit Herkunftsländern. Was bieten wir den Staaten, die bisher ihre Staatsbürger nicht [...]

derStandard.at

Die bessere Alternative zur Abschottung

"Die Ergebnisse des EU-Flüchtlingsgipfels greifen zu kurz. Legale Wege in den Arbeitsmarkt der EU wären viel wirksamer" - so Projektpartner Matthias Lücke, MEDAM, in [...]

tagesschau.de

Asylkompromiss in der EU - "Europa braucht klare Prinzipien"

Unser Projektpartner Gerald Knaus im Interview: "Das Allerwichtigste ist, dass Europa klare Prinzipien hat und sich die Instrumente gibt, diese in der Praxis umzusetzen." [...]

Spiegel Online

Neue EU-Flüchtlingspolitik: Kontrolle und Empathie

Gesine Schwan und unser Projektpartner Gerald Knaus im Gastbeitrag: Wie könnte die EU mit Flüchtlingen umgehen, im Einklang mit europäischem Recht und ohne Asylsuchende [...]

Tagesspiegel Causa

Migrationspolitik: Die Europäisierung des Asylsystems

Projektpartner Mathias Lücke vom Institut für Weltwirtschaft: Eine Umverteilungsquote wird den Erstankunftsländern Europas nicht helfen. Die EU muss finanzielle und [...]

WDR

Gerald Knaus: EU-Sondertreffen bringt keine Lösung für Flüchtlingsproblem

"Wir haben Klarheit, dass wir auf diese Art einer Lösung nicht näher kommen werden", sagt Gerald Knaus, Leiter der Europäischen Stabilitätsinitiative, im Interview.  [...]

SWR1

Gerald Knaus im Gespräch

Mercator Alumni und Projektpartner Knaus gestern zur europäischen Asyldebatte: Wie schaffen Deutschland und die EU einen humanen und mehrheitsfähigen Konsens?  [...]

tagesschau.de

Gerald Knaus, Forschungsinstitut Europäische Stabilitätsinitiative, zum EU-Abkommen

"Was wir brauchen, ist eine Politik einer gemeinsamen Außengrenze im Mittelmeer" - unser Projektpartner Gerald Knaus im Interview mit Tagesthemen über europäische [...]

tagesschau.de

EU spendiert Interrail-Tickets: Den "European Way of Life" erfahren

15.000 Jugendliche dürfen im Sommer quer durch Europa reisen - bezahlt von der EU. Die ursprüngliche Initiative stammte von Heer&Speer .

Deutschlandfunk Kultur

Politologe Oliviero Angeli über Einwanderung: Wer zahlt, darf rein

Angeli, MIDEM, greift die Idee des Wirtschaftsnobelpreisträger Gary S. Becker auf: Wer einen bestimmten Preis bezahlt, erhält das Recht, im Aufnahmestaat leben und [...]

ZEIT Online

Europäische Uni - was ist das?

Unser Geschäftsführer Wolfgang Rohe hat gemeinsam mit anderen Gastautoren der ZEIT über den Vorschlag des französischen Präsidenten nachgedacht. (Paywall)  [...]

FOCUS online

Berlin: Prof. Dr. Werner Schiffauer zu Gast an der Freien Universität

Der Kultur- und Sozialanthropologe ist Mercator Senior Fellow und bis Juni 2018 an der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies.  [...]

WELT online

Konflikte in Cottbus: "Da ist auch die einheimische Bevölkerung in der Pflicht"

Oliviero Angeli, wissenschaftlicher Koordinator von MIDEM, im Interview: Einheimische könnten Integration auch durch direkte Ansprache von Asylbewerbern im Alltag [...]

ZEIT Online

EU-Asylpolitik: Flexible Solidarität statt Quote

EU-Staaten sollten nicht gezwungen werden, Flüchtlinge aufzunehmen, schreibt Prof. Dr. Matthias Lücke, Co-Direktor von MEDAM, in einem Gastbeitrag.  [...]

WELT online

Die Hotspots der Migrationskrise

SVR: "Hilfe für arme Länder Afrikas mittel- oder langfristig richtig" - Näherten sich die Verhältnisse in Herkunfts- und Zielland an, machten sich weniger Menschen auf [...]

SRF

"Es braucht ernsthafte Abkommen mit den Herkunftsländern"

Leiter der European Stability Initiative und Migrationsexperte Gerald Knaus zur Flüchtlingskrise im Mittelmeer

UmweltDialog.de

Mehr flexible Solidarität in der europäischen Asyl- und Migrationspolitik

Eine von der Stiftung Mercator geförderte Studie zeigt, wie Einwanderung so gestaltet werden kann, dass sie allen Beteiligten nützt

NewsDeeply.com

Border Walls Don’t Stop Immigration, but They Do Undermine Integration

Mercator Dialogue on Asylum and Migration (MEDAM) Assessment Report zeigt, wie Grenzmauern Integration schwächen

Handelsblatt

Studie wirbt für gemeinsames Asylkonzept der EU

Der Artikel stellt den Mercator Dialogue on Migration and Asylum - MEDAM Assessment Report 2017 vor.

ZEIT online

Kolumne "Fünf vor acht": Wir brauchen Asylzentren in Afrika

Die Kolumne von Martin Klingst greift das kürzlich erschienene SVR Jahresgutachten auf.

Der Tagesspiegel

Gutachten von Migrationsexperten: Für ein Ende der Flüchtlingsprogramme

Der Artikel berichtet über das SVR Jahresgutachten und stellt die wichtigsten Punkte und Forderungen heraus.

WAZ

Politikforscher sehen im Populismus eine Gefahr für Europa

Ein Interview mit Gerald Knaus und Hans Vorländer - den Podiumsgästen unseres ersten Mercator Salons in Essen.